Literarischer Auftakt

gemeinsam mit dem Literaturhaus am Inn

19.00-21.00 Uhr

„Dieser Tage …“ Reflexionen zu Corona-Journalen

Bettina Balàka / Isabella Feimer / Thomas Stangl

Dieser Tage … so beginnt das Journal, das die Schriftstellerin Isabella Feimer während des Lockdowns für das Literaturhaus am Inn verfasst hat, und sie war dabei nicht die einzige Kunstschaffende: Das Literaturhaus Graz bat 17 österreichische Autoren und Autorinnen, darunter Thomas Stangl und Bettina Balàka, ab Mitte März ein Tagebuch über die Auswirkungen des Corona-Virus und die Maßnahmen seiner Bekämpfung auf das alltägliche Leben und den Zustand der Gesellschaft zu führen, um diese im Wochenabstand auf der Homepage des Literaturhauses Graz zu publizieren. 

Für die Tagung „Corona verstehen“ setzen sich die drei AutorInnen in einem eigens verfassten Essay erneut mit ihren Einträgen und Aufzeichnungen auseinander, reflektieren ihre Journale aus der zeitlichen Distanz, vertiefen die Fragen, die sich ihnen in der Zeit gestellt haben, hinterfragen sie, verwerfen sie … und leisten somit einen künstlerischen Beitrag zur Frage, was diese Zeit mit den einzelnen Individuen, aber auch mit der Gesellschaft anzustellen imstande war und ist.

Bettina Balàka, geboren 1966 in Salzburg, Studium der italienischen und englischen Sprache am Institut für Übersetzer- und Dolmetscherausbildung der Universität Wien. Nach Aufenthalten in Großbritannien und den USA lebt Balàka seit 1991 als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Wien. Sie ist Verfasserin von erzählender Prosa, Lyrik, Theaterstücken und Hörspielen. Zuletzt erschienen von ihr die Romane Unter Menschen (Haymon Verlag 2014), Die Prinzessin von Arborio (Haymon Verlag 2016), Die Tauben von Brünn (Zsolnay Verlag 2020), sowie der Essayband Kaiser, Krieger, Heldinnen: Exkursionen in die Gegenwart der Vergangenheit (Haymon Verlag 2018).

Isabella Feimer, 1976 geboren, aufgewachsen in Schwechat, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien, lebt als freie Schriftstellerin in Wien. Isabella Feimer verfasst Romane, Kurzgeschichten, Reiseprosa und Theatertexte. Zuletzt erschienen von ihr stella maris (Braumüller 2017), der Gedichtband Tiefschwarz zu unsichtbar (Limbus 2017) sowie die Erzählung Monster (Limbus 2018).

Thomas Stangl, geboren 1966 in Wien, Studium der Philosophie und Hispanistik, lebt in Wien. Seit Beginn der Neunzigerjahre verfasst er Essays, Rezensionen, später Prosaarbeiten in Tageszeitungen und Literaturzeitschriften. Auf das Romandebüt Der einzige Ort (Droschl 2004) folgen weitere vielbeachtete Romane und Essays. Zuletzt erschienen die Romane Regeln des Tanzes (2013) und Fremde Verwandtschaften (2018) sowie der Erzählband Die Geschichte des Körpers (2019, alle im Droschl Verlag).

 

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