Forschungszentrum Ancient Worlds Studies and Archaeologies (AWOSA)

Koordinator

Univ.-Prof. Mag. Dr. Robert Rollinger (Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik)

Stellvertretung

Priv.-Doz. Dr. Christian Heitz, MPhil (Institut für Archäologien)

Kontakt

Clemens Steinwender, BA (Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik)

Forschungsziele

Das Forschungszentrum Ancient Worlds Studies and Archaeologies (AWOSA) verfolgt zielgerichtet eine Intensivierung und Internationalisierung der interdisziplinären Zusammenarbeit und des Austausches der historischen, philologischen und archäologischen Fächer nicht nur untereinander, sondern dezidiert auch mit anderen Disziplinen wie Naturwissenschaften (Chemie, Biologie, Geologie etc.) und sozio- und kulturwissenschaftlichen Fächern wie Zeitgeschichte, Orientalistik, Ethnologie etc., mit dem Ziel, aktuelle Fragestellungen und Probleme ansprechen und adäquate Methoden und Lösungsvorschläge (sowie ganz konkret Forschungsvorhaben bzw. -projekte) entwickeln und durchführen zu können.

Ausgehend von der bereits erfolgreichen Zusammenarbeit der archäologischen, philologischen und historischen Disziplinen, versteht AWOSA sich als ein auf die antiken und prähistorischen Welten ausgerichtetes trans- und interdisziplinäres Kompetenzzentrum, das sowohl die Text- als auch die Materialwissenschaften unter einem Dach vereinigt und neben einer konzentrierten Beschäftigung mit den antiken Welten im weiteren Sinne auch einen besonderen Fokus auf rezeptions- und ideengeschichtliche Fragen lenkt.

Mit AWOSA sollen bereits vorhandene Kapazitäten und Forschungsaktivitäten weiter ausgebaut und international sichtbar gemacht werden. Gleichzeitig definiert sich AWOSA als wesentlicher Bestandteil des Forschungsschwerpunktes Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte, das den dort behandelten und erarbeiteten Fragestellungen durch seine gebündelten Kompetenzen in philologischen, historischen und archäologischen Forschungsbelangen zusätzliche Tiefe verleiht. Im Rahmen der zukünftigen Tätigkeiten des FZ AWOSA sollen zentrale Anstöße auch auf dem Gebiet der Grundlagenforschung des Forschungsschwerpunktes erarbeitet werden, etwa im Rahmen von Forschungsprojekten wie „Die antike Mittelmeerwelt und ihre Anrainer als eine gemeinsame vorglobale Transaktions-Welt“, „Die Antike als Beginn des ‚europäischen Sonderweges‘ (Westerness)“ oder zur „Rezeption der Antike in der Moderne und Neulatein“. Was neue Ansätze und Theoriebildung betrifft, versteht sich AWOSA forschungsleitend im FSP-Laboratorium „Historizität und Materialität“.

Darüber hinaus möchte AWOSA gezielt Akzente auf dem weiten Feld internationaler wissenschaftlicher Kooperationen setzen. Obwohl das Forschungszentrum im ehemaligen Zentrum für Alte Kulturen angesiedelt ist, möchte sich AWOSA nicht ausschließlich an die dort beheimateten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler richten, sondern alle an einer Mitarbeit interessierten Kolleginnen und Kollegen der LFU aus den jeweiligen Nachbardisziplinen zur engagierten Teilnahme einladen. Das Forschungszentrum versteht sich in diesem Sinne als Anlaufpunkt und Drehkreuz, Vermittlungsbörse und offene Diskussionsplattform zur Entwicklung zukunftsweisender interdisziplinärer Forschung.

Ein weiteres wichtiges Anliegen des Forschungszentrums bildet die Nachwuchsförderung, auch und gerade in interdisziplinärer Hinsicht. Dies spiegelt sich nicht zuletzt in dem seit 2016 gemeinsam und fächerübergreifend erstellten Konzept eines Masterstudiengangs „Antike Welten und Archäologien“ unter Beteiligung der Fächer Ur- und Frühgeschichte, Alte Geschichte, Sprachen und Kulturen des Alten Orients, Vorderasiatische Archäologie, Klassische Archäologie, Provinzialrömische Archäologie sowie Mittelalter- und Neuzeitarchäologie wider, der – voraussichtlich ab dem Studienjahr 2019/2020 – in sieben Spezialisierungen absolviert werden kann. Zudem finden bereits zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen (Vortragsreihen, Kongresse) unter dem Dach von AWOSA statt.

Die aktuelle universitätspolitische und akademische Situation zeigt immer klarer, dass solchen übergeordneten Fragestellungen mit multidimensionalem Fokus und disziplinübergreifenden Ansätzen immer mehr gesellschaftliche Relevanz und damit auch Aufmerksamkeit und Förderung zuteilwird. In diesem Rahmen möchte sich AWOSA mittelfristig als Marke auf dem internationalen akademischen Markt positionieren und gleichzeitig im Rahmen der studentischen Ausbildung neue Akzente setzen.

Beteiligte Organisationseinheiten

Homepage

https://www.uibk.ac.at/awosa/