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Raymund Schwager, Erbsünde und Heilsdrama.
Im Kontext von Evolution, Gentechnologie und Apokalypse. Münster, Thaur 1997.

2. korr. Auflage, Münster: LIT, 2004

Die biblische Urgeschichte beschreibt vom Fall im Paradies bis zum Turmbau zu Babel eine Dynamik des Bösen, die modernen Erfahrungen zu entsprechen scheint, besonders wenn diese im Licht der mimetischen Theorie René Girards gesehen werden. Dennoch ist die Erbsünde heute für viele problematisch geworden.

Die Evolutionslehre scheint auch gegen einen Sündenfall am Anfang zu sprechen, der die ganze kommende Geschichte geprägt haben soll. Zeigt aber nicht die gleiche Lehre, daß der Organismus ein lebendes Gedächtnis ist, das zufällige" Ereignisse aus seiner Vergangenheit in sich aufbewahrt? Macht es die moderne Gentechnologie nicht möglich, über das lebende Gedächtnis sogar in frühere Entscheidungen" einzugreifen und diese zum Guten oder zum Schlechten zu verändern?

209 Seiten, frz. brosch., 13,5 x 21 cm,
ISBN 3-85400-030-8 (Druck- und Verlagshaus Thaur)
ISBN 3-8258-3115-9 (Lit), öS 248,­/DM 34,80

Inhalt:
Die folgenden Links verweisen auf die ausgewählten Volltext-Ausgaben im Internet.

Vorwort 7
Einleitung 9
1. Urgeschichte im neuen Licht 19
1.1 Die Dynamik und Universalität der Sünde 19
1.2 Zur Historizität der Urgeschichte 37
1.3 Nachahmung, Zeugung und Sünde 42
1.4 Zusammenschau 51
2. Evolution, Sünde und Gentechnologie 61
2.1 Sündengeschichte des homo habilis oder homo erectus 62
2.2 Evolution innerhalb einer sündigen Menschheit 68
2.3 Dramatische Erlösung als schöpferische Transformation der sündigen Menschheitsgeschichte 73
2.4 Verdichtung der Zeit und neues Zeitverständnis 80
2.5 Bestätigende Hinweise 82
2.6 Gedächtnisfeier und verwandelnde Erinnerung 88
2.7 Genmanipulation und Apokalyptik 91
3. Selbstmitteilung Gottes und Kommerzium der Freiheit 95
3.1 Erbsünde als transzendentale Verweigerung? 96
3.2 Die überwundene Sünde und die Einheit im Heil 101
3.3 Geschichtlich-symbolische Urszene der Sünde 105
3.4 Die Selbstkonstitution menschlicher Subjektivität 116
3.5 Verdoppelung der Freiheit und das Übernatürliche 127
4. Selbstreflexion der Menschheit und universale Verantwortung 133
4.1 Der Organismus als Gedächtnis 133
4.2 Fortpflanzung und Nachahmung 136
4.3 Freiheit und vorgegebene Natur 137
4.4 Das Böse in der Evolution 146
4.5 Universale Verantwortung und Erlösung 152
5. Wer oder was ist der Teufel? 162
5.1 Der biblische Befund 164
5.2 Vier große Themen der Satansvorstellung 171
5.3 Deutung der Schlange und der apokalyptischen Tiere 174
5.4 Nur kollektiver Mechanismus oder doch mehr? 176
5.5 Der Kampf gegen das Böse 182
Politisches Nachwort 186
Literaturverzeichnis 193
Nachweis der Erstveröffentlichungen 204
Namensregister 205
Sachregister 207
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