Masterstudium Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften
Du willst Expert:in für atmosphärische Prozesse über gebirgigem Gelände werden?
Studierende des Masterstudiums Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften analysieren, modellieren und beobachten die Erdatmosphäre und ihre Wechselwirkungen mit der Hydrosphäre, Biosphäre, Kryosphäre und menschlichen Verhaltensweisen.
In Kursen, Laboratorien und Feldarbeiten erwerben Studierende ein hochgradig interdisziplinäres Spektrum an Kenntnissen und Fertigkeiten aus den Bereichen Physik, Informatik, Chemie, Mathematik, Statistik und Data Science sowie Messtechniken.
Absolvent:innen dieses Studiums sind Expert:innen für atmosphärische Prozesse, die sich über gebirgigem Gelände abspielen.
Master of Science
Dauer/ECTS-AP
4 Semester/120 ECTS-AP
Studienart
Vollzeit
Unterrichtssprache
Englisch
Voraussetzung
Bachelorabschluss/Äquivalenter Abschluss
und Sprachnachweis
Fakultät
Fakultät für Geo- und Atmosphärenwissenschaften
Niveau der Qualifikation
Master (2. Studienzyklus)
ISCED-11: Stufe 7, EQR/NQR: Stufe 7
ISCED-F
0532 Geowissenschaften
Studienkennzahl
UC 066 614
Termine und Fristen zur Zulassung:
Masterstudium Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften
FAQ
Die Absolvent:innen verfügen über spezialisierte Kenntnisse im Fach Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften. Sie sind in der Lage, ihre fachliche und methodische Kompetenz im Bereich ihrer Spezialisierung und an den Schnittstellen zu anderen Bereichen durch wissenschaftlich korrektes Arbeiten und innovatives Lösen von Problemen einzubringen.
Das Masterstudium Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften vermittelt ein tiefgehendes Verständnis atmosphärischer Prozesse und deren Wechselwirkungen mit Land, Ozeanen, Eis und Biosphäre von der molekularen bis globalen Skala und von kurzlebigen Phänomenen wie Turbulenz und Gewittern bis zu langfristigen Klimaänderungen. Besonderer Schwerpunkt in Innsbruck sind gebirgsbezogene Aspekte. Voraussetzung ist ein Bachelorstudium, in dem Grundkenntnisse in Mathematik, Physik, Chemie und Computersprachen erworben wurden.
Diese Grundkenntnisse werden erweitert und die quantifizierenden und analytischen Fähigkeiten gefordert und gefördert. Eine breitgefächerte Qualifikation wird durch die Verbindung theoretischer Konzepte mit dem Design, der Durchführung und (statistischen) Auswertung von Messungen und Feldexperimenten auf der ganzen Welt mit modernsten Messgeräten und der numerischen Modellierung atmosphärischer Prozesse u.a. für Wettervorhersage und Klimaänderungen erzielt.
Durch die starke internationale Vernetzung des Instituts ergeben sich vielfältige Gelegenheiten, den eigenen Horizont durch gemeinsame Projekte und Lehrveranstaltungen von Gastprofessoren zu erweitern. Soft Skills werden durch team- und projektbezogenes Arbeiten und die Darstellung wissenschaftlicher Ergebnisse in Präsentationen, Projektarbeiten und der Masterarbeit gefördert.
Die Berufsfelder reichen vom öffentlichen Dienst und privaten Firmen in den Bereichen Wetter, Klima, Luftgüte, Hydrologie, Naturgefahren, alternative Energien, Umwelt usw. bis zu leitenden Funktionen in Firmen (Consulting, Versicherungen), der Arbeit in Ingenieur- und Planungsbüros und im Technikbereich (z.B. Entwicklung von Messgeräten). Außerdem sind eine akademische Karriere mit weiterführendem Doktoratsstudium und die Arbeit in nationalen und internationalen Forschungsinstitutionen möglich.
Absolvent:innentracking: Zeigt, in welche Berufsfelder Studierende nach dem Studienabschluss einsteigen
Doktoratsstudien
Weitere Angebote
Fakultät für Geo- und Atmosphärenwissenschaften Prüfungsreferat Informationen für Studierende mit Behinderung
Warum Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften in Innsbruck studieren?
Die Master-Studentinnen Antonia Fritz und Marie Schroeder waren zu Gast bei Sebastian Possert von Life Radio Tirol und haben dort im Wissenschaftspodcast über ihre Erfahrungen im Masterstudium der Atmosphärenwissenschaften gesprochen. Außerdem geben sie Einblick in ein Projekt, in dem sie Luftdruck-Schwankungen an Föhntagen untersuchen.
Curriculum
Aus der Praxis
Meteorologische Mega-Messkampagne in den Alpen
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Meteorolog:innen der Universität Innsbruck führt von 16. Juni bis 25. Juli umfassende Messungen im Inn- und Etschtal sowie in den Sarntaler Alpen und im deutschen Alpenvorland durch. Mit den Daten will man Luftaustausch-Prozesse über dem Gebirge sowie den Zusammenhang zwischen klein-, großräumigen und globalen Wetterphänomenen besser verstehen. Die u. a. mit Forschungsflugzeugen durchgeführten Erhebungen sind Teil einer einjährigen Mess-Kampagne.
Beste Abschlussarbeiten gewürdigt
Am 20. Juni wurden im Archäologischen Museum bereits zum dritten Mal Preise für die besten Abschlussarbeiten an der Fakultät für Geo- und Atmosphärenwissenschaften verliehen. Für die beste Dissertation wurde die Atmosphärenforscherin Isabell Stucke, für die beste Masterarbeit der Geologe Simon Hinterwirth ausgezeichnet.
Afrikas Gletscher gehen stark zurück
Die wenigen Gletscher Afrikas schwinden einer Studie zufolge im Zuge der Klimakrise rasch – und könnten bis Mitte des Jahrhunderts verschwunden sein. Auf dem fast 6.000 Meter hohen Kilimandscharo in Tansania, dem etwa 5.300 Meter hohen Mount Kenia in Kenia und dem rund 5.100 Meter hohen Ruwenzori-Gebirge an der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo haben sich die Eisflächen allein seit den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts mehr als halbiert.
CO2-Emissionen in Innsbruck stark zurückgegangen
Luft-Messungen am Atmosphärenobservatorium der Universität Innsbruck zeigen, dass die Kohlendioxidemissionen in Westösterreich seit 2018 um rund 20 Prozent gesunken sind. Die Emissionen liegen damit deutlich unter den von verschiedenen Modellen prognostizierten Werten. Beobachtungsdaten werden zunehmend wichtig, für die Beurteilung der Plausibilität von Treibhausgasbilanzen.

