Fakultät für Architektur

Univ.-Prof. Ir. Bart Lootsma

eLearning-Interviews 2

(Beginn 1.1.2012 Projektende 15.12.2012)

Abschlussbericht

 

Projektziel

 
 In bereits bewährter Form werden ProtagonistInnen spezifischer architekturtheoretischer Diskurse als Gäste von InstitusmitarbeiterInnen, externen WissenschafterInnen und ArchitektInnen sowie Studierenden interviewt und diese Interviews unter dem Serientitel „Red Corner Talks“ publiziert.
Im Rahmen vorausgegangener Antragstellungen erhielt der Lehrstuhl für Architekturtheorie die Möglichkeit, nicht nur sämtliche Beiträge der Ringvorlesung der Architekturfakultät als Filmmaterial zu dokumentieren, sondern auch international renommierte Vortragende (z.B. Philippe Rahm, Eyal Weizman, Lars Lerup, Hermann Czech) zu Interviews zu laden. Diese Interviews wurden als Video-Podcasts auf iTunes U und www.architekturtheorie.eu publiziert und somit öffentlich zugänglich gemacht. Die Gespräche werden in einer konzentrierten Atmosphäre geführt, es werden zentrale Positionen aus dem Werk bzw. der wissenschaftlichen Arbeit der Gäste vorgestellt und kritisch diskutiert. Die Studierenden erwerben durch das Interviewformat Wissen aus erster Hand und bekommen zudem eine Form der kritischen Reflexion dieses Wissens durch das Interviewformat im Sinn von „Frage-Antwort-Rückfrage...“ vermittelt. Durch diese Methode wird exemplarisch kritisches Nachfragen vorgeführt und so in einer sehr intensiven Form Wissen vermittelt.

Das fertige Interviewmaterial wird direkt in der Lehre eingesetzt und dient zur Vermittlung spezifischer Positionen aus Architektur und Architekturtheorie und hat durch seine Authentizität einen sehr hohen Stellenwert für die Lehre.

Um das Projekt weiter entwickeln und fortführen zu können, möchten wir im nächsten Jahr sechs neue Interviews mit Gästen aus dem In- und Ausland realisieren.


 

 

Mehrwert

 
 Für den akademischen eLearning Bereich existiert derzeit weder im In- noch im Ausland eine vergleichbare Konzeption. Architekturspezifische Interviews finden sich nach wie vor hauptsächlich in kommerziellen Kontexten wieder. Die Interviews sind ganz bewusst auf ihre Verwendung in der Lehre hin konzipiert und organisatorisch wie didaktisch unmittelbar in die Lehre des Lehrstuhls für Architekturtheorie eingebettet. Sowohl die thematische Fokussierung durch die Auswahl der Gäste als auch der InterviewerInnen, aber auch das Format des Interviews, das es ermöglicht Diskurse exemplarisch durch kritisches Nachfragen und durch „O-Töne“ der Interviewten nachzuvollziehen, machen die „Red Corner Talks“ zu einer qualitativ anspruchsvollen, authentischen Quelle für die Vermittlung architekturtheoretischer Inhalte.

Diese Inhalte haben zudem einen nachhaltigen Effekt, in dem sie über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden können und auch zur Dokumentation theoretischer Positionen dienen. Die Studierenden, aber auch auswärtige NutzerInnen und Lehrende, können über einen langen Zeitraum auf die Inhalte zurückgreifen, sie zur Vertiefung von vorhandenem Wissen aber auch zur Vorbereitung auf Prüfungen (auch Diplom- und Materprüfungen) nützen. Darüber hinaus steht das Material auch für die Nutzung in Lehrveranstaltungen – auch der anderer Institute und Fakultäten – zur Verfügung. Vor allem aber ermöglichen die Interviews einen hohen Aktualitäswert, indem sie schnell umgesetzt und publiziert werden können und damit auch eine Diskussion aktueller architekturtheoretischer Ansätze an der Universität ermöglichen.

Ein weiterer Aspekt ist die Internationalisierung von Forschung und Lehre. Die Umsetzung der Interviews kann auch besonders im Hinblick auf die Harmonisierung der Studiengänge hervorgehoben werden. Die Internationalität der Gäste und deren Standing in der internationalen Fachwelt sind ein wichtiges Signal für die Teilhabe der Universität Innsbruck an diesen Diskursen, die im Format der Interviews auch widergespiegelt wird.

Ein letzter Punkt ist die permanente Verfügbarkeit und die Barrierefreiheit dieses Materials, das neben seiner Verwendung in der Lehre auch einen wichtigen Beitrag zu internationalen Reputation des Lehrstuhles für Architekturtheorie an der Unviersität Innsbruck darstellt.
 
 

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