Gender Mainstreaming – Frauenförderung – Gleichstellung
 

Gender Mainstreaming:

Frauenförderung:

  • relationaler Ansatz (gerichtet auf Verhältnis Männer - Frauen)
  • richtet sich gezielt an Frauen
  • querschnittsmäßiger Ansatz (in alle Maßnahmen/Projekte einzubeziehen)
  • spezifischer Ansatz (unterstützt Frauen, bietet Projekte für Frauen an)
  • zielt auf Rahmenbedingungen/Strukturen, die Ungleichheit hervorbringen
  • zielt direkt auf bestehende Ungleichgewichte
  •  wirkt auf lange Sicht und weniger direkt
  • erarbeitet auch kurzfristig wirksame Maßnahmen

Strategien für alle Politikbereiche

Strategien für einzelne Politikbereiche


--> Doppelstrategie zur Gleichstellung erforderlich

 

 

Leider musste schon oft die Erfahrung gemacht werden, dass gerade Entscheidungsträger zwar den Begriff GM gern verwenden, aber nicht wissen, was er wirklich bedeutet (und wie extrem mühsam aber auch qualitätssteigernd ernsthaft betriebenes GM ist). Daher rührt wohl auch das – zum Teil nicht unberechtigte – Misstrauen weiter Teile der Frauenbewegung gegen das vielbeschworene GM. Problematisch ist auch, dass etliche Maßnahmen unter dem Oberbegriff GM an traditionellen Rollenbildern festhalten und so vorhandene Strukturen perpetuieren.
Richtig angewandt kann GM aber durchaus ein sinnvoller Ergänzungsansatz zu anderen formen der Gleichstellungspolitik sein. Auch können so gleichstellungsfördernde Ansätze abgestimmt in die anderen universitären Abläufe einbezogen werden. Sie sind damit nichts Systemfremdes besonderes mehr, kein Störfall und auch kein überflüssiger Luxusartikel für üppige Zeiten.
Allerdings ergibt sich ein Problem dann, wenn GM in ein Leitbild eingebettet propagiert und evtl praktiziert wird, das auf ökonomisches Funktionieren vor politischer Gestaltung setzt („New Public Management“) und Gerechtigkeits- und Solidaritätserwägungen in den Bereich des Privaten verdrängt (vgl dazu die Analyse von Holzleitner, Gender Mainstreaming an den Universitäten. Fortschritt, Rückschritt oder Stillstand? in Appelt (Hg) Karriereschere. Geschlechterverhältnisse im österreichischen Wissenschaftsbetrieb, 2004, 27ff).