Die inneren Organe

In Anlehnung an die letzte Doppelseite des Buches, können mehrere Ansätze anschließend (oder auch vorausgehend) unternommen werden, um das Wissen zu festigen. Sollte man die Methoden vor der Lektüre anwenden, so ist es wichtig, auch später dieselbe Aufgabe durchzuspielen, um sicher zu sein, dass die aktuell korrekten Inhalte gefestigt werden.

Die vorgeschlagenen Methoden sind für unterschiedliche Altersstufen geeignet. Als Pädagog:in kann man jedoch seine eigenen Kindergruppen/Klassen selbst nach einige Zeit sehr gut einschätzen und weiß, was ihnen zuzutrauen ist. Das vorgeschlagene Alter ist daher nur als Orientierung zu sehen.

Organe legen - Puzzle

Altersgruppe: ab 6 Jahren

Ziel: Die Lage der Organe soll, geleitet durch eine Vorlage, erkannt werden.

Benötigtes Material:

  • Ausdruck der Organe in Farbe (klicke hier) – die Auflösung ist für das Format A3 konzipiert
  • Schere
  • evtl. Foliermaschine für Ausdruck

Durchführung:
Beim „Organe legen“ wird ein Bild eines menschlichen Torsos ausgedruckt und den Kindern „leer“ zur Verfügung gestellt. Anschließend soll – wie bei einem Puzzle – das richtige Organ an die Stelle gelegt werden, die bereits im Torso leicht eingezeichnet worden ist. Da hier sehr viele Einzelteile vorhanden sind, sollten Kinder auf keinen Fall unbeaufsichtigt üben. Älteren Kindern ist diese Arbeit durchaus alleine zuzutrauen.

Bei dieser Arbeit ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Geschlechtsorgane ausgelassen werden. Es handelt sich also um jene Organe, die alle Menschen – unabhängig ihres Geschlechts – miteinander teilen.

Beim Blinddarm kann zusätzlich noch darauf hingewiesen werden, dass es sich bei dem Anhang um den Wurmfortsatz handelt, den Toni schlussendlich herausoperiert bekommt (siehe „Was mir mein Bauch erzählt“ Kapitel: Die Blinddarm-Entzündung).

Organe legen - Zeichnung

Altersgruppe: ab 5 Jahren

Ziel: Die Lage der Organe sollen anhand des eigenen Körpers erkannt werden.

Benötigtes Material:

  • Großes Papier (eventuell Flipchartpapier/Zeichenpapierrolle in entsprechender Größe)
  • Ausdruck der Organe in Farbe (klicke hier) – die Auflösung ist für das Format A3 konzipiert
  • Schere
  • evtl. Foliermaschine für Ausdruck
  • Flipchart-Stifte/Filzstifte

Durchführung:
Das Papier wird auf den Boden gelegt und die Kinder sollen sich, mit den Extremitäten leicht ausgestreckt, darauflegen. Anschließend wird mit einem Stift die Kontur der Kinder nachgezeichnet. Am meisten Spaß macht das, wenn andere Kinder die Konturen nachfahren und nicht ein:e Pädagog:in.

Sobald die Kontur nachgezeichnet ist, sollen die Kinder beginnen, die ausgedruckten Organe in ihre eigene Körperkontur zu legen. Das Buch kann dabei als Hilfe gesehen werden, muss aber nicht. Interessant ist es hier, die Kinder selbst probieren zu lassen. Hilfestellung kann geleistet werden, indem man auch den Nabel als Orientierung einzeichnet. Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse liegen bspw. oberhalb, der Dünndarm liegt auf der Höhe des Bauchnabels selbst. 

Für die Pädagog:innen ist es ideal, sich den Torso von der Übung „Organe legen – Puzzle“ auszudrucken, um im Falle Verwechslungen der Organe korrigieren zu können.
Bei dieser Übung fokussiert man sich jedoch in erster Linie auf die Organe, welche für die Verdauung relevant sind.

Organe legen - Zeichnung: Zusatz

Sind die Organe gelegt worden, kann man zusätzlich mit einem Stück Apfel arbeiten, um die einzelnen Stationen, die dieses Stück Apfel durchlaufen würde, nachzustellen:

  • Station 1: Zähne. Hier wird der Apfel zerkleinert und durch den Speichel werden die zerkleinerten Teile zu einem Brei verarbeitet, der sich gut schlucken lässt.

  • Station 2: Speiseröhre. Die Speiseröhre transportiert den Brei Richtung Magen. Am Ende der Speiseröhre befindet sich ein Eingang zum Magen, der verschlossen wird, sobald der Brei im Magen gelandet ist. Der Verschluss ist deshalb notwendig, damit die Magensäure nicht in die Speiseröhre gelangt und diese verletzt.

  • Station 3: Magen. Der Nahrungsbrei wird hier mit der Magensäure vermengt und zu einem glatten Brei bearbeitet. Der Magen arbeitet mit Hilfe der peristaltischen Bewegung. Erst wenn der Brei keine großen Stücke mehr enthält, wird er weiterbefördert.

  • Station 4: Dünndarm. Im Dünndarm werden dem Speisebrei die wichtigen Nährstoffe entzogen und in unser Blutsystem transportiert. Für diese Station sind auch Leber und Bauchspeicheldrüse sehr wichtig, da diese Stoffe und Flüssigkeiten produzieren, die unserem Dünndarm helfen, die Nährstoffe zu verarbeiten. Der Dünndarm wird in mehrere Abschnitte unterteilt – der Zwölffingerdarm ist der erste Abschnitt des Dünndarms und beginnt am Magenausgang.

  • Station 5: Dickdarm. Im Dickdarm wird der Entzug der Nährstoffe weiterfortgesetzt. Zusätzlich wird hier dem Brei auch alle Flüssigkeit entzogen. Das, was übrigbleibt, ist der Kot.

  • Station 6: Enddarm. Der Enddarm zählt noch zum Dickdarm. Hier kann der Kot bis zu fünf Tagen bleiben, bis er schlussendlich über den After ausgeschieden wird.

Organe-Memory

Altersgruppe: ab 4 Jahren

Ziel: Das Aussehen der verschiedenen Organe als auch die Wörter werden verinnerlicht.  

Benötigtes Material:

  • Ausdruck Memory (klicke hier)
  • Schere
  • evtl. Foliermaschine für Ausdruck

Durchführung:
Das Memory-Set wird ausgedruckt und im besten Fall foliert, um es auch in Zukunft immer wieder verwenden zu können. Am besten ist es, wenn man das Memory auf einem härteren Papier ausdruckt.

Anschließend sollen die Bild-Paare gefunden werden. Zusätzlich sollten die einzelnen Namen der Organe genannt werden, damit diese sich, zusammen mit dem entsprechenden Bild, im Gedächtnis einprägen. Als Hilfestellung sind die Namen bereits auf die Memory-Kärtchen gedruckt.

Kinder, die bereits lesen können, können die Wörter also selbst vorlesen.

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