Jenseits des Abgrunds

Roman

Ulrike Kotzina


Jenseits des Abgrunds

Erscheinungsdatum: September 2021
Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten
Preis: € 21,90
ISBN 978-3-903539-03-7


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Pressestimmen

Eine kurzweilige Lektüre mit zahlreichen Cliffhangern!

Johanna Lenhart, Literaturhaus Wien

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Zerreißprobe für ein Paar beim exklusiven Wellness-Urlaub in Tirol: Noah verschwindet über Nacht aus dem Hotel, Mira ist alarmiert. Die noch junge Beziehung muss neu definiert werden. Im Laufe der Woche, getrennt voneinander, müssen sich beide mit ihren Verletzungen, Ängsten, Bedürfnissen und Hoffnungen auseinandersetzen. Dabei spielen ein Gleitschirmunfall, Gedächtnisverlust, auftauchende Erinnerungen, Betrug, ein Heiratsantrag, ein Polizeieinsatz, ein Hörsturz und ein Toter tragende Rollen. Finden Noah und Mira wieder zueinander? Begeben sie sich gemeinsam auf das Abenteuer „Beziehung neu“?

„In Gedanken an Fürst Pückler marschierte er los und ­spazierte, wie er merkte, bald im Kirschblütenregen durch ein gewundenes Gässchen mit Kopfsteinpflaster, das sich unerwartet zu einem halbrunden Platz auftat. Einen Augen­blick stand er wie berauscht in den Blüten, die ein leichter Wind sanft von den Bäumen blies, und über ihm spannte sich ein frischblauer Himmel nach jener langen, kalten und schneereichen Zeit.
Er wusste noch, er wollte zu einem Schloss in der Stadt mit botanischen Raritäten, die er besichtigen mochte, aber als er wie in Trance unter den Bäumen verharrte, fing er an, sich zu fragen, wo er eigentlich war, verträumt und zerstreut, wie er umherspaziert war. Er war als Einziger auf dem Platz unter den Kirschen gestanden, unter denen drei Bänke zum Sitzen einluden, und aus unklarem Grund war ihm plötzlich erschienen, dass alles, was er wollte, gelänge, wie geplant: sein Weg in die Freiheit als Landschaftsgestalter, seine Pläne, die abenteuerliche Touren betrafen, und natürlich ein Ausgleich in der Beziehung mit Mira, die er plötzlich vermisste unter dem strahlenden Mai-Himmel, obgleich er sie am Abend noch zum Essen gesehen hatte – in dem Blütenregen vermisste, den er gern mit ihr geteilt hätte, etwa wie man den Anblick eines Kunstwerks gern teilt. Er hätte sie am liebsten ganz nah bei sich stehen gehabt, schweigend – und gemeinsames Schweigen wäre Bedingung gewesen, wie zuletzt, in seiner Wohnung beim Blick hinaus, in die Dämmerung, und er hätte sie umfasst, wie er sie damals umfasst hatte, und ihr später das Bild einer Zukunft gemalt, vielleicht sogar wörtlich: in einem zögernden Satz.“


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