Forschungszentrum Globaler Wandel - Regionale Nachhaltigkeit

Leiter

Univ.-Prof. Dr. Johann Stötter (Institut für Geographie)

Stellvertretender Leiter

Univ.-Prof. Dr. Martin Coy (Institut für Geographie)

Forschungsziele

Das Erkenntnisinteresse des FZ „Globaler Wandel – regionale Nachhaltigkeit“ fokussiert zum einen auf die Untersuchung der globalen Treiber und deren Folgen für Mensch-Umwelt-Systeme auf regionaler/lokaler Ebene. Zum anderen wird der Frage nachgegangen, wie die Gesellschaft diesen Herausforderungen (Grand Challenges, wie Klimawandel, Globalisierung, Ressourcenverknappung) unter dem normativen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung begegnet.

Eine wesentliche Eigenschaft der Prozesse des Globalen Wandels liegt darin, dass sie in zunehmendem Maße durch lokales menschliches Handeln verstärkt werden oder sogar erst entstehen. Diese Art von Zusammenspiel zwischen lokalem Handeln, daraus resultierenden globalen Treiberwirkungen, die ihrerseits wieder auf die lokale/regionale Ebene wirken, ist eine charakteristische Eigenschaft des Anthropozäns.

Den konzeptionellen Überlegungen des FZ „Globaler Wandel – regionale Nachhaltigkeit“ liegt das Verständnis zugrunde, dass im System Erde Mensch und Umwelt untrennbar miteinander verbunden sind. Diesen vielfältigen Interaktionen entspricht ein quasi interdisziplinärer Ansatz, der zwischen Natur- und Gesellschaftswissenschaften vermittelt. In diesem Sinne liefern die Forschungen des FZ „Globaler Wandel – regionale Nachhaltigkeit“ einen Beitrag zu fachtheoretischen Diskussion in der Geographie, der Global Change Forschung und der Nachhaltigkeitsforschung. Andererseits haben sie eine starke anwendungsorientierte Seite, die im Sinne eines modernen Wissenschaftsverständnisses neben der Produktion von zielorientiertem Wissen sich auch der Schaffung von Transformationswissen verpflichtet fühlt. Durch diesen transdisziplinären Ansatz kommt der FZ „Globaler Wandel – regionale Nachhaltigkeit“ auch den Forderungen nach einer „Third Mission“ der Wissenschaft nach bzw. bringt sich aktiv in den Dialog mit der Gesellschaft ein, um im Sinne von Responsible Science einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

 Interview mit Leiter Johann Stötter (Video)

Beteiligte Organisationseinheiten