Zum Anders Werden (in) der Institution: Grenzen der transformativen Handlungsmacht von universitären Gleichstellungsdokumenten
Lisa Appiano


Abstract

In welcher Weise können Gleichstellungsdokumente universitäre Räume verändern? Welche Möglichkeiten transformierenden Handelns eröffnen sie und an welche Grenzen stoßen sie? In ihrem Text You end up doing the documents rather than doing the doing zeichnet Sara Ahmed den Entstehungsprozess von Gleichstellungsdokumenten im Zuge von race equality Maßnahmen an Universitäten in Großbritannien nach und kritisiert, dass die untersuchten Universitäten tatsächliches Handeln (doing the doing) umgehen, indem sie bereits die Erstellung von Richtliniendokumenten als Handlung klassifizieren (doing the documents).
Vor diesem mit Ahmed skizzierten Problemaufriss wird der Beitrag die Frage diskutieren, welche Modi der Setzung diesen Dokumenten expliziter Normsetzung entgehen, wenn sie nicht die Wirkung erzielen, die sie beabsichtigen bzw. daran scheitern umzusetzen, was sie deklarieren? Dabei soll nicht die Errichtung von Gleichstellungsdokumenten in Frage gestellt werden, sondern ihr Status als Handlung der Normsetzung beleuchtet werden. Welchen Bezug unterhalten Gleichstellungsdokumente zur performativen Dimension der Sprache und wie kann dieser Bezug einen konstitutiv hervorbringenden Moment von Setzung ermöglichen, das einem Anders Werden in und der Institution Raum gibt?

 

Zur Person

Mag.a Lisa Appiano. Philosophin und Genderforscherin, Abteilung Gleichstellung und Diversität der Universität Wien.

 


Panel 23: Anders Werden - diesseits und jenseits der Institutionen

Zeit: Samstag, 09. November 2019, 09:30-11:00 Uhr
Raum: Hörsaal 3, Universitätsstraße 15, EG OST

 

Veranstaltet von der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung und der FP Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck (CGI) in Kooperation mit dem Büro für Gleichstellung und Gender Studies der Universität Innsbruck.

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