"Relationen" im Bildungssetting Gender Inclusive denken
Elisabeth Eder


Abstract

Repräsentationen von Familie gestalten sich historisch und kulturell unterschiedlich. Wird in Bildungsinstitutionen mit vorgezeichneten Bildern von Familie gearbeitet, hat dies oft eine gewaltvolle und/oder exkludierende Wirkung. Viele Bildungsbeteiligte können sich in den traditionell angebotenen, vorgefertigten Bildern nicht wiederfinden. Die Reproduktion hegemonialer Bilder stärkt Menschen, die diesen Bildern eher entsprechen können oder wollen und bringt andere in marginalisierte Positionen. Zentral für die Idee eines "sicheren Raumes" ist es, dass sich alle Personen darin bewegen können ohne Gewalt ausgesetzt zu sein. (Bramberger, 2019, 3)
Die Kategorie Geschlecht spielt in der Thematik Familie/Beziehung eine bedeutende Rolle. Wie kann im Bildungssetting ein Raum hergestellt werden, der im Umgang mit dem Thema eine sichere Struktur anbietet?
Im Vortrag soll der von Karen Barad geprägte Begriff der Intraaktion, sowie das Modell der Deliberativen Demokratie von Seyla Benhabib vorgestellt werden.
Werden die beiden theoretischen Modelle auf ein Bildungssetting übertragen, ergibt sich für die Generierung von Wissen eine neue Perspektive. Darstellungen von Geschlecht werden offen und beweglich, und doch verbindlich gehalten. Familienbilder werden in einem gemeinsamen Prozess hergestellt. Identitäten werden in dieser Intraaktion konstituiert und erlangen dadurch ihre Bedeutung.
Im Vortrag soll ein konkretes Beispiel vorgestellt werden, das darauf abzielt, im Bildungssetting das Thema Beziehung – konkret: Beziehung in Familien – in einem egalitären Prozess auszuhandeln.

 

Zur Person

Elisabeth M. Eder. Assistentin der Professur für Geschlechterpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Salzburg; Dissertantin an der Universität Innsbruck, Fachbereich Erziehungswissenschaften/ Universität Fribourg.
Elisabeth Eder ist Assistentin im Bereich der Allgemeinen Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Geschlechterpädagogik. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte umfassen Geschlechterstudien und Interaktionstheorien.

 


Panel19: Gender & Diversity in (Hochschul-)Bildung

Zeit: Freitag, 08. November 2019, 14:00-16:00 Uhr
Raum: Hörsaal 3, Universitätsstraße 15, EG OST

 

Veranstaltet von der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung und der FP Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck (CGI) in Kooperation mit dem Büro für Gleichstellung und Gender Studies der Universität Innsbruck.

oeggflogo

 

fp_cgi_logo-rgb

buero-fuer-gleichstellung-und-gender-studies


Nach oben scrollen