Frauenbewegte Bildungsarbeit in Zeiten von Rechtsruck, autoritärer Wende und rechts-konservativer Frauenpolitik
Monika Jarosch, Elisabeth Gensluckner


Abstract

Damit sich Machtverhältnisse ändern können, braucht es feministische Grundlagenarbeit und ein von vielen Frauen geteiltes gemeinsames Wissen über ökonomische, soziale, politische Verhältnisse, das zum gemeinsamen Handeln ermutigt.
Auch außeruniversitäre Räume feministischer Bildungsarbeit schaffen eine wichtige Basis für die Analyse gesellschaftspolitisch relevanter Problematiken und tragen zur Politisierung von Machtverhältnissen bei. Im Zuge der Zweiten Frauenbewegung hat sich in Österreich ein Netzwerk feministischer Einrichtungen in der (außeruniversitären) Bildungs- und Kulturarbeit entwickelt, dass angesichts aktueller politischer Entwicklungen mehr denn je gefragt wäre und zugleich – aufgrund politischer Entscheidungen im Bereich der Subventionsvergabe – in seinen Wirkungsmöglichkeiten noch mehr beschränkt und marginalisiert wird. Die erste Welle an Kürzungen und Streichungen von Förderungen im Juni 2018 durch das Frauenministerium der rechtskonservativen Regierung stellt für einige Einrichtungen im Bildungs- und Kulturbereich eine Existenzbedrohung dar, unterschiedliche Strategien des Umgangs mit dieser Entwicklung zeichnen sich ab.
In dem Beitrag möchten wir zur Diskussion stellen, mit welchen Begrenzungen und Herausforderungen einerseits diese Orte feministischer Selbstverständigung, Einmischung und Vermittlung konfrontiert sind und was sie andererseits zur Demokratisierung der Gesellschaft beitragen können (bzw. könnten, wenn sie ausreichend finanziert wären).

 

Zu den Personen

Monika Jarosch, Politikwissenschafterin und Juristin. Herausgeberin der "AEP-Informationen. Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft"; Obfrau im Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft – AEP (Innsbruck).

Elisabeth Gensluckner, Politikwissenschafterin. Wissenschaftliche Mitarbeiterin im D-A-CH-Projekt "Political Literacy in der Migrationsgesellschaft" (Universität Innsbruck), Mitarbeiterin im Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft – AEP.

 


Panel 25: Feministische Erwachsenenbildungsarbeit

Zeit: Samstag, 09. November 2019, 09:30-11:00 Uhr
Raum: Seminarraum 2, Universitätsstraße 15, 1. Stock WEST

 

Veranstaltet von der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung und der FP Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck (CGI) in Kooperation mit dem Büro für Gleichstellung und Gender Studies der Universität Innsbruck.

oeggflogo

 

fp_cgi_logo-rgb

buero-fuer-gleichstellung-und-gender-studies


Nach oben scrollen