Forschungszentrum Information Systems for Connected Work and Life

Leiter

Univ.-Prof. Dr. Ulrich Remus (Institut für Wirtschaftsinformatik, Produktionswirtschaft und Logistik, Wirtschaftsinformatik II)

Forschungsziele

Im interdisziplinären Forschungszentrum “Informationssysteme für vernetztes Arbeiten und Leben” identifizieren, analysieren und gestalten wir innovative Lösungen für Herausforderungen beim Einsatz von Informationstechnologien auf individueller, Gruppen-, organisationaler, gesellschaftlicher und politischer Ebene.

Informationssysteme (IS) spielen eine wichtige Rolle in Organisationen, wie beispielsweise bei der Unterstützung von Managemententscheidungen, Geschäftsprozessen, bei der Zusammenarbeit von Mitarbeitern und der Wissensarbeit innerhalb von Unternehmen. IS-Forschung überschreitet aber mittlerweile auch die organisationalen Grenzen und adressiert die Chancen und Herausforderungen einer zunehmend vernetzten Welt. So behandelt die IS-Forschung verstärkt Fragestellungen zu interorganisationalen Projekten und Prozessen, wie beispielsweise IS Sourcing, Supply Chain Management, und das Management von Wissensnetzwerken.

Gleichzeitig konzentriert sich die IS Forschung auch zunehmend auf die Beziehungen zwischen Arbeit und anderen Lebensbereichen. Damit wird der betriebswirtschaftliche Fokus traditioneller IS-Forschung um ökonomische und soziale Auswirkungen des Einsatzes von Informationstechnologien erweitert. Ein Auslöser für diesen erweiterten Fokus ist sicherlich das Internet, und damit verbundene Phänomene, wie beispielsweise Soziale Netzwerke, Internet der Dinge, und der durch IS ermöglichte gemeinsame Konsum von Gütern, die verstärkt in alle Lebensbereiche eindringen.

Dementsprechend umfasst IS-Forschung sowohl negative Aspekte der Nutzung von IT, wie beispielsweise Technostress, Sucht, Missbrauch, Informationsüberlastung und Hyperkonnektivität, als auch positive Aspekte, wie beispielsweise die Unterstützung humanitärer Initiativen, oder das Ermöglichen eines offenen Zugangs zu Information, Wissen, Gesundheitsversorgung und Bildung. Zur Bewertung und Abwägung der negativen und positiven Aspekte sind in der IS-Forschung darüber hinaus ökonomische Analysen notwendig, um deren Auswirkungen auf Unternehmen, Konsumenten, Technologieanbieter, politische Entscheidungsträger und die Gesellschaft als Ganzes zu bestimmen.

Zusammengefasst greifen wir im Forschungszentrum ‘Informationssysteme für vernetztes Arbeiten und Leben’ gemeinsam Herausforderungen unserer Gesellschaft beim Einsatz von IT auf, analysieren sie, um die Entwicklungen zu erklären und gestalten innovative Lösungen. Das Forschungszentrum untersucht nicht nur die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen von IS auf organisationaler Ebene, sondern differenziert sich durch die zusätzliche individuelle, gruppenspezifische, gesellschaftliche und ökonomische Betrachtung und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die Gestaltung von IS. Das umfasst sowohl die Entwicklung neuer Methoden und Werkzeuge, als auch ein erweitertes Verständnis in bereits etablierten Forschungsfeldern. Typische Beispiele sind Geschäftsprozessmanagement, Operations Management, Entscheidungsunterstützung, IS Projektmanagement, Computer Supported Cooperative Work, IS für Wissensarbeit, sowie neu entstehende Bereiche wie soziale Medien, gesellschaftliche Herausforderungen des Einsatzes von IS, und der durch IS ermöglichte gemeinsame Konsum von Gütern.

 Interview mit Leiter Ulrich Remus (Video)

Beteiligte Organisationseinheiten

Homepage des Forschungszentrums

http://www.uibk.ac.at/iscowoli/