Woche der Vielfalt

In der Zeit von Montag, 15. bis Samstag, 20. Juni 2026 legt die Universität Innsbruck auch heuer wieder einen besonderen Schwerpunkt auf das Thema Diversität und macht diese nach innen wie auch nach außen hin sichtbar.

Vielfalt erleben

In der Woche der Vielfalt beleuchten viele Wissenschaftler*innen in ihren Lehrveranstaltungen die Vielfalt der Ideen, Theorien und Arbeitsweisen im jeweiligen Fach.

Darüber hinaus lädt die Universität alle Interessierten zu Lesungen, Diskussionen und Filmen ein. Die Vielfalt unserer Stadt und auch unserer Universität soll so sichtbar, erlebbar und erfahrbar werden.

Höhepunkt der Woche ist das Fest der Vielfalt, am 20. Juni 2026, von 11:00 bis 20:00 Uhr. Hier erwartet die Besucher*innen ein vielfältiges und buntes Programm rund um das Volkskunstmuseum.

Programm

Montag, 15. Juni 2026

121 Minuten, OmU, FSK ab 12 freigegeben

John Davidson (Scott Ellis Watson) wächst in einer schottischen Kleinstadt Anfang der 1980er Jahre auf und entwickelt mit zwölf Jahren ausgeprägte Nerventicks. Was erst Jahre später als Tourette-Syndrom diagnostiziert wird, bestimmt fortan seinen Alltag. Weder im schulischen Umfeld noch im eigenen Zuhause gelten die unkontrollierten Bewegungen und spontanen Ausrufe als medizinische Symptome, stattdessen reagiert man mit Spott oder Strafen. Rund 15 Jahre später lebt John (Robert Aramayo) noch immer bei seiner Mutter (Shirley Henderson) und kämpft mit den Nebenwirkungen starker Medikamente. Eine zufällige Begegnung mit seinem früheren Klassenkameraden Murray sowie dessen Mutter Dottie (Maxine Peake) verändert seine Situation. Als Krankenschwester begegnet sie ihm mit Verständnis, nimmt ihn in ihre Familie auf und vermittelt ihm eine Anstellung als Assistent des Hausmeisters Tommy (Peter Mullan) im örtlichen Gemeindezentrum. Zwischen den beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft, durch die John schrittweise mehr Zuversicht gewinnt und beginnt, seinen eigenen Weg zu gehen.

https://www.youtube.com/watch?v=7sGEKqb3Rr0&t=1s

Kostenlos und ohne Anmeldung

Leokino, Anichstraße 36

Dienstag, 16. Juni 2026

121 Minuten, FSK ab 12 freigegeben

John Davidson (Scott Ellis Watson) wächst in einer schottischen Kleinstadt Anfang der 1980er Jahre auf und entwickelt mit zwölf Jahren ausgeprägte Nerventicks. Was erst Jahre später als Tourette-Syndrom diagnostiziert wird, bestimmt fortan seinen Alltag. Weder im schulischen Umfeld noch im eigenen Zuhause gelten die unkontrollierten Bewegungen und spontanen Ausrufe als medizinische Symptome, stattdessen reagiert man mit Spott oder Strafen. Rund 15 Jahre später lebt John (Robert Aramayo) noch immer bei seiner Mutter (Shirley Henderson) und kämpft mit den Nebenwirkungen starker Medikamente. Eine zufällige Begegnung mit seinem früheren Klassenkameraden Murray sowie dessen Mutter Dottie (Maxine Peake) verändert seine Situation. Als Krankenschwester begegnet sie ihm mit Verständnis, nimmt ihn in ihre Familie auf und vermittelt ihm eine Anstellung als Assistent des Hausmeisters Tommy (Peter Mullan) im örtlichen Gemeindezentrum. Zwischen den beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft, durch die John schrittweise mehr Zuversicht gewinnt und beginnt, seinen eigenen Weg zu gehen.

https://www.youtube.com/watch?v=7sGEKqb3Rr0&t=1s

Kostenlos

Bitte um Anmeldung mit Schüler:innenzahl & Anzahl Begleitperson(en) hier: wive@uibk.ac.at

Leokino, Anichstraße 36

Mittwoch, 17. Juni 2026

Sexualisierte Gewalt im sozialen Nahraum ist weit verbreitet und bleibt doch oft unsichtbar und wird verschwiegen.

Vorgestellt wird ein Buch, das auf einer sozialwissenschaftlichen Studie basiert: In anonymisierten Interviews berichten Menschen über sexualisierte Gewalt in Südtirol in Familien, Schulen, Vereinen, Kirchen und am Arbeitsplatz. Ihre Perspektiven zeigen, welche gesellschaftlichen Bedingungen Gewalt begünstigen, Schweigen fördern und was es für Aufarbeitung und Prävention braucht.

Die Autorinnen Julia Ganterer, Gundula Ludwig und Laura Volgger (Universität Innsbruck) sprechen darüber mit Nicola Werdenigg, die sich seit Jahren gegen sexualisierte Gewalt im Spitzensport einsetzt.

https://www.uibk.ac.at/de/geschlechterforschung/projekte/sexualisierte-gewalt-in-sudtirol/

zur Veranstaltungsseite

 Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Donnerstag, 18. Juni 2026

INNklusion gibt Einblicke in praxisnahe Assistenzlösungen, die im interdisziplinären Austausch mit und für Menschen mit Behinderungen entwickelt werden. Im Rahmen der Pop-Up Uni zeigen wir dir, wie Inklusion, Barrierefreiheit und konkrete Ideen im Alltag zusammenwirken. In Zusammenarbeit mit dem Volkskunstmuseum geben wir auch Einblicke in das barrierearme 3-D-Relief und zeigen, wie kulturelle Inhalte taktil erfahrbar gemacht werden können.

Ort: Vor der Hofkirche

Buchvorstellung und -Gespräch

Buchhandlung liber wiederin, Erlerstraße 6/13

Gerhild Pfister, 48, ist Facebook-Queen. Und sie ist kein besonders guter Mensch. Als feministische Leiterin ihres digitalen Salons und gefürchtete Onlinespötterin propagiert die gescheiterte Künstlerin die totale Social-Media-Existenz. Doch Gerhild hat Krebs und muss bald sterben. Im Wissen, dass ihr Facebook kein Denkmal setzen wird, wirbelt sie noch einmal so viel digitalen Staub auf wie möglich – bestraft, belohnt, empowert, kastriert. Durch die unverhoffte Liebesaffäre mit dem Paketzusteller Haydar schlägt ihr Leben jedoch auf analogem Boden auf und bringt ihre – mit Hilfe von allerlei psychotropen Drogen stabilisierte – „Sterbe-Souveränität“ ins Wanken. Als Haydar verschwindet und sich die Indizien mehren, dass er von seinem Chef ermordet wurde, sinnt sie auf Rache. Doch die Rache misslingt, was ihr wider Erwarten eine neue Karriere verschafft, und dem Roman einen turbulenten wie ungewöhnlichen Showdown …

Bildungs- oder Schelmenroman, Comédie humaine, Social-Media-Satire, oder existenzialistischer Sittenspiegel, Drogen-Prosa, LSD-Porno, Sozialreportage, Persiflage auf die Linke, Burleske … viele Schichten überlagern sich in Richard Schuberths jüngstem Roman, der – wie die begeisterten Reaktionen zeigten – in seinen Lesern und Leserinnen ordentlich umrührt …

„,Der Paketzusteller’ ist das geilste Stück Belletristik, das mir seit langem untergekommen ist.“
-Fritz Ostermayer, Im Sumpf

… eines der ungewöhnlichsten und kompromisslosesten Bücher des Jahres.
-Olja Alvir, Der Standard

„Wortgewaltig und spielerisch nutzt der Autor die Sprache – verdreht, überzeichnet und mit einem bewusst frivolen Unterton.“
-Anne Lemberger, DorfZeitung

„Ein richtig guter Roman.“
-Corinna Milborn, Erklär mir die Welt

Info & weitere Rezensionssplitter:

https://richard-schuberth.com/buecher/der-paketzusteller-2025/

Campus Innrain, GEIWI Vorplatz

Programm folgt

Flyer (pdf) Projektbeschreibung (pdf)

Freitag, 19. Juni 2026

Samstag, 20. Juni 2026

12:00 – 20:00 Uhr, Tiroler Volkskunstmuseum, Uninersitätsstraße 2

Programm folgt

Woche der Vielfalt in der Lehre

Universität ist und lebt von Vielfalt

Diesen Satz aus ihrem Leitbild nimmt die Universität Innsbruck zum Anlass, in der „Woche der Vielfalt“ von Dienstag, 10. Juni, bis Samstag, 14. Juni, die Vielfalt an sozialen und ethnischen Herkünften, Geschlechtern, Kulturen und Lebensentwürfen der Uni-Angehörigen sichtbar zu machen.

Wissenschaftler:innen beleuchten in der Woche der Vielfalt in ihren Lehrveranstaltungen für ihre Student:innen die Vielfalt der Ideen, Theorien und Arbeitsweisen im jeweiligen Fach:

Jana Kesenheimer

SE Seminar zur Grundlagen- und Anwendungsvertiefung: Forschungsfragen der Umweltpsychologie

Wir werden in der Woche der Vielfalt das Thema soziale Klimawandelungerechtigkeit aus einer psychologischen Perspektive behandeln. Welche Minoritäten gibt es, gesellschaftlich, die aus psychologischer Sicht besonders unter den Folgen des Klimawandels leiden? Wie können (psychologische) Interventionen aussehen?

Matthias Gondan-Rochon

Statistik 2: Propensity score matching

Wir überlegen uns, wie wir die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen berechnen, was ist überhaupt ein fairer Vergleich und warum finden es die meisten Leute okay, dass Ingenieure mehr verdienen als Kindergärtner:innen?

Thanyalak Ubonsiri

Biases in Platform Markets

Raising awareness of the existence and impact of biases and discrimination on digital platforms and understanding how thoughtful design choices can be intentionally used to mitigate, reduce, and prevent such biases and discriminatory practices in digital environments.

Pia Andreatta

SE Spezielle Kommunikations- und Handlungskompetenzen 2 (LV-Nummer:103646)

„Vielfalt in der Krise – Notfallpädagogik als diversitätssensible Praxis“
Lernziele: Die Studierenden …

  • erkennen, wie Diversität Krisenerleben und -verarbeitung beeinflusst
  • reflektieren ihre pädagogische Rolle in akuten und nachgelagerten Krisen
  • entwickeln kommunikative Handlungssicherheit, ohne zu therapieren
  • verstehen Notfallpädagogik als Haltung, nicht nur als Methodenset

ich möchte mich - dann - am 17. Juni ausschließlich mit diesem Fokus befassen

Frank Welz

VO Soziologische Perspektiven und Denkweisen 2: Themen der Gegenwartsgesellschaft

Diversität und Vielfalt aus soziologischer Perspektive. Die Vorlesung nutzt Foucaults Konzept der neoliberalen Gouvernementalität, um zu analysieren, wie Diversität ermöglicht – und gleichzeitig unsere frühere Orientierung an Gleichheit zugunsten von Vielfalt verschoben wird.

Judith Goetz

622028 SE Fachwissenschaftliche Vertiefung: Politische Bildung: Geschlechterreflektierte Politische Bildung

Die Studierenden setzen sich intensiv und kritisch mit den theoretischen Grundlagen einer geschlechterreflektierten und intersektionalen politischen Bildung auseinander.  Diversität fungiert dabei als zentrales analytisches Konzept, das die Vielfalt von Lebens‑ und Liebensweisen sichtbar macht und in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung erfahrbar werden lässt.

Der Schwerpunkt des Seminars liegt darüber hinaus auf didaktischen und methodischen Zugängen, die es ermöglichen, Machtverhältnisse, Diskriminierung und soziale Ungleichheiten im Unterricht sichtbar zu machen und handlungsorientiert zu bearbeiten – insbesondere unter Berücksichtigung von Geschlecht, Sexualität und weiteren intersektionalen Kategorien.

Levke Harders

930001 SE Geschichte der Geschlechterverhältnisse: Körper und Geschlecht. Visuelle Geschichte/n des Sports (930003 SE History of Gender Relations: Body and Gender. Visual Histories of Sport (english))

Die Studierenden arbeiten  mit historischen Fotografien zum Thema Sport aus dem Innsbrucker Stadtarchiv, um diese hinsichtlich Körper und Geschlecht zu analysieren. Die Forschungsergebnisse werden in einer Posteraussstellung am Mittwoch, 17.6.2026 um 14h öffentllich präsentiert.

Kordula Schnegg

VO Geschlechterkonzepte - Geschlechtertheorien (MA Geschichte & Interfakultärer MA Gender, Kultur und Sozialer Wandel)

Hinweis: Die Vorlesung findet am Freitag von 10 Uhr 15 bis 11 Uhr 45 im HS 3 / GEIWI statt.

Im Rahmen der Vorlesung werden Geschlechterkonzepte, Geschlechtertheorien, Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen von der Antike bis zur Gegenwart unter Berücksichtigung des jeweiligen historischen Kontextes vorgestellt. Das Wissenschaftsfeld historische Geschlechterforschung wird anhand zentraler Texte und exemplarischer Quellen diskutiert. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf Machtverhältnisse, Geschlechterordnungen und soziale Ungleichheiten gelegt. Im Mittelpunkt der Vorlesung am 19.06. steht das Thema "Gendering und Queering die Antike".

Antonio Salmeri

Dante intermediale - adattamenti della Divina Commedia

Die Studierenden erarbeiten in zwei Einheiten moderne kreative Arbeiten zu Dantes Jenseitsreichen (Inferno, Paradiso und Purgatorio) und stellen diese in der Woche der Viefalt vor. Wenn die Studierenden kreativ arbeiten, könnten sie die Brücke zwischen Dantes Welt und heutigen Diskursen schlagen: Multilinguale Collagen: Dante trifft auf moderne romanische Sprachen. Rewriting aus weiblicher Sicht: Viele Frauen in der Commedia (wie Francesca da Rimini) werden von Dante „gesprochen“. Studierende könnten diesen Figuren durch Creative Writing ihre eigene, diverse Stimme zurückgeben.

Sigrid Moser

628416 SE Islamische Kunst- und Kulturgeschichte

Im Seminar wird auf die Vielfalt islamischer Kunst und Kultur eingegangen, die zeitlich wie geografisch einen weiten Bogen umfasst. Zugleich wird thematisiert, wie im Kontext des Islams mit Diversität umgegangen wurde, was sowohl in Kunst und Kultur, aber auch in Gesellschaft, Recht, Religionspraxis, dem Umgang mit "Anderem" etc. stets Niederschlag fand. 

Das Fest der Vielfalt könnte auch ein Anlass sein, in der Lehrveranstaltung über "beide Seiten" zu reflektieren: Wie wird "im Islam" mit Diverstität umgegangen? Wie wird in unserer Gesellschaft / in Österreich mit "dem Islam/den MuslimInnen" umgegangen?

Vielleicht möchten Studierende in der Lehrveranstaltung eine Präsentation zur kulturellen und künstlerischen Vielfalt erarbeiten, die am Fest der Vielfalt gezeigt wird (der 2. Seminartermin findet am 20./21.6. statt).

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