‚Emanzipation bedeutet die Befreiung von psychischen Zwängen‘
Nora Ruck, Vera Luckgei, Barbara Rothmüller


Abstract

Im Rahmen des Forschungsprojekts „The Psychological is Political“ beschäftigen wir uns mit der Entstehung und Entwicklung feministischer Psychologie in Wien im Zeitraum zwischen 1972 und 2000. Wir fragen nach den Verbindungslinien zwischen der Zweiten Frauenbewegung bzw. politischem Aktivismus, institutionalisierter feministisch psychologischer Praxis und feministischer Psychologie am Psychologischen Institut der Universität Wien und danach wie diese drei Bereiche miteinander in Beziehung stehen.
Besonderes Interesse gilt den Bedingungen, welche die feministisch psychologische Wissensproduktion und ‑weitergabe sowie feministisch psychologische Praxis möglich machten bzw. behinderten. Archivrecherchen und Oral History Interviews stellen die methodische Grundlage für das Forschungsprojekt dar.
In diesem Beitrag werden wir unseren Fragen anhand der ersten österreichischen Frauenberatungsstelle „Frauen beraten Frauen“ nachgehen. Auf welche VordenkerInnen, praktischen und theoretischen Ansätze bezogen sich die psycho-sozialen Beraterinnen? Welches Wissen wurde hervorgebracht und was ist mit dem Wissen passiert? Wie hat es die psychologische Praxis und akademische Psychologie beeinflusst? Ein kurzer Blick auf den nordamerikanischen Raum, in dem feministische Psychologie im Gegensatz zu Österreich einen festen Platz innerhalb der Psychologie einnimmt, soll dabei als Vergleichshorizont dienen.

 

zu den Personen

Nora Ruck, Assistenzprofessorin an der Sigmund Freud Universität Wien, Projektleiterin des FWF Projekts „The Psychological is Political. A recent history of feminist psychology in Vienna, 1972-2000“.

Vera Luckgei, Psychologin, hat 2018 ihr Studium mit der Masterarbeit „Feministische Psychologie in Wien“ abgeschlossen. Derzeit arbeitet sie im Forschungsprojekt „The Psychological is Political“.

Barbara Rothmüller, Soziologin mit Schwerpunkt Geschlechter-, Ungleichheits- und Sexualitätsforschung; Studium in Wien, Luxemburg und Stanford; Mitarbeiterin im Projekt „The Psychological is Political“.

 


Panel 09: Räume des Aktivismus

Zeit: Freitag, 08. November 2019, 09:00-10:30 Uhr
Raum: Kaiser-Leopold-Saal, Karl-Rahner-Platz 3, 1. Stock

 

Veranstaltet von der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung und der FP Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck (CGI) in Kooperation mit dem Büro für Gleichstellung und Gender Studies der Universität Innsbruck.

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