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Folgende Hands-on Aktivitäten haben Studierende im Rahmen des SFB f44 im Jahr 2016 bereits entwickelt

  • Gummihand-Illusion: Die Manipulation des Körperbilds

    In diesem Versuch lassen wir dein Gehirn glauben, eine Gummihand wäre deine eigene. Du wirst anfangen Berührungen an dieser Hand zu fühlen. Und was passiert, wenn dann ein Hammer auf die Gummihand niedersaust? Probier es aus! Dieses Experiment zeigt, dass dein Gehirn alles tut, um Sehsinn und Tastsinn miteinander in Einklang zu bringen, notfalls gegen besseres Wissen. Du lernst, was dass das Körperbild in deinem Gehirn veränderbar ist, und was das mit Phantomschmerz oder künstlichen Gliedmaßen zu tun hat.

  • Ferngesteuerter Arm ( „Verlust des freien Willens“)

    Den Arm einer anderen Person fernsteuern, nur mit Eurem Willen – geht denn das? Wir zeigen es Euch! Wenn Ihr einen Arm bewegt, laufen Nervenimpulse von Eurem Gehirn bis zu den Muskeln des Arms. Wir übertragen diese Impulse auf den Arm einer anderen Person. Und schon rührt sich deren Arm ebenfalls! Wir erklären Euch, wie die Nervenleitung funktioniert und Ihr erfahrt, dass Muskeln auch ohne Zutun des Gehirns angesteuert werden können. Das ist wichtig, wenn man intelligente Prothesen für querschnittsgelähmte oder amputierte Personen entwickeln will.

  • So hab ich das noch nie gesehen! Das Auge ist keine Kamera

    Hast Du schon einmal deinem Auge beim Sehen zugeschaut? Was brauchen wir zum Sehen? Welche Farbe hat das Licht? Welche Farben hat ein roter Pullover? Was ist Reflektion? Was sieht unser Auge? Was „sieht“ unser Gehirn? Durch verblüffende optische Illusionen wird deutlich, dass unsere Wahrnehmung zu einem großen Teil von den Gewohnheiten und Eigenschaften unseres Gehirns abhängt. Gemeinsam finden wir heraus, dass auch die anatomischen Strukturen in unseren Augen zu teilweise überraschenden Effekten führen können.

  • Selektive Wahrnehmung: ich sehe was, was du nicht siehst

    Es passieren Dinge vor Deinen Augen, von denen Du nicht das Geringste mitbekommst. Zauberer sind Meister darin, unsere Aufmerksamkeit und Wahrnehmung zu manipulieren. Findest Du trotzdem heraus, wie unser Kartentrick funktioniert? Von den vielen Eindrücken, die permanent auf uns einstürmen, blendet unser Gehirn einen Großteil aus. Nur das, worauf unsere Aufmerksam gerichtet ist und was unser Gehirn wichtig findet, wird uns bewusst. Was aber, wenn der Filter unseres Gehirns nicht richtig funktioniert? Das ist zum Beispiel bei manchen Inselbegabten der Fall, die sich jedes Detail merken können, doch dafür viele Probleme im Alltag haben.

  • Speech Jammer: Da bleibt Dir die Sprache weg!

    Ihr glaubt, ihr könnt einen Text flüssig vorlesen? Wir beweisen euch das Gegenteil! Unser Speech Jammer sorgt dafür, dass ihr ins Stottern geratet, langsam und gedehnt redet, mit merkwürdiger Betonung, oder gar nicht mehr weitersprechen könnt. Wie wir das machen? Wir spielen euch eure eigene Stimme minimal zeitverzögert vor. Dadurch bringen wir euer Gehirn durcheinander. Das Gehirn analysiert nämlich fortwährend, was ihr sagt und moduliert Tonfall, Geschwindigkeit, Lautstärke usw. beim Sprechen, so wie ein Tontechniker am Mischpult. Das ist auch der Grund dafür, dass Gehörlose Probleme beim Sprechen haben. Ihr erfahrt allerhand Wissenswertes über das Hören und Sprechen und was dabei im Gehirn vor sich geht. Und wir erklären Euch, wie die verzögerte akustische Rückmeldung, Stotterern helfen kann, flüssiger zu reden.

    Speech Jammer

    Speech Jammer

  • Spiegelzeichnen: Einfaches wird plötzlich schwierig

    Du kannst auf einem Bein stehen, und du kannst ein Kreuz nachzeichnen, keine Frage. Was aber, wenn wir dabei deinen Sehsinn durcheinanderbringen, wenn Deine Augen plötzlich ungewohnte Informationen an Dein Gehirn senden. Kannst Du es dann auch noch? Das Balancieren auf einem Bein wird plötzlich schwierig, wenn Du auf ein bewegtes Streifenposter blickst. Und das Zeichnen wird plötzlich schwierig, wenn Du Deine Hand im Spiegel siehst. Aber Dein Gehirn ist lernfähig und passt sich schnell an. Wir erklären Sir wie Dein Gehirn bewusste und unbewusste Bewegungen steuert, und welche Krankheiten damit zusammenhängen

    Spiegelzeichnen

    Spiegelzeichnen

  • Streifen bringen Dich ins Schwanken: Einfaches wird plötzlich schwierig

    Du kannst auf einem Bein stehen, und du kannst ein Kreuz nachzeichnen, keine Frage. Was aber, wenn wir dabei deinen Sehsinn durcheinanderbringen, wenn Deine Augen plötzlich ungewohnte Informationen an Dein Gehirn senden. Kannst Du es dann auch noch? Das Balancieren auf einem Bein wird plötzlich schwierig, wenn Du auf ein bewegtes Streifenposter blickst. Und das Zeichnen wird plötzlich schwierig, wenn Du Deine Hand im Spiegel siehst. Aber Dein Gehirn ist lernfähig und passt sich schnell an. Wir erklären Sir wie Dein Gehirn bewusste und unbewusste Bewegungen steuert, und welche Krankheiten damit zusammenhängen.

    Streifen schwanken


Pinsel streich über Hand mit Gummihandschuh

Plakat - So hab ich das noch nie gesehen!

Ferngesteuerter Arm - Arm mit Elektroden

 

Folgende Hands-on Aktivitäten haben Studierende im Projekt Hirnforschung Hands-On im Jahr 2017 entwickelt

  • Die Angst in deinem Körper

    Du setzt eine 3D Brille auf und siehst Spinnen, stehst vor einem Abgrund oder bist in einem dunklen Raum, dessen Wände sich auf dich zubewegen. Hast du Angst? Wir messen deine Angstreaktion! Gleichzeitig sehen die Zuschauer am Monitor, was du gerade erlebt.

  • Farb-Wort-Verwirrung (Think fast!)

    Wir zeigen dir in schneller Abfolge bunte Wörter, und du musst so schnell wie möglich die Farbe angeben. Ganz einfach. Auch dann noch, wenn es sich um Farbwörter handelt? Also zum Beispiel GRÜN – wenn Bedeutung und Farbe nicht zusammenpassen? Und was ist mit emotionalen Wörtern, wie schnell bist du dann? Wir messen den Stroop-Effekt.

  • Brain Wave Generator

    Wir messen deine Gehirnwellen im EEG. Genau genommen, schauen wir deinem Sehzentrum (dem visuellen Cortex) bei der Arbeit zu. Wie verändern sich deine Gehirnwellen, wenn du die Augen schließt? Wir erklären dir warum!

  • Wir hören was wir sehen

    Du glaubst zu hören, was ich dir sage. Was aber, wenn meine Lippen etwas anders zu sagen scheinen, als das was du hörst? Wem glaubt dein Gehirn – deinen Augen oder deinen Ohren? Probier den McGurk Effekt!

  • Mit Stress zum Ziel?

    Steigert Stress deine Leistungsfähigkeit, oder lähmt er dich? Wir machen einen kleines Gruppenexperiment und erklären, wann Stress anspornt, und wann er dich krank machen kann.

 

Diese Mitmachstationen kommen zu verschiedenen Anlässen zum Einsatz: Nähere Informationen dazu auf der Seite „Aktuelles“. Sie sind ohne Aufwand aufzubauen und zu transportieren und können leicht nachgemacht werden. Wir wollen die Freude am Fragen (Wieso ist das so?), Experimentieren, Entdecken und Verstehen vermitteln, also das was den Reiz universitärer Grundlagenforschung ausmacht.