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Anmerkungen:

1. Mit seinem Roman: Dem Netz des Jägers entronnen. München 1991, versuchte Schwager seine Theologie ausschließlich in narrativer Form auszudrücken.

2. So z. B: die Frage nach der Einheit von Altem und Neuem Testament, nach der Zuordnung des zornigen Gottes zum Gott der Güte, des Heils zur Verdammnis, der bedingungslosen Vergebung Gottes zum Opfer oder der Umkehr als Vorbedingung des Heilswillens, von Gnade zu Moral und Erziehung usw. Vgl. dazu v. a. Raymund Schwager, Der wunderbare Tausch. Zur Geschichte und Deutung der Erlösungslehre. München 1986.

3. So z. B. die Frage nach einer Theologie der Religionen. Vgl. dazu: Józef Niewiadomski, Raymund Schwager, Gerhard Larcher, Dramatisches Konzept für die Begegnung von Religionen. In: Christus allein? Der Streit um die Pluralistische Religionstheologie. Hrsg. von R. Schwager. Freiburg 1995, 83­117.

4. Vgl. die Diskussion der wissenschaftstheoretischen Probleme in: Raymund Schwager, Jesus im Heilsdrama. Entwurf einer biblischen Erlösungslehre. Innsbruck 1990, 73­76. Gegenwärtig arbeitet Schwager an einem Buch zum Thema: Dogma und Drama.

5. So z. B. Raymund Schwager, Glaube und Friedensauftrag. In: Ignatianisch: Eigenart und Methode der Gesellschaft Jesu. Hrsg. von M. Sievernich und G. Switek. Freiburg 1990, 670­682; Für Gerechtigkeit und Frieden. Der Glaube als Antwort auf die Anliegen der Gegenwart. Innsbruck 1986.

6. Vgl. z. B. Raymund Schwager, Selbstorganisation und Theologie: Skizze eines Forschungsprojekts. In. ZKTh 109 (1987) 1­19; Theologie ­ Geschichte ­ Wissenschaft. In: ZKTh 109 (1987) 257­275; »Rache ­ Gerechtigkeit ­ Religion«. Überlegungen zu einer interdisziplinären Forschungsarbeit. In: ZKTh 110 (1988) 284­299; Theologie und Literaturwissenschaft. In: Gespräche der Fakultäten ­ Interdisziplinarität. Innsbruck 1990; Aktuelle methodische Probleme der Theologie und das Verhältnis zu anderen Wissenschaften. In: Vernetztes Denken. Hrsg. von H. Reinalter. Thaur 1993, 305­317.

7. So läßt sich gerade sein Roman (s. Anm. 1) als ein Itinerarium der spirituellen Erfahrung lesen.

8. Es ist auffallend, daß die Arbeiten Schwagers nur in Hinblick auf die sekundären Fragen zitiert werden, der Ansatz aber bisher tabuisiert wird. Paradigmatisch für diese Verdrängung soll Johann Baptist Metz genannt werden; er weiß zwar »zu wenig von seinem [Girards] Werk«, doch ist er »eher skeptisch gegenüber der Art, wie Girard zur Zeit in der Soteriologie herumspukt«, womit wohl der Ansatz Schwagers gemeint sein muß. Metz in der Diskussion in: Worüber man nicht schweigen kann. Neue Diskussion zur Theodizeefrage. Hrsg. von W. Oelmüller. München 1992, 41.

9. Meine erste Arbeit für Schwager als sein Assistent (1978­1991) war die Überprüfung der Bibelzitate für die erste Auflage von Brauchen wir einen Sündenbock?. Einem Oberlehrer gleich, habe ich fast jeden zweiten Abschnitt kritisch zerrissen, weil mir die Unverträglichkeit der Thesen mit der gängigen akademischen Forschung unerträglich erschien. Eine solch destruktive kritische Einstellung behielt ich über Jahre hinweg. Schwager tolerierte sie auf eine geradezu bewunderswerte Art und Weise; erst nach Jahren enger Zusammenarbeit habe ich angefangen, meine Urteile durch die Sicht Schwagers zu korrigieren, und dadurch entdeckte ich einen ungeheuer kreativen Zugang zum eigenen theologischen Denken.

10. Vgl. Raymund Schwager, Brauchen wir einen Sündenbock? Gewalt und Erlösung in den biblischen Schriften. Thaur 31994, 54­142. Programmatisch (und kurz) zum ganzen Projekt: Ders., Biblische Texte als Mischtexte. Das hermeneutisch-spirituelle Programm der Entmischung. In: Katechetische Blätter 19 (1994) 698­703.

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