Jugend in Zeiten von Krisen
Österreichische Jugendforschungstagung 2023


Keynotes

Keynote 1

Donnerstag, 22. Juni 2023, 14:15-15:15 Uhr, Kaiser-Leopold-Saal, Theologie (2. Stock)

Univ.-Prof.in Dr.in Dr.in Christiane Spiel, Universität Wien:

"Die Covid-19 Krise und ihre Auswirkungen auf Jugendliche"

Moderation: Ass.-Prof.in. Dr.in Gabriela Gniewosz

In Folge der COVID-19 Pandemie wurden in Österreich mehr als 1,1 Million Schüler*innen unvorbereitet auf Home-Learning umgestellt. Wie dies gelungen ist, haben wir in einem Forschungsprojekt untersucht. Die Ergebnisse der fünf Erhebungen bei Schüler*innen belegten insgesamt die hohe Bedeutung der psychologischen Grundbedürfnisse nach Kompetenzerleben, Autonomie und sozialer Eingebundenheit für Wohlbefinden und Lernmotivation. Ebenso zeigten sie die Bedeutung der Selbstorganisation für die erfolgreiche Bewältigung der Aufgaben. Der lange Lockdown belastete insbesondere Schüler*innen im Jugendalter.
Im Vortrag wird ausgehend von den Zielen und Aufgaben von Bildung ein kurzer Überblick über die zentralen Ergebnisse des gesamten Projekts gegeben. Differenzierter werden die Ergebnisse der fünften Erhebung mit Fokus auf Jugendliche vorgestellt. Abschließend werden Empfehlungen für die Bildung von morgen abgeleitet.


Keynote 2 - Jubiläumsvortrag

Donnerstag, 22. Juni 2023, 19:00-20:00 Uhr, Kaiser-Leopold-Saal, Theologie (2. Stock)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Helmut Fend, Universität Zürich:
"Von der Jugendzeit ins Erwachsenenalter: Lebensverläufe als Bildungsprozesse und Beziehungsgeschichten im Wandel der Generationen"

Moderation: Univ.-Prof. Dr. Alfred Berger

In den letzten fünfzig Jahren hat sich ein Forschungszweig entwickelt, der sich mit dem beschäftigt, was uns am nächsten liegt: mit dem Lebenslauf. Das tut auch die LifE-Studie, die Lebensverläufe vom zwölften bis zum fünfundvierzigsten Lebensjahr beobachtet hat und auch über drei Generationen die Weitergabe des Lebens erforscht. Bildungs- und Berufsverläufe markieren nach ihr die äußere Lebensgeschichte ebenso wie die Beziehungsgeschichten, die jeder Mensch durchläuft. Wie stark bestimmt Bildung den Lebensverlauf und die Lebensführung im Erwachsenenalter? Wie sehr dringen Beziehungserfahrungen in das Innere des Menschen? Diesen Fragen wird im Vortrag nachgegangen. Über Generationen hinweg drängt sich die Frage auf, wie sehr die ältere Generation das Schicksal der jüngeren mitbestimmt und wie groß von Generation zu Generation die Chancen des Neubeginns sind.


Keynote 3

Freitag, 23. Juni 2023, 10:30-11:30 Uhr, Kaiser-Leopold-Saal, Theologie (2. Stock)

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Universität Hildesheim:
"Jugend ermöglichen und ermächtigen in Zeiten von Krisen"

Moderation: Univ.-Ass. Mag. Wolfgang Hagleitner


Keynote 4

Freitag, 23. Juni 2023, 17:30-18:30 Uhr, Kaiser-Leopold-Saal, Theologie (2. Stock)

Dr.in Reingard Spannring & Priv.-Doz.in Mag.a Dr.in phil. Natalia Wächter, Universitäten Innsbruck & Universität Graz:
"Jugendforschung in Zeiten von Umwelt- und Klimakrisen"

Moderation: Univ.-Ass. Guido Thaler, MA, PhD

Ausgehend von einem Film, den Studierende gemeinsam mit Jugendlichen produziert haben, stellen wir die Frage nach Agency aus handlungstheoretischer und systemtheoretischer Perspektive. Wir beginnen mit der weltweiten Welle politischer Agency, den Fridays for Future Schulstreiks und empirischen Ergebnissen, inwiefern sich in der österreichischen und deutschen Bewegung engagierte Jugendliche in umweltpolitischen Fragen als handlungswirksam begreifen und welche Grenzen sie in ihrer Agency erfahren. In einem zweiten Schritt diskutieren wir Handlungsfähigkeit unter den Bedingungen ko-konstitutiver menschlicher und nicht-menschlicher Systeme bzw. komplexer und dynamischer biosozialer Zusammenhänge.


Keynote 5

Samstag, 24. Juni 2023, 12:30 – 13:30 Uhr, Kaiser-Leopold-Saal, Theologie (2. Stock)

Univ.- Prof.in Dr.in Dagmar Hoffmann, Universität Siegen:
"Politische Teilhabe - Zur Sozialisationsrelevanz digitaler Medienpraktiken im Jugendalter"

Moderation: HS-Prof.in Dr.in Gudrun Quenzel

Wie wird ein Mensch zu einem politisch interessierten und handelnden Individuum über die ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten des ‚Civic Web‘? Welche Potenziale bieten welche digitalen Infrastrukturen und welche Formen politischer Teilhabe sind für Heranwachsende von Alltags- respektive Sozialisationsrelevanz? Zu fragen ist, welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit vor allem langfristig junge Menschen sich im und über das Netz politisch beteiligen und engagieren. Diesen Fragen wird aus einer jugend- und mediensoziologischen Perspektive anhand ausgewählter Medienpraktiken, ihren Folgen und Ambivalenzen nachgegangen. Nicht zuletzt sind die Bedingungen zu diskutieren, die Partizipation und ein politisches Engagement fördern oder auch behindern.


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