Fakultät für Architektur

BScArch MArch Jan Willmann, Mag. Katharina Weinberger

Podcast 5

(Beginn 1.1.2010 Projektende 31.12.2010)

Abschlussbericht
 

Projektziel

Das Projekt “Podcast 3” verlief mit großer Zufriedenheit der beteiligten Personen und der zuständigen Abteilungen. Vor allem die StudentInnen profitierten von einer in diesem Projekt produzierten Anzahl von über 46 Podcasts mit einer Gesamtlänge von über 3.800 Minuten, so dass auf der lehrstuhleigenen Website bisher über 15.700 Downloads beziehungsweise Streaming-Zugriffe registriert wurden.

Vor allem aufgrund des geänderten Curriculums (Bachelor- und Master) und einer damit verbundenen wesentlichen Ausweitung der Lehrtätigkeit war es nötig, auch ein quantitativ verbessertes Angebot zu erstellen. Zudem konnte auch der Workflow vielfach optimiert werden (z.B. Produktionszeit unter 24h, standardisierte Pre-und Postproduction, etc.) und weitere Maßnahmen zur Qualitätssicherung wie die verbesserte Komprimierung und eine RSS-Abonnierung umgesetzt werden. Die aus dem Projekt „Podcast 3“ gewonnenen Erfahrungen konnte zudem an andere Lehrstühle der Fakultät weitergegeben werden.
Das hier beantragte Folgeprojekt „Podcast 5“ baut auf diesen positiven Ergebnissen auf und soll die bisherige Entwicklung auf den folgenden Gebieten ausbauen:

Erstens soll das bisherige Podcast-Angebot um die für das kommende Semester angesetzte Ringvorlesung der Architekturfakultät erweitert werden. Dies umfasst nicht nur die Aufnahme verschiedener Gastvorträge, sondern ebenso Video-Podcasts der im Rahmen dieser Lehrveranstaltung abgehaltener Interviews. Zusammen mit den bisherigen Vorlesungen „Architekturtheorie 1“, „Architekturtheorie 2“ und „Architektur M“ und „Cultural Studies“ sollen insgesamt 53 Podcasts mit einem Umfang von ca. 4.500 Minuten Spiellänge produziert werden. Zweitens sollen die technischen Produktionsabläufe und die Verfügbarkeit der Podcasts optimiert werden, dazu zählen der Produktionszeitraum und die Standardisierung. Drittens steht im Vordergrund von „Podcast 5“ ebenso das Thema der Nachhaltigkeit, dies insofern, als die produzierten Lehrveranstaltungen über mehrere Semester wieder verwendet werden können und vielfach erweitert werden können. Dies schont maßgeblich die infrastrukturellen Ressourcen der Fakultät (Räumlichkeiten, etc.), die besonders im Zuge der Studienplanumstellung virulent geworden sind. Neben dem Aspekt der Archivierung, findet hier vor allem auch die Flexibilisierung der Lehre eine wesentliche Entsprechung. Der Einsatz der Podcasts soll das Lehrangebot des Lehrstuhls und der Fakultät aktuell und flexibel gestalten und die Möglichkeit bieten, auf organisatorische oder infrastrukturelle Änderungen die Lehre betreffend angemessen reagieren zu können. Wesentlich ist dabei, dass gerade für den Bereich der Architekturtheorie ein innovatives Lehr- und Vermittlungsinstrumentarium für die StudentInnen bereitgestellt wird, das organisatorisch und didaktisch aufeinander abgestimmt ist und auf eine (interaktive und multimediale) Erweiterung der bisherigen Lehrmethoden abzielt. So können beispielsweise komplexe, textbasierte Themen und Beiträge jederzeit abgerufen, nachgehört und vertieft werden. Ebenso stellt die Möglichkeit, ein ganzes Semester thematisch und inhaltlich durch die archivierten Podcasts erfassen zu können, eine maßgebliche Erweiterung des Vermittlungsinstrumentariums dar, ebenso wie der Einsatz zur Prüfungsvorbereitung und für Vorlesungen mit einer hohen Anzahl an StudentInnen.
Zudem wird Gasthörern bzw. Interessierten ein kostenloser, unkomplizierter und vom Ort unabhängiger Zutritt zum Lehrangebot der Universität verschafft, so dass auch berufsbegleitendes Studieren gefördert werden soll. Viertens soll nun erstmals für alle produzierten Podcasts die Software „Podcast Producer/Composer“ eingesetzt und in den bestehenden Workflow integriert werden. Dies umfasst nicht nur Vorlesungen, sondern ebenso Interviews mit den verschiedenen Gastvortragenden. Unmittelbar daraus ergibt sich eine innovative Ergänzung des bisherigen Angebots, da weder die Universität Innsbruck, noch eine andere Hochschule, Interviewbeiträge als Teil einer Lehrveranstaltung umsetzt und als Podcast zur Verfügung stellt. Auch hier wird die übergreifende Entwicklung mit anderen Lehrstühlen beziehungsweise mit der Abteilung für Neue Medien und Lerntechnologien angestrebt. In diesem Zusammenhang steht auch die Einbettung und Weiterentwicklung der eLearning-Materialien auf iTunesU an. Vor allem die Kapitelauswahl ist es, die an dieser Stelle noch hinzuzufügen wäre und Bestandteil des standardisierten Workflows werden soll. Dies soll nicht nur eine themengebundene Kapitelunterteilung umfassen, sondern auch eine Teilung der Vorlesungen in mehrere Einzelpodcasts ermöglichen, die einen spezifischen Themenschwerpunkt haben. Dies ermöglicht eine vielfach vereinfachte Nutzung und Bedienung des Lernmaterials. Fünftens und damit abschließend soll eine Evaluierung des Angebots durchgeführt werden. Diese wird sowohl im Rahmen der allgemeinen Lehrveranstaltungsevaluierung stattfinden, als auch mittels einer digitalen Umfrage ergänzt werden. Neben den qualitativen Merkmalen der Podcasts (Bild- und Tonqualität, Kapitelauswahl, etc.) stehen ebenso Fragen im Vordergrund, welche das allgemeine didaktische Verständnis (z.B. Verknüpfungen unterschiedlicher Podcasts und Lehrinhalte, fächerübergreifende Applikation, etc.) betreffen und statistisch ermittelt und ausgewertet werden sollen.

 

Mehrwert

1. Nachhaltige und ressourcensparende Flexibilisierung der Lehre durch die ständige Verfügbarkeit aktueller Lehrveranstaltungen und Vorträge für sämtliche StudentInnen sowie externe StudentInnen. Es werden neue Vermittlungs- und Lehrmethoden umgesetzt, die organisatorisch und didaktisch unmittelbar in die Lehre des Lehrstuhls für Architekturtheorie „plattformartig“ eingebunden sind.

2. Kostenloses Streaming- sowie Downloadangebot nach internationalem Standard, sowie ortsungebundener und unkomplizierter Abruf der Lehrveranstaltungen, so dass insbesondere Lehrveranstaltungen für große Teilnehmerzahlen angeboten werden können und ein berufsbegleitendes Angebot ermöglicht wird. Dies dient ebenso zur Prüfungsvorbereitung bzw. durch das im Internet zugängliche Archiv auch zur weiteren Vertiefung; alle Podcasts der Lehrveranstaltungen sind über einen längeren Zeitraum zugänglich und werden über 4-6 Semester eingesetzt.

3. Qualitätvolles eLearning-Material. Durch qualitätssichernde Funktionen wie Kapitelauswahl, Abonnierung, iTunesU und verbessertes Handlung durch einheitliche Formate und optimierte Kompression werden die bestimmenden Lehrinhalte nutzerfreundlich umgesetzt. Zudem bestehen Verknüpfungsmöglichkeiten mit anderen Lehrveranstaltungen.

4. Interviews als innovativer eLearning-Beitrag. Die im Rahmen der Lehrveranstaltungen abgehaltenen Interviews werden als Podcast produziert und veröffentlicht. Damit übernimmt “Podcast 5” eine wichtige Pilotfunktion, da im Bereich eLearning bisher – bis auf kommerzielle Plattformen und Nutzungen - keine Interviewbeiträge eingesetzt werden. Dies betrifft nicht nur die Universität Innsbruck, sondern auch sämtliche Hochschulen im Ausland.

5. Erarbeitung, Optimierung und Dokumentation eines standardisierten Workflows. Wurden im Projekt “Podcast 3” zur Erstellung und Veröffentlichung eines einzelnen Podcast noch durchschnittlich jeweils 8,42 Arbeitsstunden eingesetzt, so sind es nun 4,56 Arbeitsstunden pro Podcast, die trotz der durch die Interviews und die Ringvorlesung bedingten Mehraufwandes eine wesentliche Optimierung des Workflows in “Podcast 5” angestrebt werden. Ein Mehrwert generiert sich ebenso aus der ständigen Aktualisierung und Weiterentwicklung des für die eLearning-Materialien eingesetzten Workflows. Gewährleistet wird dadurch eine effiziente und den aktuellen Standards entsprechende Arbeitsweise (Stichwort “Best Practice”). Zudem gibt der Lehrstuhl seine Erfahrungen permanent an andere Lehrstühle weiter, z.B. Lehrstuhl für Baugeschichte, etc.


 

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