Über uns

Die Inhalte von „Synagoge und Kirchen“ verstehen sich als akademischer Beitrag zur Deckung eines sowohl kirchlichen als auch gesellschaftlichen Bedarfs. Die verstärkte Öffnung der katholischen Kirche auf die anderen Kirchen hin, die seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) zu einem fixen Bestandteil kirchlichen und theologischen Strebens geworden ist, brachte eine Neureflexion des kirchlichen Profils mit sich. In gleicher Weise, nicht zuletzt auf dem Hintergrund der Aufarbeitung der Geschehnisse rund um die Shoa, wird auch das christlich-jüdische Verhältnis und damit verbunden die Notwendigkeit einer neuen christlichen Theologie des Judentums von der gemeinsamen Wurzel her diskutiert. Die sich daraus ergebenden Fragen sind gesellschaftlich von hoher Relevanz, was sich nicht zuletzt auch hier in Österreich und speziell in Tirol (Dialog zwischen den christlichen Kirchen, jüd.-christl. Dialog, muslim.-christl. Dialog) immer wieder zeigt. Die große Stärke und Herausforderung dieser Forschungsvernetzung besteht somit im notwendigen Zusammenwirken von Grundlagenforschung, kirchlicher Profilbildung (im Sinne von Einheit in versöhnter Verschiedenheit / eines differenzierten Konsenses) und konkretem Praxisbezug. Dies wiederum erfordert eine zusätzliche Praxisreflexion, die ihrerseits drängende Anfragen an die Grundlagenforschung zu formulieren vermag.

 Chronologie

 Kleine Chronologie von den Projekten bis zur Eingliederung in den FSP "Kulturelle Begegnungen - Kulturelle Konflikte"


Editorische Arbeiten und Datenbanken

Für die Grundlagenforschung, die im Rahmen dieses Forschungsschwerpunktes geleistet wird, ist die an der Fakultät aufgebaute und betreute Literaturdatenbank THEOLDI, die mittlerweile mit ixtheo fusioniert hat, von unverzichtbarem Wert für eine möglichst effiziente und zielsichere Übersicht über die relevante bibelwissenschaftlich-judaistische (BILDI) sowie kirchenrechtliche (KALDI) Literatur, die zu den diskutierten Einzelthemen bisher erschienen ist. Zudem unterstützt sie auch indirekt die internationale Wahrnehmung des Schwerpunktes, wird doch täglich weltweit auf diese Datenbank zugegriffen. Eine weitere nicht mehr wegzudenkende Infrastruktur stellt die Bibelwissenschaftliche Diadatenbank dar, deren Grundbestand von 12.000 Lichtbildern aus der Welt und Umwelt der Bibel sowie des frühen Juden- und Christentums permanent erweitert und aktualisiert wird. An der Digitalisierung der Datenbank inkl. umfangreicher Metadaten und Verschlagwortung wird derzeit gearbeitet.


 

Kontakt

Ao. Univ.-Prof. Dr. Andreas Vonach (Sprecher des Forschungszentrums)

Bei Fragen kontaktieren sie uns gerne hier.

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