Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät

Univ.-Prof. Dr. Stefan Neuhaus

Retrodigitalisierung IZA-Audiothek

(Beginn 1.5.2012 Projektende 1.12.2012)

 

Abschlussbericht

 

Projektziel

    

Das IZA verfügt über eine Sammlung von 4.414 Tonbandkassetten mit 7.177 Tonaufnahmen von Radiosendungen mit Hörspielen, Autoren-Interviews, Autorenporträts und Features, die bis in die frühen 50er Jahre zurückreichen. Seit 1986 werden systematisch Mitschnitte von österreichischen, deutschen und Schweizer Rundfunkproduktionen gesammelt. Die von Prof. Dr. Michael Klein angelegte und bis heute kontinuierlich fortgeführte Sammlung von Radiosendungen zur deutschsprachigen Literatur bzw. Beiträgen von deutschsprachigen AutorInnen war in der Vergangenheit ein von den Studierenden und Lehrenden der gesamten Fakultät vielgenutztes Quellenmaterial. Der Übergang von analogen zu digitalen Medien, der in den 90er Jahren einsetzte, hatte jedoch zur Folge, dass das Material heute kaum noch genutzt wird bzw. werden kann, da ganz einfach keine Abspielgeräte mehr zur Verfügung stehen. Im Sommer 2010 suchte das IZA deshalb erstmals um Förderung über ein eLearning-Projekt (2010/3) zur Digitalisierung von 400 Tonbandkassetten an; 2011 wurde ein weiterer Antrag zur Digitalisierung von 1.350 Kassetten bewilligt. Dank der von der Abteilung für Digitalisierung (DEA) entwickelten Technik, die das parallele Arbeiten mit sechs Tonbandgeräten erlaubt, konnte die Hälfte der IZA-Audiothek digitalisiert werden.    

Die Audiodokumente werden in maximaler Qualität im WAV-Format auf einem vom ZID kostenlos zur Verfügung gestellten Share-Laufwerk gespeichert. Für den täglichen Gebrauch werden die Audio-Dokumente im MP3-Format auf einer externen Festplatte im Archiv gespeichert. 

  

Wie vom österreichischen Urheberrecht vorgesehen, können die Audio-Dokumente für den Einsatz im Unterricht auf CD gebrannt und verliehen bzw. vor Ort zur Verfügung gestellt werden. Die BenutzerInnen werden in einem entsprechenden Formular über die urheberrechtlichen Bestimmungen und das darin enthaltene Vervielfältigungsverbot informiert und zum Einverständnis mit den Ausleihbedingungen per Unterschrift aufgefordert. 

 

Von einer solchen Ausleihmöglichkeit profitieren zahlreiche Lehrveranstaltungen, so kann z.B. ein Seminar zur Literatur mit Porträts und Aufnahmen von AutorInnen arbeiten, für eine LV zu dramatischen Gattungen können die zahlreichen Hörspiele eingesetzt werden oder die Features und Interviews können als Anschauungsmaterial in berufsvorbereitenden Veranstaltungen zum Thema Kulturjournalismus, Literaturkritik u.ä. dienen.

Die Abteilung für Digitalisierung, die seit Beginn dieses Jahres zur Organisationseinheit des Instituts für Germanistik gehört, hat sich bereit erklärt, die Digitalisierung in der anberaumten Projektlaufzeit durchzuführen und, anders als in den vorhergehenden Projekten, auch die Qualitätskontrolle selbst durchzuführen.


 

 

Mehrwert

Die Mitschnitte, vor allem die Hörspiele, stellen ein für die Lehre unverzichtbares Anschauungsmaterial dar. Durch die Digitalisierung können die Materialien in guter Qualität über jeden belieben Typ von Playern abgespielt werden.

 

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