Forschungszentrum HiMAT -
The History of Mining Activities in the Tyrol and adjacent areas: Impact on Environment and Human Societies

Leiter

Assoz. Prof. Dr. Gert Goldenberg (Institut für Archäologien)

Stellvertretender Leiter

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Klaus Hanke (Institut für Grundlagen der Technischen Wissenschaften, Vermessung und Geoinformation)

Forschungziele

Auf Grundlage exzellenter Ergebnisse des von 2007 bis 2012 an der Universität Innsbruck durchgeführten SFB HiMAT konnte nach Ablauf der Förderung durch den FWF die Struktur des interdisziplinären Forschungsprogramms weitgehend aufrecht erhalten und in ein FZ HiMAT überführt werden. Die beteiligten Fachbereiche konnten ihre gemeinsamen Forschungen über diverse Drittmitteleinwerbungen fortsetzen und das etablierte Netzwerk mit internationalen Partnern weiter erfolgreich einbinden und erweitern.

Zu den wesentlichen Forschungszielen des FZ HiMAT gehört die Rekonstruktion technik-, wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Entwicklungen im Bergbau- und Hüttenwesen des alpinen Raums, wobei Tirol mit einer Jahrtausende alten Bergbautradition und seiner Lage an einer Schnittstelle der Kulturräume nördlich und südlich der Alpen einen idealen Ausgangspunkt bildet. Besondere Beachtung finden die beiden Zeitscheiben „Urgeschichte“ (Steinzeit/Bronzezeit/Eisenzeit) und „Geschichte“ (Spätmittelalter/Neuzeit), was in der Quellenlage begründet liegt (archäologische Befunde, historische Überlieferungen). Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen die Gewinnung und Nutzbarmachung mineralischer Rohstoffe sowie die vielfältigen Interaktionen zwischen dem Montanwesen, den menschlichen Gesellschaften und der Umwelt. Um eine aussagekräftige Dokumentation, Analyse und Interpretation der komplexen montanistischen Zusammenhänge zu ermöglichen, ist die Einbindung naturwissenschaftlicher und technischer Disziplinen unerlässlich (Geo- und Biowissenschaften, Geodäsie, GIS …). Ziel ist es auch, Analogien zwischen den beiden Zeitscheiben zu erkennen und darzulegen. Die Brücke zwischen Urgeschichte und Geschichte kann dabei vor allem durch archäobotanische sowie onomastische Untersuchungen geschlagen werden.

Neben drittmittelfinanzierten Einzelprojekten sind das fakultätsübergreifende „Doc-team Kitzbühel“ (2011 – 2014, ÖAW) hervorzuheben sowie das 2014 bewilligte DACH-Projekt „Prehistoric copper production in the Eastern and Central Alps“ (FWF/SNF/DFG). Mit letzterem kann insbesondere auch die Internationalität der HiMAT-Forschung weiterhin gewährleistet werden. Durch einen hohen Bekanntheitsgrad des FZ HiMAT in der internationalen Fachwelt bahnen sich zudem neue Kooperationen und Projekte an, die teilweise weit über den bisherigen Untersuchungsraum hinausreichen.

 Interview mit Leiter Gert Goldenberg (Video)

Beteiligte Institute

Homepage des Forschungszentrums

http://himat.uibk.ac.at