Forschungszentrum Digital Humanities

Koordinatorin

Univ.-Prof. Dr. Ulrike Tanzer (Forschungsinstitut Brenner-Archiv)

Stellvertretung

assoz. Prof. Mag. Dr. Eva Pfanzelter (Institut für Zeitgeschichte)

Mag. Dr. Günter Mühlberger (Institut für Germanistik)

Forschungsziele

Die Geisteswissenschaften bleiben von dem Paradigmenwechsel, ausgelöst durch die digitale Revolution, nicht unberührt. Die Digital Humanities (DH) setzen sich zum Ziel, den Einsatz der Informationstechnologien in den Kultur- und Geisteswissenschaften zu erforschen und ihn voranzutreiben. Dabei adaptieren sie nicht bloß bestehende Methoden für die neue Arbeitsumgebung, sondern entwickeln auch neue Forschungsstrategien und -ansätze. Gleichzeitig lassen DH bei der Fokussierung auf die digitalen Methoden auch die Folgen des „digital turns“ sowohl für die Gesellschaft als auch für die Kultur- und Geisteswissenschaften nicht aus den Augen.

An vielen Fakultäten der Universität Innsbruck führen Forscherinnen und Forscher bereits Forschungsprojekte durch, die zu DH gezählt werden. So werden größere Korpora linguistisch analysiert, Editionen mit Hilfe moderner Datenmodellierung besorgt, 3D-Datenmodelle von Kulturdenkmälern erstellt und neue Algorithmen zur Verbesserung der OCR-Qualität erprobt.

Um die Forschung in DH zu erleichtern und um die unterschiedlichen Bestrebungen in diesem Bereich zu bündeln, wurde das Forschungszentrum Digital Humanities (FZ) gegründet. Dieses FZ versteht sich als eine Anlaufstelle für die Forschenden in DH innerhalb der Universität Innsbruck (LFU). Zum einen dient sie allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die im Bereich der DH arbeiten, als Plattform, in der sie ihre Erfahrungen austauschen und neue Ansätze miteinander diskutieren können. Zum anderen kann das FZ auch als Beratungsinstanz für jene dienen, welche DH für ihre Forschungen einsetzen wollen. Bedingt durch das breite Arbeitsfeld der DH gibt es viele Expertinnen und Experten in unterschiedlichen Gebieten. Ihr Wissen soll mittels des FZs den Ratsuchenden auch über die LFU hinaus zur Verfügung gestellt werden.

Gerade in einem Bereich, in dem die Forschung vergleichsweise schnell vorangetrieben wird, ist es schwer, einen guten Überblick über die Disziplin zu gewinnen und zu behalten. Das Forschungszentrum wird deshalb die interne Kommunikation und externe Vernetzung fördern, Gastvorträge und Workshops organisieren sowie gemeinsame Projekte initiieren. Auf diese Weise wird der Forschungsstand in bestimmten Teilbereichen dokumentiert, neue Forschungsfragen werden angeregt und diskutiert.

Beteiligte Organisationseinheiten

Fakultät für Architektur

 Fakultät für Mathematik, Informatik und Physik

Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften

 Fakultät für Technische Wissenschaften

 Katholisch-Theologische Fakultät

Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät

 Philosophisch-Historische Fakultät

 Universitätsbibliothek

Homepage

https://www.uibk.ac.at/digital-humanities/