Franz Eder

Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften
Franz Eder
(Credit: Florian Lechner)

Dekan der Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften
seit 2021

Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften

 

Welches sind die besonderen Stärken Ihrer Fakultät?

Unsere Fakultät ist eine sehr lebendige. Sie ist eine gute Mischung aus erfahrenen und arrivierten sowie jungen aufstrebenden Kolleg*innen. Was uns auszeichnet sind flache Hierarchien und die selbstverständliche und kollegiale Zusammenarbeit über Kuriengrenzen hinweg. Wir streben sehr stark nach internationaler Exzellenz und Kooperation, vergessen dabei aber auch nicht auf unsere regionale und gesellschaftliche Einbettung. Gerade als sozialwissenschaftliche Fakultät sind wir uns unserer gesellschaftlichen und politischen Aufgabe bewusst, ganz im Sinne des universitären Leitbilds "fundierte Debatten streitbar inner- und außerhalb der Wissenschaft anzustoßen und weiterzuentwickeln".

Welche Schwerpunkte wollen Sie in den kommenden Jahren an Ihrer Fakultät setzen?

Neben der Einrichtung neuer Studien, wollen wir in Zukunft den Schwerpunkt auf fünf Herausforderungen legen. Unsere Fakultät ist am wachsen und wird am 1. März mit dem Institut für angewandte Rechts- und Kriminalsoziologie neue Kolleg*innen mit sehr spannenden und hoch aktuellen Forschungsthemen begrüßen dürfen. Die erste große Herausforderung wird also die Integration dieses Institut in die Fakultät sein. Darüber hinaus wollen wir uns zweitens noch stärker Gedanken machen, wie ein gemeinsamer, sozialwissenschaftlicher Sonderforschungsbereich aussehen könnte. Wir wollen Schritte setzen, um einen solchen längerfristig beantragen und auch erfolgreich an unserer Fakultät einrichten zu können. Drittens sehen wir in der Open Science Bewegung großes Potential für unsere Fakultät. Wir wollen uns stärker an diesen Prinzipien orientieren und universitätsintern auch eine Vorreiterrolle einnehmen. Viertens muss es uns als Fakultät noch besser gelingen, den Bedarf an sozialwissenschaftlicher Forschungsinfrastruktur herauszuarbeiten und dafür Sorge zu tragen, dass die Bedürfnisse sozialwissenschaftlicher Forschung stärker gehört werden. Und schließlich ist es mir ein besonderes Anliegen, den universitären Alltag (das heißt Forschung, Lehre und Verwaltung) noch besser mit den sich stetig wandelnden Lebenswelten in Einklang zu bringen. Der Umstand, dass Pflegearbeit für alle Kolleg*innen, aber auch für Studierende zunehmend zu einem bestimmenden Element ihres Alltages wird, oder dass die Erwerbstätigkeit unerlässlich für den Großteil unserer Studierenden ist, muss sich auch im universitären Alltag widerspiegeln. 

Wo soll Ihre Fakultät in vier Jahren stehen?

Ich würde mir wünschen, dass meine Fakultät in diesen vier Jahren noch stärker zusammenwächst und sich gemeinsam den großen gesellschaftlichen und politischen Fragen stellt. Ich hoffe, dass wir die Kooperationen mit anderen Fakultäten in Forschung und Lehre steigern und das wir ein noch größeres Netzwerk an internationalen Partnern aufbauen. Das sollte vor allem über eine Steigerung der Drittmittelprojekte erfolgen. Dabei dürfen wir jedoch nicht unseren gesellschaftlichen Auftrag vergessen. Ich glaube daher, dass wir in vier Jahren noch selbstbewusster am öffentlichen Diskurs teilnehmen und unsere Expertise dort einfließen lassen werden.

Nach oben scrollen