Zeit der Häutung

Roman

Robert Kleindienst


Zeit der Häutung

Erscheinungsdatum: Februar 2019
Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten
Preis: € 20,90
ISBN 978-3-902866-72-1


"Automatisierter Block: Buch bestellen/kaufen"

Pressestimmen

Diese schmerzliche Sprache einer Traumatisierung, diese an Alfred Kubin erinnernden Schreckensbilder. Der Roman erzählt, auf historische Dokumente gestützt, aus dem innersten Kreis des katholischen Ustascha-Staates in Kroatien, von einem „Lager“, das unter Mithilfe der Kirche für die Kinder der umgebrachten oder verschleppten Feinde des Regimes eingerichtet wurde. Wenigstens die Leiden dieser Kinder dürfen nicht vergessen sein, und die Orte müssen zu den Gedächtnislandschaften der Vernichtung eingetragen werden, so verschwiegen sie auch bisher geblieben sind.

Hans Höller

weitere ... 

Der in Salzburg geborene Robert Kleindienst hat sich in seinem neuen Roman verdienstvoll einer Geschichte angenommen, die hinlänglich bekannt ist, aber nicht gerne thematisiert wird: Über die sogenannte "rat line" via Rom und Genua schleuste der Vatikan zahlreiche nationalsozialistische und faschistische Verbrecher nach Südamerika.

Jürgen Weber, Literaturhaus Wien

Es lief mir beim Lesen eiskalt über den Rücken.

Daniela Fürst, literadio

Ein aufrüttelnder Roman zeigt mit einer imposanten Leseszene oft an Helden und Lesern, dass Literatur lebenslänglich etwas bewirken kann.

Helmuth Schönauer, Neue Südtiroler Tageszeitung

Ein emotional aufwühlendes, aufgrund seines Themas höchst wichtiges Buch, unbedingt zu empfehlen.

Renate Langer | biblio

http://www.friedensbuero.at/buch-des-monats-mai-2019-ii/

Buch des Monats, Salzburger Friedensbüro

Es gibt Begriffe, die einen erstarren lassen, weil die Bilder im Kopf zu diesen Begriffen unerträglich sind.

Karin Buttenhauser, Ö1

Dieser Roman zeigt detailgenau die Zwiespältigkeit Ana Sadeks: Sie will ihre Pflicht erfüllen, gleichzeitig hat sie eine Bindung zu den Kindern aufgebaut.

Christina Repolust, Apropos

"Automatisierter Block: Weiterempfehlen"

Auf abenteuerlichen Wegen flieht die Kroatin Ana Sadak 1945 vor der heranrückenden jugoslawischen Armee nach Altaussee. Im Umfeld eines abgeschiedenen Jagdhauses wartet sie ab, bis sich die Wirren der Nachkriegszeit legen, versucht, ihre Vergangenheit abzustreifen. Schicht für Schicht wird in Rückblenden aufgedeckt, was diesen Vorgang so überlebensnotwendig macht, kommt die Rolle der faschistischen Ustascha zur Sprache, die eigens für Kinder Konzentrationslager errichten ließ. In einem dieser Lager verrichtete Sadak bis Kriegsende ihre Arbeit als Schwesternhelferin, kümmerte sich selbstlos um das Überleben der kleinen Gefangenen. Wegen einer List des Lagerkommandanten gerät sie fälschlicherweise ins Visier des jugoslawischen Geheimdienstes, der die Spur zu ihr aufnimmt. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, der sie von Salzburg über den Krimmler Tauern bis nach Genua führt, in Erwartung der rettenden Überfahrt nach Südamerika.

„Wo der Zirbenwald in Geröllfelder überging, kam eine schneebedeckte Bergspitze zum Vorschein, bohrte sich wie die Zacke einer Krone in Wolkentürme. Wurde der Weg anfangs noch auf beiden Seiten von steilen Hängen begrenzt, öffnete sich das Tal nach und nach, breiteten sich saftige Wiesen aus, auf denen Rinder weideten und Schafe. An einer Windung der Ache stand ein Fischer kniehoch im Wasser. Es hatte jetzt seine Wildheit verloren, strömte kristallklar und smaragdfarben im breiten Bett dahin. Ana musste ans Meer denken, den Dampfer, der vielleicht schon in Genuas Hafen vor Anker lag, und die Vorstellung der baldigen Überfahrt befremdete sie plötzlich. Mit jedem ihrer Schritte näherte sich die Zeit des Abschieds vom alten Kontinent, und ihr war, als würde wieder etwas aufbrechen in ihr, das ihr Angst machte.“


Leseprobe

Videoclip zum Roman


Nach oben scrollen