Karl Rahner Preis

Das Professorium der Katholisch-Theologischen Fakultät an der Universität Innsbruck begründete den Karl Rahner Preis im Jahr 1985. Heute wird der Preis von der Karl-Rahner-Stiftung mit Sitz in München verliehen. Der wissenschaftliche Beirat zur Sichtung eingereichter Arbeiten und zur Erstellung eines Vorschlags hat seinen Sitz nach wie vor in Innsbruck.

Der jährlich ausgeschriebene Preis würdigt herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus den Bereichen christlicher Philosophie und Theologie. Preisgekrönte Arbeiten werden in der Reihe "Innsbrucker Theologische Studien" veröffentlicht. Eine Liste der Preisträgerinnen und Preisträger der letzten Jahre finden sie hier. Die Stiftung behält sich vor, den Preis nicht zu vergeben, sollte in einem Jahr keine preiswürdige Arbeit vorliegen.

Der Preis beinhaltet einen Zuschuss für die Drucklegung in den Innsbrucker Theologischen Studien. Die Veröffentlichung in den Innsbrucker Theologischen Studien ist verpflichtend.

Karl Rahner Preis 2022

Der Karl Rahner Preis 2022 wird an die Linzer Theologin Isabella Bruckner für die Arbeit verliehen:

Gesten des Begehrens. Mystik und Gebet im Ausgang von Michel de Certeau. Dissertation, Linz 2021.

Die Arbeit wird in der intensiver werdenden theologischen Rezeption des komplexen Werkes des französischen Jesuiten eine besondere Bedeutung gewinnen. Es gelingt Isabella Bruckner, das Gesamtwerk aus seinen spirituellen Wurzeln und in seinem Ringen nach einer angemessenen Sprache und Denk-Lebenshaltung aufzuschlüsseln. Dabei kann sie die Bedeutung des Gebets in einer Zeit des Fehlens Gottes systematisch begründen.

Die Autorin entwickelt eine eigene Theologie des Gebets, die das Potential hat, eine aktuelle Gottesrede zu generieren, ohne die Aporien der Gegenwart zu überspringen. Damit greift sie ein zentrales Anliegen Karl Rahners auf, der immer neu die Frage nach einer Mystik gestellt hat, die jetzt an der Zeit ist.

Ausschreibung des Karl Rahner Preises 2023 für theologische Forschung


Gemäß den Statuten der Karl-Rahner-Stiftung wird hiermit der Karl Rahner Preis für theologische Forschung für das Jahr 2023 ausgeschrieben.

Der Preis beinhaltet einen Zuschuss für Drucklegung einer bestqualifizierten Arbeit aus dem Gebiet der katholischen, einschließlich der ökumenischen Theologie in der Reihe „Innsbrucker Theologische Studien“ bis zum Höchstwert von €5.000. Es soll sich in der Regel handeln:

  • um eine unveröffentlichte Dissertation oder Habilitationsschrift,
  • die in deutscher oder englischer Sprache
  • mit einem Umfang zwischen 250 und 450 Seiten
  • in den letzten zwei Jahren vor dem Einreichungstermin fertig gestellt wurde.

Grundsätzlich förderungswürdig sind alle Untersuchungen; solche die in thematischer Beziehung zur Theologie Karl Rahners stehen, werden indes – ceteris paribus – mit Vorrang berücksichtigt.

Der Abgabetermin für die Einreichung ist der Geburtstag von Karl Rahner, der 5. März 2023.

Einzureichen sind:

  • zwei Ausdrucke der eingereichten Arbeit,
  • elektronische Kopien von:
    • der eingereichten Arbeit,
    • der Gutachten zur Promotion oder Habilitation,
    • im Falle von Änderungen eine Liste derselben seit  der Promotion bzw. Habilitation,
    • ein Abstrakt der Arbeit,
    • ein knapper Lebenslauf der Bewerberin oder des Bewerbers,
    • eine Bereitschaftserklärung, die Arbeit in den Innsbrucker Theologischen Studien zu veröffentlichen.

Die Unterlagen sollten übermittelt werden an:

Karl-Rahner-Stiftung
Wissenschaftlicher Beirat
Sillgasse 6
6020 Innsbruck
Austria

Die elektronischen Unterlagen können an das Sekretariat geschickt werden. In der Betreffzeile ist "Karl Rahner Preis" anzugeben.

Das Einreichen der Arbeit gilt als Erklärung zur Bereitschaft, bei der Drucklegung redaktionell mitzuarbeiten.

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