Die Winkelharfe aus Fritzens-Pirchboden

Rekonstruktion des Instruments

Werkzeuge

Die Fundstelle Sanzeno liefert den besten Fundus an rätischen Werkzeugen. Für die gröberen Holzarbeiten, beispielsweise zum Zurichten und Aushöhlen des Korpus, standen verschiedene Drechseln, Hohleisen, Tüllenmeißel und Raspeln zur Verfügung.

Eine feinere Arbeiten war das Bohren, mit dem beispielsweise die Löchern zur Befestigung der einzelnen Elemente, aber auch Kreisaugen zur Verzierung der Geweihoberfläche gefertigt wurden. Bohren ist eine sehr alte Technik und entwickelte sich höchstwahrscheinlich aus der Feuerherstellung mittels Reibung. Wesentlich langsamere Drehbewegungen zur Herstellung eines Loches sind mit einfachen Handbohrern möglich, wie hier der Experimentalarchäologe Wolfgang Lobisser demonstriert.

Beschleunigt werden kann der Bohrvorgang durch einen Drillbohrer oder einen Fiedelbohrer, der mit verschiedenen Einsätzen bestückt werden kann. Zum Herstellen von Kreisaugen verwendete man einen Dreizink wie den aus dem Heiligtum bei Farchant (D, Garmisch-Patenkirchen).

Feuerbohrer, Aufnahme Ulrike Töchterle

Fiedelbohrer, Aufnahme Ulrike Töchterle

 

 

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