Christoph Probst
Credit: Privatbesitz/Reproduktion Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Christoph-Probst-Lecture

Mit der 2020 etablierten Christoph Probst Lecture will die Universität Innsbruck alljährlich an ihren kurzzeitigen Medizin-Studenten Christoph Probst erinnern. Er wurde in Innsbruck festgenommen und am 22. Februar 1943 in München-Stadelheim als Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ gemeinsam mit den Geschwistern Scholl durch das NS-Regime hingerichtet. Das Ziel der Christoph Probst Lecture ist es, im Rahmen von Vorträgen renommierter Fachleute, die Ideale der „Weißen Rose“ – Freiheit, Demokratie und Zivilcourage – zu reflektieren und weiterzutragen.

2020

Oliver Lepsius: Hans Kelsen, der österreichische Verfassungsvater, und sein Eintreten für Freiheit und Demokratie

Wie kann der Volkswille repräsentiert werden? Sind parlamentarische oder direktdemokratische Systeme überlegen? Wie lässt sich die individuelle Freiheit in einer demokratischen Herrschaftsordnung aufrechterhalten und sichern? Soll Demokratie aus der Perspektive der Mehrheit oder der Minderheit gerechtfertigt werden? Anhand dieser Fragen führte der deutsche Rechtswissenschaftler Oliver Lepsius in die staatsrechtlichen Lehren Kelsens ein und schlugt einen Bogen zu aktuellen Gefährdungen der repräsentativen Demokratie durch populistische Strömungen.

Oliver Lepsius studierte Rechtswissenschaft in Bonn, München und Chicago. Nach Professuren in Heidelberg und Bayreuth lehrt er heute Öffentliches Recht und Verfassungstheorie an der Uni Münster. Er war Gastprofessor u.a. in Paris und Osaka und ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. In der Forschung beschäftigt er sich mit staats- und verwaltungsrechtlichen Fragen mit rechtstheoretischen, -historischen, -philosophischen, -vergleichenden oder interdisziplinären Bezügen.

Bericht zum Vortrag: https://www.uibk.ac.at/newsroom/erste-christoph-probst-lecture.html.de

Aufzeichnung des Vortrags: https://www.youtube.com/watch?v=uZFaSKS5Y8o

Nach oben scrollen