Dirk Rupnow

Philosophisch-Historische Fakultät
Dirk Rupnow
(Credit: Andreas Friedle)

Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät
seit 2018

Philosophisch-Historische Fakultät

 

Welches sind die besonderen Stärken Ihrer Fakultät?

Die Philosophisch-Historische Fakultät zeichnet sich durch ein hohes Maß an innerer Pluralität aus. Dies zeigt sich auf der Ebene der Forschung und Lehre und ist darüber hinaus reflektiert in der Beteiligung an zahlreichen überfakultären Forschungszusammenhängen und Initiativen. Die Fakultät versteht diese Vielfalt explizit als eine Stärke, die es zu bewahren und fördern gilt.

Geistes- und Kulturwissenschaften sind von hoher gesellschaftspolitischer Relevanz. Nicht zuletzt daraus generieren sie ihre öffentliche Sichtbarkeit. Ihnen kommt somit auch eine besondere Vermittlungsaufgabe und Verantwortung außerhalb der Universität zu. Zugleich befinden sie sich derzeit in tiefgreifenden Wandlungsprozessen, etwa durch die neuen Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung, teilweise hin zu Gerätewissenschaften, aber auch angesichts interdisziplinärer Zusammenarbeit mit naturwissenschaftlichen Fächern. Die Fakultät nimmt in diesem Zusammenhang, in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit verwandten Fakultäten eine aktive und gestaltende Rolle ein.

Die Vielfältigkeit der Forschung an der Philosophisch-Historischen Fakultät spiegelt sich auch im Studienangebot. In den Curricula werden jeweils gesellschaftlich, kulturell und politisch relevante Themen und Entwicklungen aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet und – über das Fachwissen hinausgehend – Kritikfähigkeit, Reflexion und Diskursbewusstsein geschult. Wo es inhaltlich sinnvoll ist, geschieht dies instituts- und fächerübergreifend. 

Welche Schwerpunkte wollen Sie in den kommenden Jahren an Ihrer Fakultät setzen?

Die gesamtuniversitären Querschnittsmaterien – gesellschaftliche Verantwortung, Internationalisierung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Diversität – sind für die an der Fakultät vertretenen Fächer nicht nur selbstverständliche und grundlegende Prinzipien in Forschung und Lehre, sondern auch Gegenstand ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Die Fakultät begreift Digitalisierung als Herausforderung und Chance und setzt sich für eine sichtbare Verankerung der Digital Humanities in der Forschung und Lehre ein. Sie bekennt sich zur Mitarbeit im Bereich der Gender Studies am Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung CGI und setzt weitere Akzente in der Diversitätsforschung. Sie unterstützt darüber hinaus die Nachhaltigkeitsinitiative der Universität. Daneben beteiligt sie sich an der Weiterentwicklung des neu geschaffenen Forschungsinstituts Archiv für Bau.Kunst.Geschichte und betreibt die nachhaltige institutionelle Absicherung der Peace and Conflict Studies. Das Aurora-Netzwerk wird als eine Möglichkeit zur verstärkten Internationalisierung auf allen Ebenen begrüßt. In der Lehre sollen vor allem eine Reihe von attraktiven Wahlpaketen entwickelt werden, die den Interessen der Studierenden, aber auch den Anforderungen des Arbeitsmarkts Rechnung tragen.

Nicht zuletzt freut sich die Fakultät auf den Umzug des Instituts für Alte Geschichte und Altorientalistik und des Instituts für Archäologien sowie des Archäologischen Museums, der Restaurierungswerkstätten und des Mikroarchäologischen Labors in den Neubau am Innrain. Dort wird auch erneut ein Ausstellungsraum des Instituts für Kunstgeschichte entstehen. Damit wird nach 15 Jahren wieder ein räumlicher Zusammenhang der historischen Fächer am Standort Innrain hergestellt werden können. 

Wo soll Ihre Fakultät in vier Jahren stehen?

Die Philosophisch-Historische Fakultät hat in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden Generationenwechsel erlebt und sich auch inhaltlich weitgehend neu aufgestellt. Dieser erfolgreiche Weg soll in den nächsten Jahren konsequent fortgesetzt werden. Die universitätsweiten Agenden wie gesellschaftliche Verantwortung, Internationalisierung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Diversität komme dem entgegen. Auch in Zukunft wird die Philosophisch-Historische Fakultät ein Motor für Debatten innerhalb der Universität wie auch der Region sein, ein Ansprech- und Kooperationspartner für Kulturinstitutionen ebenso wie für die Zivilgesellschaft. Gerade für geistes- und kulturwissenschaftliche Fächer sind regionale Verankerung und internationale Vernetzung zugleich besonders wichtig. Darauf soll besonderes Augenmerk gerichtet werden. Nicht zuletzt auch die Präsenz im Neubau am Innrain mit Ausstellungsraum und Archäologischem Museum wird eine besondere Sichtbarkeit in der Stadt ermöglichen.  

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