Im Spalten des Gesprochenen und Projizierten
Judith Klemenc


Abstract

Meine Lecture-Performance ist ein Versuch, über eine Verknüpfung von Jacques Lacans Denken der Verschlingung von Symbolischem, Imaginären und Realem mit Luce Irigarays Denken der sexuellen Differenz, (Denk-)Räume der eingeschriebenen Spaltung in eine scheinbar homogene Welt in Bewegung zu bringen. Letztlich setze ich auf ein Spalten mit dem Gesprochenen und Projizierten, um eine herrschende Logik des Teile-und-herrsche zu schlitzen.
Inspiriert von den Theorien Tove Soilands und Alenka Zupančičs spreche ich über die Verdrängung einer fundamentalen Differenz und deren Umdeutung in eine kulturelle Differenz, die im Sinne einer Vielfalt und Pluralität einem neoliberalen und kapitalistischen Denken zuspielt. Allerdings wird während meines wissenschafts(un)treuen Sprechens mein handelnder Körper seinen Schatten darauf werfen, um in einer doppelten Dimension zu widersprechen.
Vielleicht geht es in dieser Lecture-Performance genau darum: Spaltungen zu kreieren, die Zwischenräume auftun, in denen das Nicht-Sprechbare und Nicht-Projizierbare im Schatten des Gesprochenen und Projizierten tanzt.

 

Zur Person

Judith Klemenc. Ich galoppiere derzeit mit meinen widersprüchlichen Gedanken im Feld eines Denkens der (Geschlechter-)Differenz, Migration und Bildung. Dabei lege ich Spuren entlang künstlerischer Arbeiten und wortuntreuer Texte, die im Widerhall einer herrschenden Logik spalten.
Künstlerin und Autorin, zahlreiche Ausstellungen und Publikationen, zuletzt: Im Namen der Mutter. 2019
www.judithklemenc.at

 


Panel 08: Queere Politiken und Wissenschaft

Zeit: Donnerstag, 07. November 2019, 16:30-18:00 Uhr
Raum: Kaiser-Leopold-Saal, Karl-Rahner-Platz 3, 1. Stock

 

Veranstaltet von der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung und der FP Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck (CGI) in Kooperation mit dem Büro für Gleichstellung und Gender Studies der Universität Innsbruck.

oeggflogo

 

fp_cgi_logo-rgb

buero-fuer-gleichstellung-und-gender-studies


Nach oben scrollen