Neue Möglichkeiten am NanoLab@uibk

Das 2008 an der Universität Innsbruck installierte NanoLab wird von Univ.-Prof. Dr. Roman Lackner vom Arbeitsbereich Materialtechnologie geleitet und seither kontinuierlich aufgebaut. Die angeschaffte Infrastruktur gliedert sich in fünf Bereiche:

  1. Charakterisierung der atomaren und molekularen Struktur
  2. Bildgebung zur Bestimmung der Morphologie
  3. Bestimmung der mechanischen Eigenschaften
  4. Beschichtungstechnologie
  5. Brandschutz

Das NanoLab@uibk ist Teil der Forschungsplattform „Advanced Materials“ und seit 2015 auch Core-Facility der Universität Innsbruck. Der Charakter des NanoLabs ist forschungsorientiert, was sich in zahlreichen Kooperationen mit Partnerinstituten und –universitäten/-hochschulen widerspiegelt.

Über das temperaturabhängige Verhalten von Werkstoffen

Im Rahmen des vom Land Tirol geförderten KRegio Projekts „Innovative Tube Design“ (in Kooperation mit Thöni, SuperTex und Intales) wurde das NanoLab im Bereich der Thermoanalytik erweitert. Sohin können das temperatur- und zeitabhängige Verhalten von Werkstoffen (hierbei vor allem Kunststoffe) hinsichtlich etwaig ablaufender chemischer und/oder physikalischer Prozesse sowie deren Auswirkung auf die mechanischen Eigenschaften von Bauteilen, wie z.B. von Federn aus faserverstärkten Kunststoffen, untersucht werden. Die Thermoanalytik am NanoLab@uibk umfasst nun:

  1. Differentialkalorimeter (Netzsch DSC Polyma 214)
  2. Simultane Thmeroanalyse (Netzsch STA 449 F5 Jupiter)
  3. Thermomechanische Analyse (Netzsch TMA 402 F1)
  4. Laserflash (Netzsch LFA 447 NanoFlash)
  5. Dynamischer Scherrheometer (Thermo DSR Haake Mars III)

 

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Abbildung 1: NanoLab zur Charakterisierung der thermorheologischen Eigenschaften: verfügbare Thermoanalytik (Thermomechanische Analyse und Laserflash) und Untersuchung des Strukturverhaltens von Kunststoffbauteilen

Neue Wege in der Beschichtungstechnologie

Zusätzlich zu der letztjährig installierten Beschichtungsanlage zur experimentellen Beschichtung im Labormaßstab wurde im Frühjahr 2016 das neue Feldemitter-Elektronenmikroskop JSM 7610F der Firma Jeol in Betrieb genommen, wodurch nun Nanomaterialien und kleinste Oberflächenstrukturen untersucht werden können.
Hiervon profitiert maßgeblich die Arbeitsgruppe Beschichtungstechnologie unter der Leitung von Dr. Georg Strauß, die aktuell mit einer Vielzahl von Industriepartnern im Rahmen von Forschungsprojekten kooperiert. Im Rahmen eines von der FFG geförderten Projektes mit der Firma Sunplugged wird zB versucht, die Effizienz und den Wirkungsgrad von Solarzellen aus Schichten von Kupfer, Indium, Gallium und Selen (CIGS) zu erhöhen.

 

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Abbildung 2: Beschichtungsanlage und Feldemitter-Elektronenmikroskop sowie Elektronenmikroskopbild einer CIGS Solarzelle.

Kontakt NanoLab


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