Zwischen Identitätspolitik und postmoderner Verweigerung? - Herausforderung (bi)sexueller Identitätskonstruktionen
Renate Baumgartner


Abstract

Die Postmoderne zeichnet sich gesellschaftlich u.a. durch Konsumkapitalismus und einen Pluralismus von Werten und Normen aus. Auf der subjektiven Ebene spricht man von einer erhöhten Selbstreflektivität, einem „Spiel mit Identitäten“ und einem Gefühl der Angst (Bauman 1995). Bisexualität wurde in der Vergangenheit als inhärent postmodern bezeichnet, da der Begriff seit den 1970ern vermehrte Bekanntheit erfahren hat und der Orientierung ein „nicht-entscheiden-wollen“ zugesprochen wird (Storr 1999).
Ausgehend von neun in Österreich durchgeführten narrativen Interviews mit bisexuellen* Frauen* soll analysiert werden, wie die Teilnehmenden ihre sexuelle Identität konstruieren. Soziologische Theorien zur Identitätskonstruktion in der Postmoderne werden als Interpretationsfolie herangezogen. Die Teilnehmenden bewegen sich in ihren sexuellen Identitätskonstruktionen zwischen Selbstanspruch, Verweigerung und Scheitern. Außensicht, Selbstreflektion und moralische Ansprüche bleiben dabei immer präsent.

 

Zur Person

Mag.a Dr.in Renate Baumgartner (Eberhard Karls Universität Tübingen). Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Post-Doc) am Zentrum für Gender- und Diversitätsforschung der Eberhard Karls Universität Tübingen und Gastwissenschaftlerin am Institut für Bildungswissenschaften der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte Sexualität_en und Gender sowie Gender und Diversität in den Natur- und Lebenswissenschaften.

 


Panel 02: Postmoderne Konstruktionen von Identitäten und sexuellen Rechten

Zeit: Donnerstag, 07. November 2019, 14:30-16:00 Uhr
Raum: Kaiser-Leopold-Saal, Karl-Rahner-Platz 3, 1. Stock

 

Veranstaltet von der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung und der FP Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck (CGI) in Kooperation mit dem Büro für Gleichstellung und Gender Studies der Universität Innsbruck.

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