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Interfakultäre Forschungsplattform Geschlechterforschung:
Identitäten - Diskurse - Transformationen

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In den letzten Jahrzehnten hat sich im Bereich der universitären und außeruniversitären Forschung und Lehre ein Bereich Geschlechterforschung und Gender Studies entwickelt, in dem Geschlechterdiskurse, -verhältnisse und -identitäten in disziplinären, interdisziplinären und transdisziplinären Kontexten und in kritischer Absicht zum Gegenstand historischer und empirischer Analysen, dekonstruktivistischer Lektüre und/oder normativ-emanzipativer Reflexion gemacht werden.  

DIE FORSCHUNGSPLATTFORM GESCHLECHTERFORSCHUNG NIMMT STELLUNG

Die FORSCHUNGSPLATTFORM GESCHLECHTERFORSCHUNG lehnt jede Form von individueller und struktureller Diskriminierung und Benachteiligung ab. Das betrifft insbesondere Diskriminierungen und Benachteiligungen auf Grund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung, weltanschaulicher, religiöser, ethnischer oder nationaler Zugehörigkeit sowie sozialer Klasse. Die Forschungsplattform Geschlechterforschung setzt sich aktiv für eine diskriminierungsfreie und barrierefreie Gesellschaft ein, die eine freie Entfaltung und Partizipation ihrer Mitglieder ermöglicht. 


Veranstaltungen im WS 2016/17       

 

Ambivalenzen der Selbstsorge. Feministische Perspektiven
Wissenschaftliche Fachtagung des Forschungsnetzwerkes Gender, Care & Justice

Interfakultäre Forschungsplattform Geschlechterforschung, Universität Innsbruck
Fr, 24. Februar 2017
14:00 - 20:00, HS3, SOWI, Universitätsstraße, 6020 Innsbruck

-> Programm&Anmeldung


Begrüßung: Nikita Dhawan (Universität Innsbruck), LRin Christine Baur (Land Tirol), Maria Wolf (Universität Innsbruck)
Referentinnen: Alexandra Rau (Evangelische Hochschule Darmstadt), Tove Soiland (Hochschule Ludwigshafen), Susanne Völker (Universität zu Köln)


Burnout, Zeitverluste, Beschleunigung, Erschöpfung .... In Medien, Politik und Wissenschaften werden Folgen der neoliberalen Transformationsprozesse am Arbeitsmarkt auf die Menschen kritisiert. Unbezahlte Sorgearbeit der Frauen für andere ist nach wie vor die heimliche Ressource im Generationen- und Geschlechtervertrag unserer Gesellschaft. Aber wer sorgt für die Frauen? Mehr noch, sorgen Frauen für sich selbst?
Bei der Tagung werden Ambivalenzen der „Selbstsorge“ theoretisch diskutiert. Dabei wird auf Diskurse zur „Selbstsorge“ in der Alten und Neuen Frauenbewegung und in der Frauen- und Geschlechterforschung, auf die Begriffs- und Wissensgeschichte der „Selbstsorge“ in der Feministischen Theorie, sowie auf das post­strukturalistische Konzept der Gouvernementalität / Regierbarkeit Bezug genommen.
Die Problemgeschichte der Thematisierung von Selbstsorge wird nachgezeichnet, in der „Selbstsorge“ als neue (alte) Soziale Frage angesprochen wird. Es wird gefragt, weshalb, wie und wozu wir heute über Selbstsorge sprechen. Problematisiert werden dabei der Hintergrund der Prekarisierung von Selbstsorge in der Gegenwart und die sie hervorbringenden Arbeits- und Lebensverhältnisse. Handelt es sich um ein neues Phänomen oder um eine historische Wiederkehr?
Nicht zuletzt werden auch Praxen der Selbstsorge in diversen – auch alternativen – Arbeits- und Lebenskontexten in den Blick genommen. Ambivalenzen von „Selbstsorge oder/versus Selbsttechnologie“, „Selbstoptimierung“ oder/versus „Recht auf Faulheit“, „Individualisierung oder/versus Kollektivierung“, „Selbstveränderung oder/versus Gesellschaftsveränderung“ werden diskutiert.
Die Tagung zielt auf die Artikulierung und Weiterentwicklung feministischer Perspektiven im Feld der Careforschung.

Gefördert durch:
Interfakultäre Forschungsplattform Geschlechterforschung, LFUI
Fakultät für Bildungswissenschaft, LFUI
Fakultät für Soziologie und Politikwissenschaft, LFUI
Philosophisch-Historische Fakultät, LFUI
Institut für Soziologie, LFUI
Institut für Erziehungswissenschaft, LFUI
MCI - Management Center Innsbruck
Land Tirol