Margarethe Greiner
Die Salzstraße von Hall in Tirol über Ellbögen bis Matrei am Brenner
Kulturgeschichte zur Salzstraße
Die Salzstraße – Ein Museumskonzept
(ungedr. Dipl.arb. Innsbruck 2003)


Abb. 1: Ellbögen, ehemalige Schmiede

Das Thema der Diplomarbeit behandelt „Die Salzstraße von Hall in Tirol über Ellbögen bis Matrei am Brenner“. Diese Diplomarbeit war gleichzeitig ein Auftragswerk der Gemeinde Ellbögen, ein Museumskonzept zu diesem Thema zu erstellen. Dabei musste ich neben der wissenschaftlichen Grundlagenarbeit auch Ausstellungsstücke für dieses Museum organisieren, weshalb die Arbeit in zwei Teile gliedert ist:
Band I „Kulturgeschichte zur Salzstraße“
Band II „Die Salzstraße – Ein Museumskonzept“.

Kulturgeschichte zur Salzstraße
Die „Salzstraße“ verdankt ihren Namen ihrem ehemaligen Handelsgut Salz, das im Mittelalter auf dieser Straße befördert wurde. Dieser Weg von Hall in Tirol über die Gemeinden Ampass, Aldrans, Lans, Patsch, Ellbögen und Pfons an der östlichen Talseite des Wipptals bis nach Matrei a. Brenner, machte es möglich, das in Hall in Tirol abgebaute Salz auf kürzestem Weg bis nach Italien zu transportieren.
Wegen seiner Eigenschaften wurde das Salz sehr vielfältig verwendet: es diente als Konservierungsmittel und wurde für medizinische Zwecke ebenso wie in der Religion und im Brauchtum eingesetzt. Nicht zuletzt war das Salz für die Haller Kaufleute von unschätzbarem Wert, weshalb es im Volksmund auch das „Weiße Gold“ genannt wurde.
Vor allem die an der Salzstraße gelegenen Orte verdanken ihren Reichtum unter anderem der Salzstraße.
Der im Laufe der Zeit immer größer werdende Salztransport hatte zur Folge, dass sich neue Berufsgruppen bildeten, deren Aufgabenbereich im Warentransport lag. Die Bauern konnten sich neben ihrer Arbeit am Hof durch das Transportwesen einen Nebenverdienst erwerben, wodurch sie zu einem bescheidenen Wohlstand gelangten. Ebenso ließen sich verschiedenste Handwerker wie beispielsweise Sattler und Schmiede in den Orten an der Salzstraße nieder, denn sie fanden dort durch das rege Transportwesen stets Arbeit. Genauso wichtig waren auch die Wirtshäuser, in welche die Fuhrwerksleute oft und gerne einkehrten.
Neben der Bedeutung der Salzstraße, deren Hauptgewicht auf wirtschaftlichem Gebiet lag, darf man jedoch den damit verbundenen kulturellen Reichtum nicht vergessen, der sich bis heute sehr vielfältig in den Ortschaften erhalten hat.
Prächtig ausgeschmückte Kirchen, Ansitze und beeindruckende Bauernhöfe konnten unter anderem auch durch den Salztransport entstehen, von dem die Leute über etwa 500 Jahre profitierten (Abb. 1).
Die „Salzstraße“ erschließt aber auch vor dem Hochmittelalter eine große geschichtliche Vergangenheit. Auf dieser Straße zogen schon verschiedenste Völkergruppen wie die Bajuwaren oder die Langobarden nach Süden (Abb. 2).


Abb.2: Aldrans, Scheibenknaufschwert; Urnenfelderzeit, L 67,5 cm

Funde aus der Urgeschichte und der Römerzeit zeigen, dass die Orte entlang der Salzstraße schon lange vor dieser bestanden haben (Abb. 3 - 5).
Der Mensch als Träger und Urheber einer Kultur wurde nicht zuletzt auch von den geologischen und klimatischen Einflüssen geprägt, die ihn wesentlich in seinem Siedlungsverhalten beeinflusst haben.


Abb. 3: Römischer Meilenstein in der Kirche
St. Kathrein bei Matrei am Brenner

In der vorliegenden Arbeit werden die eben genannten Bereiche der Kunst, Kultur und Geschichte im Zusammenhang mit der Salzstraße und der an dieser Straße gelegenen Ortschaften ausführlich behandelt.


Abb. 4: Münze des Probus

Die Salzstraße - Ein Museumskonzept
Das Museumskonzept beinhaltet eine Kurzfassung der historischen Grundlagen in Zusammenhang mit der Salzstraße. Darüber hinaus sind Vorschläge für die Anordnung und Präsentation der möglichen Exponate erarbeitet.
Im Kapitel „Museumspädagogik“ werden weiterführende Gedanken zur Arbeit im Museum sowie Anregungen für Erwachsenen- und Kinderführungen gegeben.


Abb. 5: Matrei am Brenner, Öllampe


Bestand: Universitätsbibliothek Innsbruck

Kontakt: Margarethe Greiner



Für den Inhalt verantwortlich: die Verfasserinnen und Verfasser der jeweiligen Arbeiten
© Institut für Archäologien / Klassische und Provinzialrömische Archäologie, Universität Innsbruck, 2004
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