Ein Russe aus Kiew

Roman

Waltraud Mittich


Ein Russe aus Kiew

Erscheinungsdatum: August 2022
Hardcover mit Schutzumschlag, 336 Seiten
Preis: € 25,00
ISBN 978-3-903539-15-0


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Pressestimmen

Hochpolitisch und aktuell ist "Ein Russe aus Kiew", auf verschiedenen Ebenen und auf grundsätzlich unaufgeregte Weise. Es ist ein reflexiver, autofiktionaler Text, der Themen unserer Zeit umkreist (Sprache und Identität, Kultur, Herkunft, Flucht und Migration, Macht und Legitimierung und und und), immer wieder bei bestimmten Fragen, Themen und Orten vorbeikommt und jedes Mal wieder neue Aspekte einbringt und die Perspektive ein klein wenig dreht. Gut ist es, die Erinnerung mäandern zu lassen. Und die Phantasie.

Sabine Dengscherz, Literaturhaus Wien

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Fesselnd geschrieben ist Mittichs Buch eine persönliche Spurensuche in Galizien: Eine Wiederentdeckung einer Welt von Gestern nach Stefan Zweig, des alten ­Europa, bevor das Gift des Nationalismus destruktive Kräfte entfesselt hat, die bis heute ­wirken.

Gerald Steinacher

Eine ganz persönliche und sehr berührende Genealogie – von Waltraud Mittich wunderbar eingebettet in die stahlharten politisch-historischen Zusammenhänge von Gewalt, Grenzen und Vertreibung. Auf traurige Weise so aktuell!

Hannes Obermair

Ein sehr persönliches und politisches Werk!

ff

Und so scheint mir genau diese so sehnsüchtig herbei ersehnte und herbei geschriebene Herkunft Altes immer wieder über Bord zu werfen, um Platz zu machen für Neues, Ungeahntes, das bei Mittich in den Händen der Frauen liegt, bei Moia, Marie, Dolly und wie sie heißen. Und bei Frauen wie der Ich-Erzählerin in Mittichs Ein Russe aus Kiew, die als alte Frau noch eine im Grunde verschämte Tochter-Liebeserklärung an den nie gekannten Vater verfasst, dabei souverän und verletzlich zugleich alles wagt, um frei zu sein für die Zukunft, denn es ist nie zu spät, dass diese beginnen kann.

Anna Rottensteiner

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Mittich erzählt eine Herkunftsgeschichte, welche die Bruchstellen offenlegt, die der ­letzte große Krieg in den Biographien hinterlassen hat. Sie berichtet in autofiktionaler Weise von ihrem ukrainischen Vater, Offizier der Roten Armee, erzählt diesem nie gekannten Vater seine heutige Ukraine und in Anekdoten und kleinen historischen Exkursen ihr eigenes Leben und Frausein in Südtirol. Sie erinnert auch an die Vatersuche des großen Autors Joseph Roth, geboren in Brody, heutige Ukraine, und an sein Galizien, ehemaliges Kronland der Habsburgermonarchie.

„Aber der Satz. Der wundersam unmöglich verbrauchte, abgenutzte Satz, Noodles in ‚Once upon a time in America‘ sagt ihn zu Deborah: Niemand wird dich je so lieben wie ich. Dieser Satz kreuzt sich mit dem meinen. Verschämt und anmaßend sage ich zu­weilen zu diesem unbekannten Vater: Niemand wird dich je so geliebt haben wie ich.“


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