Forschungszentrum Ökologie des Alpinen Raumes

Leiterin

Univ.-Prof. Dr. Ulrike Tappeiner (Institut für Ökologie)

Stellvertretender Leiter

Ao. Univ.-Prof. Dr. Gilbert Neuner (Institut für Botanik)

Forschungsziele

Globale Veränderungen haben in den letzten Jahrzehnten vor allem in ihrer Dynamik dramatisch an Bedeutung zugenommen Die atmosphärische CO2-Konzentration und ihre Zuwachsraten sind so hoch wie noch nie in den letzten 650 000 Jahren. Ein globaler Temperaturanstieg ist mittlerweile unumstritten. Das vermehrte Auftreten von Klimaextremen, Kälte- und Hitzekapriolen, sowie damit verbundene Dürrekatastrophen und Starkniederschlagsereignisse hat gravierende Auswirkungen  auf terrestrische und aquatische Ökosysteme. Darüber hinaus hat ein rascher Wandel in ökonomischen und sozialen Systemen Ökosysteme und Landschaften und ihre gesellschaftsrelevanten Leistungen unübersehbar verändert. Die Auswirkungen dieser globalen Veränderungen sind regional stark unterschiedlich. Gebirgsregionen zählen zu den am meisten betroffenen Gebieten. Alpine Regionen reagieren aufgrund ihrer kleinräumigen Strukturiertheit und der extremen Lebensbedingungen auf Störungen besonders sensitiv. Die Spezifika des alpinen Lebensraums erlauben zwar eine hohe Biodiversität, führen aber häufig auch zu einer langsamen Regeneration von Organismen und Ökosystemen. Zielsetzung des FZ „Ökologie des Alpinen Raumes“ ist es daher, hochwertige wissenschaftliche Erkenntnisse zur Ökologie von Gebirgslebensräumen zu liefern, aber auch die vielfältigen Interaktionen zwischen Mensch und Lebensraum, sowie der kombinierten Auswirkungen von Landnutzung und Klimawandel zu analysieren. Die Spannbreite der untersuchten Ökosysteme und der darin enthaltenen Organismen und Populationen reicht von Gipfelregionen, über Gebirgsseen und –bäche, Gletschervorfeld und Waldgrenzökoton bis hin zu anthropogen genutzten Flächen. Unsere Forschungsflächen sind großteils in der LTSER (long-term socio-ecological research) platform Tyrolean Alps integriert. Vergleichende Forschungen werden zudem in arktischen Systemen, Anden und Himalaya durchgeführt. Methodisch kombinieren wir experimentelle Ansätze im Freiland und Labor mit räumlicher und zeitlicher Modellierung. Eine enge Vernetzung der am FZ beteiligten Forscher/innen soll zudem das Brückenschlagen zwischen den beteiligten Disziplinen erleichtern, echte interdisziplinäre Forschung fördern und damit zu einem deutlichen Mehrwert führen.

 Interview mit Ulrike Tappeiner (Video)

Beteiligte Organisationseinheiten

Homepage des Forschungszentrums

http://www.uibk.ac.at/alpineecology/