News

Die Geburts­stunde Eur­opas neu gedacht: Athen und der erste Per­ser­krieg

Julian Degen, Althistoriker an der Universität Innsbruck, legt in einer aktuellen Publikation eine neue Interpretation der „Geburtsstunde Europas“ vor. Seine Analyse zeigt: Der persische Angriff auf Griechenland im Ersten Perserkrieg (um 490 v. Chr.) spiegelt weniger den Expansionismus des achaimenidischen Imperiums als den aufkommenden Imperialismus Athens wider. Die Forschungsarbeit entstand im Rahmen des FWF-Clusters of Excellence Eurasian Transformations und untersucht, wie imperiale Mächte die antiken Welten prägten und wie diese Perspektive unser Geschichtsverständnis bis heute beeinflusst.

Urban Sket­ching im Archäo­lo­gi­schen Uni­ver­si­täts­mu­seum

Kürzlich besuchte eine Gruppe der „Urban Sketchers“ mit Stiften, Farben und Skizzenbuch das Archäologische Universitätsmuseum Innsbruck, um, von den zahlreichen Statuen und Reliefs inspiriert, kunstvolle Werke zu gestalten.

Gren­zen­los mäch­tig

Imperien sind scheinbar Vergangenheit, doch ihre Machtlogiken prägen die Welt bis heute. Historiker Robert Rollinger zeigt, wie alte Strukturen in moderner Form fortleben und warum wir sie verstehen müssen, um die Gegenwart zu begreifen.

Buch­tipp: Olym­pi­sche Win­ter­spiele in Inns­bruck

Die Beiträge dieses von Joachim Bürgschwentner, Matthias Egger und Wolfgang Meixner herausgegebenen Bandes rücken weniger das sportliche Geschehen in den Vordergrund, sondern beleuchten die organisatorischen, strukturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Winterspiele in Innsbruck sowie deren Nachwirkungen.

Stadt- und Orts­bild­schutz in Tirol

Lukas Madersbacher, Professor am Institut für Kunstgeschichte, wird erneut Vorsitzender des Sachverständigenbeirates des Stadt- und Ortsbildschutzes (SOG). 

Pol­ni­scher Bot­schaf­ter besucht die Uni­ver­si­tät Inns­bruck

Der polnische Botschafter Zenon Kosiniak-Kamysz besuchte am 27. Jänner 2026 gemeinsam mit dem polnischen Honorarkonsul in Tirol, Eugen Sprenger, die Universität Innsbruck. Der Besuch diente dem gegenseitigen Kennenlernen sowie dem persönlichen Austausch über aktuelle Themen in Forschung, Lehre und internationaler Zusammenarbeit.

Über­ra­schungs­fund: Gedichte von Leo­ka­dia Just­man prä­sen­tiert

Zwei Innsbrucker Historiker entdeckten kürzlich in US-Archiven Gedichte der Jüdin Leokadia Justmann, die sie u.a. während ihrer Haft im Innsbrucker Polizeigefängnis 1944 verfasste. Anlässlich des Holocaust Gedenktages am 27. Jänner wurden sie im Festsaal des Landhauses erstmals präsentiert. Die Ausstellung über Justmann im Landhaus wurde u.a. um eine Audiofassung der Gedichte erweitert.

Frauen in der Wis­sen­schaft: Neues För­der­pro­gramm der Uni Inns­bruck

Das Frauenförderungsprogramm „UIBK-FemCareer-Fellowship“ der Universität Innsbruck unterstützt internationale Jungwissenschaftlerinnen zu Beginn ihrer akademischen Laufbahn. Ziel ist es, den Wissenschaftlerinnen in der frühen Postdoc-Phase eine verlässliche Finanzierung zu bieten und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Forschungsprofil zu schärfen sowie neue Forschungsprojekte zu initiieren. Sechs Postdoktorandinnen treten im Rahmen des Programms ihre Stelle an der Universität Innsbruck an.

UNEAR­THED – Archäo­lo­gie bei der FIRST LEGO League Chal­lenge

Kürzlich fanden sowohl die regionalen Wettbewerbe als auch das Österreich-Finale der FIRST LEGO League Challenge statt. Das heurige Jahresthema „UNEARTHED – Lasst uns tiefer graben!“ stellte die Archäologie in den Mittelpunkt. Zahlreiche Teams waren auch an das Institut für Archäologien herangetreten und schlussendlich in verschiedenen Kategorien sehr erfolgreich.

Von rit­ter­li­chen Lie­ge­stüt­zen bis zur Gerichts­me­di­zin

„Lunch and more – ein literarisch‑wissenschaftliches Sixpack“! Das war das Motto einer besonderen Veranstaltung, die von der ULB Tirol am 18. März im Zuge der „Woche der Tiroler Literatur“ erstmals organisiert wurde.

Buch­tipp: Poli­ti­sche Bil­dung und Zeit­ge­schichte

Der Sammelband, herausgegeben von Andrea Brait, Heike Krösche und Ingrid Böhler, beleuchtet die Schnittstellen von Politischer Bildung und Zeit­geschichte, die sich lange getrennt voneinander entwickelten, in der Praxis ­jedoch eng miteinander verwoben sind.

Als Her­mann Graf Key­ser­ling die Weis­heit nach Inns­bruck brin­gen wollte

Am Sonntag jährt sich der Todestag von Hermann Graf Keyserling (1880-1946) zum achtzigsten Mal. Im März fand in Innsbruck eine von Sebastian Fink vom Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik und Ulrike Tanzer vom Forschungsinstitut Brenner-Archiv organisierte Tagung statt, die das Leben und Wirken des in Innsbruck verstorbenen, deutschbaltischen Philosophen beleuchtete.

Inns­bru­cker Tag der Archäo­lo­gie 2026

Kürzlich konnten beim „Innsbrucker Tag der Archäologie 2026“ in zahlreichen Vorträgen neueste archäologische Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Epochen Tirols über 100 interessierten Besucherinnen und Besuchern präsentiert werden.

Buch­tipp: Stu­dien zur Geschichte der Uni­ver­si­tät Inns­bruck

Dieses Buch von Universitätsarchivar Peter Goller taucht ein in die bewegte Geschichte der Universität Innsbruck, zwischen Tradition und Aufbruch, zwischen konfessioneller Bindung und wissenschaftlichem Fortschritt und zwischen regionaler Verwurzelung und europäischer Strahlkraft.

FWF bewil­ligte 9 Pro­jekte

Bei der letzten FWF-Kuratoriumssitzung Ende April wurden sechs Einzelprojekte, zwei ESPRIT-Projekte und ein Erwin-Schrödinger-Rückkehr-Stipendium genehmigt. Das Fördervolumen beträgt insgesamt über 3,5 Millionen Euro.

gedenk_­po­ten­zi­a­le: Zeit­reise nach 1918-38

Am 5. Mai, dem Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, wurde das Projekt der „gedenk_potenziale 2026“ präsentiert. Der digitale Zeitreiseführer „Schund und Sünde“ entführt die Hörer:innen ins Innsbrucker Nachtleben in der Zwischenkriegszeit 1918-38 – eine dunkles Kapitel der Innsbrucker Stadtgeschichte.

Buch­tipp: Vom Wald zum Was­ser

Über 500 Jahre prägte die Brandenberger Holztrift das Tiroler Unterinntal – bis 1966 die letzte Trift Tirols stillgelegt wurde. Mit ihr verschwand ein jahrhundertealtes Handwerk, das Generationen von Holzknechten ein Leben unter härtesten Bedingungen abverlangte.

Wei­tere Stu­dien­ti­tel für Süd­ti­ro­ler Stu­die­rende aner­kannt

Am 1. Mai tritt der Notenwechsel zwischen Italien und Österreich in Kraft, mit dem weitere österreichische Studientitel und erstmals Fachhochschultitel in Italien anerkannt werden.

Hypo-Tirol-Preis für aus­ge­zeich­nete Dis­ser­ta­ti­o­nen ver­lie­hen

Im Rahmen eines feier­li­chen Fest­aktes wurden am 19. Mai die Disser­ta­ti­ons­preise der Hypo Tirol Bank verlie­hen. Von Treib­h­aus­ga­se­mis­si­o­nen aus Glet­scher­bä­chen über die Hautal­te­rung bis hin zu Selbst­por­träts der Frühen Neuzeit ­deckten die ausge­zeich­neten Forschungs­ar­beiten ein breites Spek­trum an natur- und geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Themen ab.

Exkur­sion zu archäo­lo­gi­schen Insti­tu­ti­onen in München

Kürz­lich unter­nahm eine Gruppe von 25 Studie­renden des Insti­tuts für Archäo­lo­gien eine einwö­chige archäo­lo­gi­sche Exkur­sion nach München um dort bedeu­tende archäo­lo­gi­sche Insti­tu­ti­onen und Orga­ni­sa­ti­onen näher kennen­zu­ler­nen.

Spor­te­vents als Poli­ti­sche Bühnen

Die Fußball-WM ist in vollem Gange und manchmal mag man verges­sen, dass es sich eigent­lich um ein Sport- und kein poli­ti­sches Event handelt. Robert Rollinger spricht im Inter­view über die kultu­relle, poli­ti­sche und reli­gi­öse Bedeu­tung von sport­li­chen Groß­ver­an­stal­tun­gen.

Kultur­er­be­for­schung im euro­pä­i­schen Verbund

Öster­reich ist der euro­pä­i­schen Forschungs­in­fra­struktur E-RIHS ERIC beige­tre­ten. Drei Einrich­tungen der Univer­sität bringen ihre Exper­tise in das nati­o­nale Konsor­tium E-RIHS.at ein und stärken damit den öster­rei­chi­schen Beitrag zur wissen­schafts­ba­sierten Erfor­schung und Erhal­tung des kultu­rellen Erbes.

Mari­a­nne-Barcal-Preis 2025 vergeben

Drei Studie­rende der Univer­sität Inns­bruck erhielten am 19. Juni den Mari­a­nne-Barcal-Preis 2025 der Landes­haupt­stadt Inns­bruck. Mit dem Preis werde jähr­lich hervor­ra­gende wissen­schaft­liche Leis­tungen im Bereich der Geschichte des 20. und 21. Jahr­hun­derts, vorzugs­weise mit Regi­onal- und/oder Gender­be­zug, auf dem Gebiet der Geschichts­wis­sen­schaften und ihren benach­barten Diszi­plinen ausge­zeich­net.

"Dies gibt es nicht in Tirol"

Die Zeit­his­to­ri­kerin Ina Fried­mann erforscht anhand lange verschlos­sener Gerichts­ak­ten, wie homo­se­xu­elle Menschen während der NS‑Zeit im Gau Tirol‑Vorarlberg lebten, liebten und dafür verfolgt wurden. Sie und ihr Team arbeiten damit ein wich­tiges Stück queerer Regi­o­nal­ge­schichte auf.

18. Ausgabe von histo­ria.scri­bere veröf­fent­licht

Am 24. Juni 2026 erschien die 18. Ausgabe von histo­ria.scri­bere. Elf Studie­rende durften sich über die Publi­ka­tion und Auszeich­nung ihrer Arbeiten freuen, die im Laufe des Studiums der Geschichte an der Univer­sität Inns­bruck entstanden sind. Zudem wurden die Best-Paper-Awards verlie­hen.

Buch­tipp: Zur Präsen­ta­tion archäo­lo­gi­scher Baube­funde

Wie die Archäo­logie die komplexe Heraus­for­de­rung zwischen dem Erhalt histo­ri­scher Origi­nal­sub­stanz und einer modernen Vermitt­lung meis­tert, zeigt dieser von Florian Müller heraus­ge­ge­be­ne Band. Exper­tinnen und Experten präsen­tieren anhand konkreter Beispiele aktu­elle Fall­bei­spiele und Lösun­gen.

Museen: Neues Scien­tist-in-Resi­dence-Programm

Ab Herbst 2026 bringt ein neues Scien­tist-in-Resi­dence-Programm lokale Museen und Studie­rende zusam­men: Im Mittel­punkt stehen dabei der Ausbil­dungs­zweck sowie die prak­ti­sche Anwen­dung der Studie­nin­halte. Das Land Tirol unter­stützt die teil­neh­menden Museen, indem es bis zu 80 Prozent der geleis­teten Vergü­tung fördert. Beglei­tend gibt die Ring­vor­le­sung „Museum im Werden“ an der Univer­sität Inns­bruck auch der breiten Öffent­lich­keit Einblicke in das Programm.

Neue Erkennt­nisse und Stand­ort­lei­tung in Aguntum

Aguntum ist die einzige Römer­stadt Tirols und nimmt unter den römi­schen Sied­lungen Öster­reichs eine beson­dere Stel­lung ein. Gra­bungs­leiter Martin Auer berichtet über die Schwer­punkte der archäo­lo­gi­schen Arbeiten in Aguntum 2026. Direktor Andreas Rudi­gier stellt Elisa De Gaetani, die neue Stand­ort­lei­terin für Agun­tum, vor.

35 Jahre Ötzi-Fund – 35 Jahre Wissen­schafts­ge­schichte

Der Archäo­loge Walter Leitner beglei­tete die wissen­schaft­liche Aufarb­ei­tung rund um den Fund der Glet­scher­mumie von Beginn an. Er hielt über 600 Vorträge zum „Mann im Eis“, war jahre­lang Mitglied im archäo­lo­gi­schen Beirat des Südti­roler Archäo­lo­gie­mu­seums in Bozen und ist wissen­schaft­li­cher Leiter des Ötzi-Dorfs in Umhau­sen. Zum Jubi­läum erzählt er die bewegte Geschichte der Stein­zeit­mu­mie.

Uni Inns­bruck on Tour: Exkur­sion in den euro­pä­i­schen Südosten

Eine Gruppe von Studie­renden und Lehrenden vom Fach­be­reich Öster­rei­chi­sche Geschichte und Mittel­alter erkundet im Rahmen einer zehn­tä­gigen Exkur­sion den südost­eu­ro­pä­i­schen Raum, der seit dem 17. Jahr­hun­dert durch die osma­ni­schen Kriege ins mittel­eu­ro­pä­i­sche Inter­esse gerückt ist. Exkur­si­ons­leiter Kurt Scharr berich­te­te unter groß­ar­tiger Mithilfe von Henri­ette Scholz im Live-Blog täglich von span­nenden Orten und Entde­ckun­gen. 

Nach oben scrollen