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Interfakultäre Forschungsplattform Geschlechterforschung:
Identitäten - Diskurse - Transformationen

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In den letzten Jahrzehnten hat sich im Bereich der universitären und außeruniversitären Forschung und Lehre ein Bereich Geschlechterforschung und Gender Studies entwickelt, in dem Geschlechterdiskurse, -verhältnisse und -identitäten in disziplinären, interdisziplinären und transdisziplinären Kontexten und in kritischer Absicht zum Gegenstand historischer und empirischer Analysen, dekonstruktivistischer Lektüre und/oder normativ-emanzipativer Reflexion gemacht werden.  

DIE FORSCHUNGSPLATTFORM GESCHLECHTERFORSCHUNG NIMMT STELLUNG

Die FORSCHUNGSPLATTFORM GESCHLECHTERFORSCHUNG lehnt jede Form von individueller und struktureller Diskriminierung und Benachteiligung ab. Das betrifft insbesondere Diskriminierungen und Benachteiligungen auf Grund von Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung, weltanschaulicher, religiöser, ethnischer oder nationaler Zugehörigkeit sowie sozialer Klasse. Die Forschungsplattform Geschlechterforschung setzt sich aktiv für eine diskriminierungsfreie und barrierefreie Gesellschaft ein, die eine freie Entfaltung und Partizipation ihrer Mitglieder ermöglicht. 


NEWS & VERANSTALTUNGEN

NEU:  Doktoratskolleg der FP Geschlechterforschung:
            Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation:
            Räume - Relationen - Repräsentationen

Sprecherin:
Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Maria A. Wolf, Institut für Erziehungswissenschaft

Stellvertretende Sprecherinnen:
Assoz. Univ.-Prof. Dr. Christina Antenhofer, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
Ao. Univ.-Prof. Dr. Veronika Eberharter, Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und –geschichte

  DE: https://www.uibk.ac.at/forschung/profilbildung/dk_geschlecht_und_geschlechterverhaeltnisse.html.de 

EN: https://www.uibk.ac.at/forschung/profilbildung/dk_geschlecht_und_geschlechterverhaeltnisse.html.en

  NEU: Forschungszentrum Medical Humanities

mehr Informationen in Kürze!

 

Innsbrucker Gender Lectures
                                                                JUBILÄUMSFEIER
                                                      50. Innsbrucker Gender Lecture


Teil der Veranstaltungsreihe "Sexismus, Rassismus, Homophobie" des Vereins Netzwerk Geschlechterforschung
Grab`em by the Pussy and Michelle Obamas Arme. Soziologische Überlegungen zur intersektionalen Biopolitik eines neuen Kulturkampfes
Paula-Irene Villa, Professorin am Institut für Soziologie/Gender-Studies, Ludwig-Maximilians Universität München

Kommentar: LRin Christine Baur, Landesrätin für Frauen und Soziales, Land Tirol
Moderation: Nikita Dhawan, Sprecherin der FP Geschlechterforschung, Universität Innsbruck

Dienstag, 27. Juni 2017
19:00, Hörsaal 1, Erdgeschoss, SOWI, Universitätsstraße 15 (Ibk)

Im Anschluss wird ein reichhaltiges Buffet mit Getränken für alle anlässlich der Jubiläumsfeier vor dem Hörsaal angeboten!

Abstract/CV

Der Vortrag will die biopolitischen - genauer: somatischen - Seiten der zwei politischen Kulturen ausleuchten, die sich in den USA, aber auch in Europa, in den Obama- und Trump-Regierungen gewissermaßen zeigen. An Michelle Obamas Armen lässt sich nach Paula-Irene Villa der Versuch nachvollziehen, eine eigentlich unmögliche, von Monstrositäten bedrohte intersektionale politische Sichtbarkeit zu navigieren. An Trumps Performance lässt sich wiederum die Aufwertung und Legitimierung einer ,toxic masculinity´ diskutieren, deren auch politische Rhetorik einer Eroberungs- und Siegeslogik folgt.

Der Vortrag befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Politik im Allgemeinen und Körperpolitiken im Besonderen. Von der These ausgehend, dass sich die sehr unterschiedlichen politischen Programme auch in ästhetischen Stilen zeigen, wird dies an konkreten Beispielen diskutiert: Zum einen die Oberarme von Michelle Obama, zum anderen die Siegerposen von Trump. Der Vortrag wendet das analytische Besteck der intersektionalen Gender-Analyse am Material an, um sich unter anderem mit ´monströsen schwarzen Frauen´ und ´toxic masculinity´ auseinander zu setzen.

Paula-Irene Villa ist Professorin am Institut für Soziologie, LMU München. Sie ist im Vorstand der Deutschen Gesellschaft f. Soziologie/ DGS und Ko-Sprecherin ForGenderCare (http://www.forgendercare.de/home/) sowie im VW-Forschungsverbund "Ernährung, Gesundheit und Soziale Ordnung in der Moderne, USA/D" (http://www.ego.soziologie.uni-muenchen.de/index.html). Aktuelle Publikationen: Villa, Paula-Irene & Schadler, Cornelia (2015): Becoming with Things - Heft der Zeitschrift Body Politics. Zeitschrift für Körpergeschichte. Heft 6 - Jahrgang 3 (2015). Villa, Paula-Irene (2016): Dingliche Menschen - menschliche Dinge. Interview in Zeithistorische Forschungen 3/2016 (http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2016/id=5403)