Erfahrungsbericht – 63. Trento Film Festival

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Das Festivalgelände

Vom 30. April bis 10. Mai 2015 fand in Trento das 63. Film Festival zum Thema „Montagna, Società, Cinema, Letteratura“ statt und wir, Christina Muigg, Sabrina Peer und Bianca Gasser durften dabei sein und so einen Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen gewinnen.

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Die Innsbrucker Jury (Sabrina Peer, Bianca Gasser und Christina Muigg)

Unsere Aufgabe war es, die Universität Innsbruck am 30. April und 1. Mai in der Jugendjury des Filmfestivals zu vertreten. Als Mitglieder einer neun-köpfigen Jury durften wir gemeinsam mit sechs StudentInnen aus Trento und Bozen 24 Filme von RegisseurInnen unter 33 Jahren ansehen, anschließend gemeinsam über jeden Film diskutieren und schlussendlich auch den Gewinner prämieren.

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Die komplette Jury a colazione

Am Donnerstag, dem 30. April wurden wir um 14:30 in das Kulturzentrum in Trento zum Fototermin geladen, ehe es dann auch schon zu unserer eigentlichen Aufgabe überging - zwei Tage, 24 Filme von einer Länge zwischen neun und 84 Minuten, neun motivierte StudentInnen und ein Fernseher. Die Filme waren vom diesjährigen Thema des Festivals geprägt und drehten sich hauptsächlich um Natur, Landschaften, Alpinismus und Portraits von außergewöhnlichen Menschen.
Am Abend des 1. Mai wurde dann – nach ausführlicher Diskussion und mehrfachen Abstimmungen – der Gewinnerfilm gewählt und eine kurze Begründung für die offizielle Verleihung formuliert.

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Im geheimen Besprechungszimmer wurde intensiv diskutiert

Im Rahmen dieser gesamten Tätigkeit kam es zu einem regen Gedanken- und Kulturaustausch zwischen den Studierenden aller teilnehmenden Universitäten, sodass die unterschiedlichsten Aspekte aller Filme und der in ihnen aufgeworfenen Fragen beleuchtet und neue interessante Blickwinkel eröffnet werden konnten. Der Film „Nowhere Place“ – Regie: Susanne Opstal 24 Jahre - wurde schließlich auf das Siegespodest gewählt. In 26 Minuten werden drei verschiedene Geschichten gezeigt, in denen der Mensch an und über seine Grenzen hinausgeht: vom Ersteigen der höchsten Gipfel unseres Planeten, über die Vorbereitungen für eine Reise mit „One-Way-Ticket“ zum Mars bis hin zu den grauenvollen Erinnerungen des Columbine-Schulmassakers vom 20. April 1999.

Ein kleines Highlight war neben den spannenden Filmen auch das Theaterstück „La vita è un viaggio“ von Beppe Severgnini, welches wir am Donnerstagabend im Teatro Sociale besuchen und eine spannende, extravagante Inszenierung erleben durften.

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Trento

Am 2. Mai hatten wir dann nach getaner Arbeit noch die Gelegenheit, unseren Aufenthalt in Trento ausklingen zu lassen und das angenehme Wetter bei einem Cappuccino auf dem Piazza Venezia zu genießen.
Die Teilnahme an der Jury beim 63. Trento Film Festival war für uns alle eine wertvolle Erfahrung, die weit über die eigentliche Jurytätigkeit hinausging und uns dadurch auch ermöglich hat, sich mit Studierenden von anderen Universitäten zu vernetzen.



Gefördert durch das Italien-Zentrum der Universität Innsbruck