Alpine Forschungsstelle Obergurgl

Aktuelles  

Die Österreichische Citizen Science Konferenz besucht Obergurgl

Im Sommer 2019 macht die 5. Österreichische Citizen Science Konferenz in Tirol Station. Die Universität Innsbruck und das Citizen Science Network Austria laden nach Obergurgl, wo sich die Citizen Science Community vom 26. – 28. Juni unter dem Motto "Grenzen und Übergänge" auf über 2000m versammelt.

Neben dem wissenschaftlichen Programm wird es am 28. Juni noch einen Aktionstag mit einem bunten Programm für Jedermann- und Frau geben.

Die Alpine Forschungsstelle Obergurgl wünscht schon heute allen BesucherInnen viel Vergnügen.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Konferenz-Website.

 


Pollenflugbericht 2018

 

Pollenflugbericht 2018_DeckblattDen Pollenflugbericht 2018 für Obergurgl, erstellt von Dr. Notburga Oeggl-Wahlmüller, können Sie hier kostenlos herunterladen.

 

 

 

 

 

 

 


Gelungene Premiere: Sicheres Arbeiten im Gelände am Universitätszentrum Obergurgl


Die Alpine Forschungsstelle Obergurgl organisierte vom 25. bis 28. Juli 2018 erstmals die Veranstaltung „Sicheres Arbeiten im Gelände“, eine Grundausbildung für die Leitung von Exkursionen und wissenschaftliche Arbeiten im alpinen Gelände. 20 MitarbeiterInnen der Universität Innsbruck, nahmen an der Veranstaltung teil um das Bewusstsein für Gefahren im alpinen Gelände zu stärken und zu lernen, Gefahrensituationen durch richtige Planung, Ausrüstung und Know-how zu verhindern bzw. zu bewältigen.

Als Referenten konnten ausgewiesene Experten aus den Bereichen, Bergsteigen und Klettern, Wetterkunde, Rettungswesen sowie Unfallanalyse und rechtliche Aspekte gefunden werden.

Finanziert wurde dieses Pilotprojekt vom Betriebsrat für das wissenschaftliche Personal, der Dienstleistungseinheit für Sicherheit und Gesundheit und der Personalentwicklung.

Die Alpine Forschungsstelle Obergurgl plant – je nach finanzieller Machbarkeit – diese Veranstaltung weiterzuentwickeln und in den folgenden Jahren regelmäßig anzubieten.

Für Fragen kontaktieren Sie bitte Klaus.Schallhart@uibk.ac.at

 

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Bilder von links oben im Uhrzeigersinn: Von der Orientierung mit Karte und Bussole, über die Versorgung von Notfällen bis hin zu Sicherungstechniken im schwierigen Gelände und Bergungen aus Notsituationen konnten die TeilnehmerInnen in vielen Übungen selbst Hand anlegen und so wertvolle praktische Erfahrung sammeln.

 


Pollenflugbericht 2017

 

Deckblatt Pollenflugbericht 2017

Den Pollenflugbericht 2017 für Obergurgl, erstellt von Dr. Notburga Oeggl-Wahlmüller, können Sie hier kostenlos herunterladen.

 

 

 

 

 

 

 

  


Die Alpine Forschungsstelle Obergurgl möchte Sie gerne auf folgende Veranstaltung aufmerksam machen:

popbioPOPBIO 2018 – 31st Conference of the Plant Population Biology Section of the
Ecological Society of Germany, Austria and Switzerland (GfÖ)
https://www.uibk.ac.at/congress/popbio2018/index.html.en
 

 


Abschlussbericht zum Workshop Long-Term Research in Mountain Areas

ExpertInnen aus 16 Nationen trafen sich vom 29. September bis 3. Oktober 2017 im Universitätszentrum in Obergurgl zum Workshop „Long-Term Research in Mountain Areas“. Organisiert wurde die internationale Tagung von der Alpinen Forschungsstelle Obergurgl in Zusammenarbeit mit HEPIA Genf (Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture de Genève) und der LTSER-Plattform Tyrolean Alps. Ziel war es, sich gegenseitig über die Langzeitaktivitäten in den Gebirgsräumen der Erde zu informieren und insbesondere in „round tables“ über Standardisierung der Methoden, Datenspeicherung, Datenmanagement, Datenauswertung, „best practices“, gemeinsame Publikationen und künftige Projekte zu diskutieren. Große Sorge bereitet den TeilnehmerInnen die Tatsache, dass die Geldmittel für die Forschung immer knapper werden und dass vor allem Langzeitprojekte in keiner Weise finanziell abgesichert sind. Dies erstaunt vor allem deshalb, weil Langzeitmonitoring der Schlüssel für das Verständnis von Veränderungen ist und weil nur damit realistische Prognosen für künftige Entwicklungen möglich sind.

 

Gruppenfoto Workshop 2017 Gruppenfoto der Teilnehmerinnen am Workshop: Long-Term Monitoring in Alpine Areas in Obergurgl (30.09.2017)

Die Alpine Forschungsstelle Obergurgl stellte beim Workshop die von ihr betreuten Langzeitprojekte vor. Obergurgl ist eines der neun Untersuchungszentren innerhalb der LTSER-Plattform Tyrolean Alps (LTSER = Long-term Socio-economic and Ecosystem Research). Diese Plattform ist wiederum integriert in das Netzwerk LTER Austria (Austrian Long-term Ecosystem Research Network) und damit auch im europäischen Netzwerk der Langzeitforschung LTER verankert. Obergurgl kann auf eine sehr lange Tradition der Forschung verweisen: bereits kurz nach der Gründung der Alpinen Forschungsstelle im Jahr 1951 begannen die Messungen an der Wetterstation am Gelände des Universitätszentrums, ebenso die Untersuchungen an den großen Gletschern in Vent (Hintereisferner, Kesselwandferner, Vernagtferner). Noch länger zurück reichen die Bewegungsmessungen am Blockgletscher Äußeres Hochebenkar in Obergurgl, der kontinuierlich seit 1938 bis heute vermessen wird.

Seit mehr als 20 Jahren betreibt die Alpine Forschungsstelle Obergurgl umfangreiche Langzeituntersuchungsprojekte. Zunächst war das Gletschervorfeld des Rotmoosferners im Fokus der Dauerbeobachtung: zwei Wetterstationen wurden installiert, die Erstbesiedelung durch Pflanzen, Pilze, Tiere wurde studiert und Nahrungsnetze analysiert. Bis heute werden jeden Sommer 40 markierte Flächen auf Veränderungen ihrer Artenzusammensetzung hin untersucht.

 

Wetterstation RotmoostalWetterstation der Alpinen Forschungsstelle Obergurgl im Rotmoostal südwestlich von Obergurgl.

Im Jahr 2000 wurde das Langzeituntersuchungsprogramm ausgedehnt auf den gesamten Höhengradienten von den Weideflächen in Obergurgl (1960 m Meereshöhe, subalpine Stufe) bis zu den Abhängen des Kirchenkogels (2790 m Meereshöhe, obere alpine Stufe). Mittlerweile reichen die vegetationskundlichen Untersuchungen und populationsökologischen Experimente hinauf bis auf die Liebener Rippe in 2900 m Meereshöhe. Im Mittelpunkt stehen die Fragen nach den Veränderungen von Flora und Fauna im Zuge des Klimawandels, den Auswirkungen des Weideausschlusses,  dem Verlauf von Temperatur und Feuchtigkeit und Fragen nach den Keimungs- und Etablierungschancen von Pflanzengruppen, die durch den Klimawandel gefördert oder verdrängt werden. Insgesamt werden sieben Pflanzengesellschaften in über hundert 1 x 1 m großen Flächen untersucht. Der Weideausschluss führte zu einer signifikanten Reduktion der Artenvielfalt im Bereich von Obergurgl, wobei sich vor allem Hochstauden in der eingezäunte Fläche ausbreiteten. In der alpinen Stufe wurde ein Rückgang von kleinwüchsigen Pflanzenarten in den Weideausschlussflächen festgestellt.

Eines der weltweit am weitesten verbreiteten Langzeitprojekte ist das Netzwerk GLORIA (Global Observation Research Initiative in Alpine Environments), das mittlerweile über 130 Gebirgsregionen umfasst. Das dichteste Netz an Untersuchungsgebieten liegt in Europa, es folgen Süd- und Nordamerika und Asien. Ziel des Projektes ist es, die Veränderungen der Vegetation auf jeweils vier Berggipfeln pro Region in Abständen von 5 – 10 Jahren zu untersuchen, um die Auswirkungen des Klimawandels beziffern zu können. Zahlreiche GLORIA –MitarbeiterInnen waren beim Workshop in Obergurgl vertreten. Brigitta Erschbamer vom Institut für Botanik der Universität Innsbruck und Mitorganisatorin des Workshops betreut zwei GLORIA-Gebiete in Südtirol, eines in den Dolomiten und eines im Naturpark Texelgruppe. Aktuelle Daten vom Sommer 2017 wurden beim Workshop von ihrer Mitarbeiterin Lena Nicklas vorgestellt: die Artenvielfalt auf den untersuchten Bergen der Texelgruppe stieg in den Höhenlagen von 2180 m bis 3074 m Meereshöhe kontinuierlich an. Am höchsten der vier Gipfel, auf 3287 m Meereshöhe, gingen die Artenzahlen in den letzten 14 Jahren allerdings leicht zurück.

In Obergurgl wurde vor allem diskutiert, wie die große Datenfülle des GLORIA-Netzwerks noch besser ausgewertet und publiziert werden kann. Übersichten über Ergebnisse und Prognosen sollen Studierenden und WissenschaftlerInnen, aber auch den jeweiligen GebietsmanagerInnen zur Verfügung gestellt werden.

Das Book of Abstracts dieser Veranstaltung kann nach Rückfrage bei Klaus.Schallhart@uibk.ac.at als pdf bezogen werden.

 


 

Logo Newsletter kleinNewsletter 01/17

Der aktuelle Newsletter der Alpinen forschungsstelle Obergurgl ist nun online verfügbar. Für ein pdf klicken Sie bitte hier.

 

 

 


 

 logo workshop neu

Die Alpine Forschungsstelle Obergurgl, hepia Geneva und die LTSER Plattform Tyrolean Alps organisieren von 29. September bis 3. Oktober den Workshop Long-Term Research in Mountain Areas am Universitätszentrum Obergurgl. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Sonderseite (unten rechts).

 


 

Tätigkeitsbericht 2016 DeckblattTätigkeitsbericht 2016

NEU: Der Tätigkeitsbericht der Alpinen Forschungsstelle Obergurgl ist jetzt online. Für den Download des PDF Dokuments klicken Sie bitte hier oder auf das Titelbild links. 

 

 

 

 


 

Deckblatt PollenflugberichtPollenflugbericht 2016

Der Pollenflugbericht des Jahres 2016 für Obergurgl ist hier für alle Interessierten gratis zum Download verfügbar. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dr. Notburga Oeggl-Wahlmüller (Universität Innsbruck, Institut für Botanik) für die Bereitstellung des Berichts.

 

 

 

 

 

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