Internationale Agri-Food-Vorlesung

„Verbände für die Erhaltung der bäuerlichen Landwirtschaft (AMAP): Neudefinition der von der französischen Gemeinschaft unterstützten Landwirtschaft“

Der französische Sozialwissenschaftler präsentierte das Phänomen der AMAP und anderen kurzen Agri-Food Wertschöpfungsketten. AMAP steht für „Associations pour le maintien d‘une agriculture paysanne“ und ist eine Gruppe von Non-Profit Organisation, die Anfang des 21. Jahrhunderts entstanden. Bei den AMAP arbeiten Bauern aus der Region mit Konsumentinnen zusammen, um den regionalen landwirtschaftlichen Markt wiederzubeleben und um der Bevölkerung das lokale Einkaufen zu erleichtern. Dabei stellen die Bauern einen sogenannten „panier saisonnier“ zusammen, also einen Korb, gefüllt mit Obst und Gemüse, die zu dem Zeitpunkt geerntet werden können. Über die AMAP gelangt dieser Korb dann, für einen zwischen den Parteien verhandelten gerechten Preis, wöchentlich an Konsumenten und Konsumentinnen. Beispielsweise kostet ein Korb 23 Euro. In Frankreich gibt es bereits über 2000 AMAP, die 320.000 KonsumentInnen bedienen.

 

Kooperationspartner: Dr. Jean Lagane
Universität: Université Aix-Marseille
Institut: Laboratoire méditerranéen de sociologie

Antragsteller: Dr. Markus Schermer
Universität: Universität Innsbruck
Institut: Institut für Soziologie