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Interfakultäre Forschungsplattform Geschlechterforschung:
Identitäten - Diskurse - Transformationen

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In den letzten Jahrzehnten hat sich im Bereich der universitären und außeruniversitären Forschung und Lehre ein Bereich Geschlechterforschung und Gender Studies entwickelt, in dem Geschlechterdiskurse, -verhältnisse und -identitäten in disziplinären, interdisziplinären und transdisziplinären Kontexten und in kritischer Absicht zum Gegenstand historischer und empirischer Analysen, dekonstruktivistischer Lektüre und/oder normativ-emanzipativer Reflexion gemacht werden.  

DIE FORSCHUNGSPLATTFORM GESCHLECHTERFORSCHUNG NIMMT STELLUNG

Die FORSCHUNGSPLATTFORM GESCHLECHTERFORSCHUNG lehnt jede Form von individueller und struktureller Diskriminierung und Benachteiligung ab. Das betrifft insbesondere Diskriminierungen und Benachteiligungen auf Grund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung, weltanschaulicher, religiöser, ethnischer oder nationaler Zugehörigkeit sowie sozialer Klasse. Die Forschungsplattform Geschlechterforschung setzt sich aktiv für eine diskriminierungsfreie und barrierefreie Gesellschaft ein, die eine freie Entfaltung und Partizipation ihrer Mitglieder ermöglicht. 


Veranstaltungen im SS 2017       

  

Buchpräsentation
Einladung zur Präsentation des 16. Sonderheftes der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie
Geschlechterverhältnisse der Migrationsgesellschaften. Repräsentationen – Kritik – Differenz              
                
9783658158866                 Montag, 3.4.2017, 18.00 Uhr
                 Innsbruck, Universitätsstraße 15,
                 SOWI Fakultätssitzungssaal (3. Stock/OST)
 

                Programm LINK
                Begrüßung und Vorstellung des Sonderheftes
                Es sprechen die (Mit)Herausgeberinnen:
                       Sabine Gatt und Kerstin Hazibar
                Kurzpräsentation von drei ausgewählten Beiträgen aus dem Band
                Es sprechen die Autorinnen:
                         Nikita Dhawan, Verena Sauermann und Laura Fuchs-Eisner

Im Anschluss an die Präsentation laden wir herzlich zu Wein und Brot

Das Sonderheft macht ausgewählte Aspekte geschlechtlicher und intersektionaler Ungleichheit in Migrationsgesellschaften aus soziologischer und interdisziplinär-sozial und kulturwissenschaftlicher Perspektive zum Thema. Ziel der Beiträge dieses Heftes istes, einige folgenreiche Auslassungen und verkürzte Aufmerksamkeiten im heterogenen Forschungsfeld der Migrationsforschung – die Unterbelichtung von Geschlecht und Sexualität, die Vernachlässigung intersektionaler Ungleichheiten in Migrationsgesellschaften,die eurozentristische Voreingenommenheit, die Ausblendung der Handlungsfähigkeit („agency“) von MigrantInnen, die Befangenheit im methodologischen Nationalismus sowie die Verdrängung von Migration aus dem kollektiven Gedächtnis – zu zeigen und zu bearbeiten.

Mit Beiträgen von:
Marcel Amoser, Maria do Mar Castro Varela, Yeşim Çetingök, Nikita  Dhawan, Laura Fuchs-Eisner, Sabine Gatt, Melanie Hamen, Kerstin Hazibar, Gerhard Hetfleisch, Christina Hollomey-Gasser, Sabrina Luimpöck, Gergana Mineva, Max Preglau, Michaela Ralser,Verena Sauermann, Elisabeth Scheibelhofer, Erol Yıldız

Herausgegeben von:
Sabine Gatt, Kerstin Hazibar, Verena Sauermann, Max Preglau, Michaela Ralser

 

Innsbrucker Gender Lectures
49. Innsbrucker Gender Lecture

Teil der Veranstaltungsreihe: Die Dynamik der gegenwärtigen Rechten/ The Dynamics of the Contemporary Far Right LINK
Anti-gender movements in Europe: possible interpretation frameworks and strategies
Andrea Peto, Department of Gender Studies, CEU Budapest

Kommentar: Claudia Globisch, Institut für Soziologie
Moderation: Max Preglau, Institut für Soziologie

Dienstag, 9. Mai 2017
19:00, Hörsaal 2, Erdgeschoss, SOWI, Universitätsstraße 15 (IBK)

Abstract/CV IN KÜRZE

The talk is analysing the state of anti-gender movements in Europe, assessing the Impacts of Counter strategies by progressive actors. It argues that anti-gender movements are a new phenomenon in European politics which require new methods to study and different Counter strategies from progressive forces.

Andrea Peto is a Professor at the Department of Gender Studies at Central European University in Budapest, Hungary, a Doctor of Science of Hungarian Academy of Sciences. She has been a guest professor at the universities of Toronto, Buenos Aires, Novi Sad, Stockholm and Frankfurt. Her recent book is co-edited with Ayse Gül Altinay: Gendered Wars, Gendered Memories. Feminist Conversations of War, Genocide and Political Violence, Routledge, 2016. She serves as an associate Editor for the European Journal of Women´s Studies. Shie contributed to the book: Gender as Symbolic Glue. The Position and Role of Conservative and Far Right Partiesin the Anti-Gender Mobilisation in Europe eds. Eszter Kovats, Maari Poim, FEPS, FES, Brussels, 2015. Downloadable: http://library.fes.de/pdf-files/bueros/budapest/11382.pdf

 

Ambivalenzen der Selbstsorge. Feministische Perspektiven
Wissenschaftliche Fachtagung des Forschungsnetzwerkes Gender, Care & Justice

Interfakultäre Forschungsplattform Geschlechterforschung, Universität Innsbruck
Fr, 24. Februar 2017

-> NACHHÖREN & NACHLESEN  IN KÜRZE


Begrüßung: Nikita Dhawan (Universität Innsbruck), LRin Christine Baur (Land Tirol), Maria Wolf (Universität Innsbruck)
Referentinnen: Alexandra Rau (Evangelische Hochschule Darmstadt), Tove Soiland (Hochschule Ludwigshafen), Susanne Völker (Universität zu Köln)


Burnout, Zeitverluste, Beschleunigung, Erschöpfung .... In Medien, Politik und Wissenschaften werden Folgen der neoliberalen Transformationsprozesse am Arbeitsmarkt auf die Menschen kritisiert. Unbezahlte Sorgearbeit der Frauen für andere ist nach wie vor die heimliche Ressource im Generationen- und Geschlechtervertrag unserer Gesellschaft. Aber wer sorgt für die Frauen? Mehr noch, sorgen Frauen für sich selbst?
Bei der Tagung werden Ambivalenzen der „Selbstsorge“ theoretisch diskutiert. Dabei wird auf Diskurse zur „Selbstsorge“ in der Alten und Neuen Frauenbewegung und in der Frauen- und Geschlechterforschung, auf die Begriffs- und Wissensgeschichte der „Selbstsorge“ in der Feministischen Theorie, sowie auf das post­strukturalistische Konzept der Gouvernementalität / Regierbarkeit Bezug genommen.
Die Problemgeschichte der Thematisierung von Selbstsorge wird nachgezeichnet, in der „Selbstsorge“ als neue (alte) Soziale Frage angesprochen wird. Es wird gefragt, weshalb, wie und wozu wir heute über Selbstsorge sprechen. Problematisiert werden dabei der Hintergrund der Prekarisierung von Selbstsorge in der Gegenwart und die sie hervorbringenden Arbeits- und Lebensverhältnisse. Handelt es sich um ein neues Phänomen oder um eine historische Wiederkehr?
Nicht zuletzt werden auch Praxen der Selbstsorge in diversen – auch alternativen – Arbeits- und Lebenskontexten in den Blick genommen. Ambivalenzen von „Selbstsorge oder/versus Selbsttechnologie“, „Selbstoptimierung“ oder/versus „Recht auf Faulheit“, „Individualisierung oder/versus Kollektivierung“, „Selbstveränderung oder/versus Gesellschaftsveränderung“ werden diskutiert.
Die Tagung zielt auf die Artikulierung und Weiterentwicklung feministischer Perspektiven im Feld der Careforschung.