Ziegel
 

Ziegel


Am Institut für Betonbau, Baustoffe und Bauphysik der Universität Innsbruck wurde im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Angelegenheiten und in Verbindung mit dem EU-Projekt SMT4-2211 die „Kompatibilität von Berechnungsverfahren der äquivalenten Wärmeleitzahlen an österreichischen Mauersteinen“ untersucht. Die dazu erforderlichen Referenz-Prüfstandmessungen an nachträglich plan geschliffenen und mit Acrylglasstreifen anstelle von Mauermörtel „geschlichteten“, handelsüblichen Hochlochziegeln wurden im Mauerwerksprüfstand der Abteilung Bauphysik des Instituts durchgeführt. Dieser Prüfstand entsprach in Europa bereits als erste „Heat-Flow-Meter“-Hot Box-Messeinrichtung allen Anforderungen der einschlägigen Europäischen Messnorm EN 1934, Ausgabe 1998, an deren Ausarbeitung (durch das zuständige CEN TC 89) die Abteilung Bauphysik ebenfalls maßgeblich beteiligt war. Das Bild enthält weiters einen Blick in die „kalte“ Box des „HFM“-HB-Mauerwerksprüfstandes, in dem bis zu 4 Mauerwerks-Prüfwände gleichzeitig hinsichtlich ihres praktischen Wärmeschutzes untersucht werden können. Durch Vorkonditionierung der ganzen Prüfwände in einer „Ausheizkammer“ (Trocknung bis zur Massenkonstanz bei 105°C) sowie in zwei extrem präzise geregelten Klimakammern (23°C und 50% bzw. 90% relative Luftfeuchtigkeit) war es möglich auch die Abhängigkeit des Wärmeschutzes vom Feuchtigkeitsgehalt der Mauersteine allein zu untersuchen.