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Buch­tipp: Roh­stoffe – Men­schen – Wis­sen

Band 35 der Reihe „Innsbrucker Historische Studien“, herausgegeben von Elena Taddei und Georg Neuhauser, befasst sich mit der Ressourcengeschichte des historischen Tirols vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Vieles fällt dabei unter „Ressourcen“ – von Rohstoffen wie Holz, „Humanressourcen“ wie Söldner bis hin zu Wissensressourcen.

Der 7. Oktober 2023

Über historische Hintergründe und Resonanzen einer Zäsur im israelisch-palästinensischen Konflikt diskutierten Mitte Jänner im Rahmen zweier Podiumsdiskussionen Wissenschaflter*innen und Expert*innen.

Buch­tipp: Covid-19 and Pan­de­mics in Austrian His­tory

Anfang 2020 erschütterte das Auftreten von COVID-19 die Welt. Schnell begann die Welt, in der Geschichte nach Lehren aus vergangenen Pandemien zu suchen und die Erfahrungen mit COVID in verschiedenen Ländern zu vergleichen. Dieser Band der Contemporary Austrian Studies ist Teil dieser Bemühungen.

Buch­tipp: Regi­o­nale Wirt­schafts- und Sozi­al­ge­schichte im Zeit­al­ter glo­ba­ler Kri­sen

Krisen sind in ihren jeweiligen historischen Konstellationen einzigartig und nicht wiederhol- oder vorhersehbar. Wie der Krisenbegriff dennoch erfolgreich in der Geschichtswissenschaft eingesetzt werden kann, illustriert dieser Band.

Exzel­lente Dis­ser­ta­ti­o­nen aus­ge­zeich­net

Am 8. Dezember wurde der Award of Excellence 2023 vergeben. Minister Martin Polaschek zeichnete 39 exzellente Dissertationen aus. Von der Universität Innsbruck wurden Fabian Hammerle, Vanessa Kulcar und Franziska Niedrist geehrt.

Buch­tipp: Messe und Con­gress Inns­bruck im Wan­del der Zeit

Zum 100-Jahr-Jubiläum der Messe Innsbruck und dem 50. Geburtstag des Congress Innsbruck wirft der Historiker Wolfgang Meixner einen Blick zurück auf die wechselvolle Geschichte dieser beiden Innsbrucker Institutionen, während Susanne Gurschler die bau-, kunst- und kulturhistorischen Details der Gebäude aufbereitet.

Exzel­len­zclus­ter für geis­tes­wis­sen­schaft­li­che For­schung

Ende November wurde das Exzellenzcluster „EurAsian Transformations“ im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften von Bundesminister Martin Polaschek, ÖAW-Präsident Heinz Fassmann und FWF-Präsident Christoph Gattringer feierlich gestartet. An dem Forschungsnetzwerk sind über 30 Forscher:innen der ÖAW, der Universität Wien, der Central European University und der Universität Innsbruck beteiligt.

Ver­ges­sene Prak­ti­ken der Wald­nut­zung

Streunutzung – die Verwendung des nährstoffreichen Waldbodens als Stalleinstreu oder Dünger – war zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den Alpen weit verbreitet. Innsbrucker Wissenschaftler:innen untersuchen, wie sich diese intensive Nutzung des Waldbodens auf den Wasserhaushalt ausgewirkt hat.

Internationale Tagung „Exploring Human-Mineral Interactions“

Am 17. und 18.11. kamen auf der von Aydin Abar vom FZ HIMAT gemeinsam mit Isabella Caricola von der Universität Haifa veranstalteten Tagung „Exploring Human-Mineral Interactions. Techno-functional approaches to extracting and processing mineral resources – International Symposium“ Expert:innen aus ganz Europa zusammen, um über Makro- und Mikrospuren- sowie Residuen an Steinwerkzeugen zu diskutieren.

Helmut Reinalter feierte 80. Geburtstag

Der Gründungsherausgeber der Internationalen Freimaurerforschung (IF) und Leiter des Instituts für Ideengeschichte (Ifl) feierte am 14. November 2023 (der eigentliche Geburtstag war am 2. November) in der Buchhandlung Tyrolia sein Jubiläum und stellte im Rahmen dieses Festes seine zwei neuen Bücher vor.

Buch­tipp: Remit­tan­ces as Social Prac­ti­ces and Agents of Change

Dieses von Silke Meyer und Claudius Ströhle herausgegebene Open-Access-Buch erforscht die transformativen Auswirkungen von Rücküberweisungen. Rücküberweisungen werden als Ströme von Geld, Objekten, Ideen, Traditionen und symbolischem Kapital verstanden, die einen grenzüberschreitenden Raum abbilden, in dem Menschen leben, arbeiten und mittels einer Vielzahl von Gütern kommunizieren.

Der Wolf ist da

Wie Wölfe die Alpen in Bewegung bringen, darüber diskutierten Elisa Frank und Nikolaus Heinzer von der Universität Zürich am 20. November in Innsbruck mit Kolleg:innen und der Öffentlichkeit. Sie waren auf Einladung des Forschungsschwerpunkts „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“ nach Innsbruck gekommen.

Tagung zur Sports­tadt Inns­bruck

Sport, Erinnerungskultur und Zukunftsfragen standen am 16. und 17. November in den Ursulinensälen in Innsbruck im Fokus. Die von den Instituten für Sportwissenschaft sowie Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie organisierte interdisziplinäre Tagung beschäftigte sich mit dem Forschungsfeld der Sportkultur auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene.

Hal­lo­ween-Spie­lung lehrte das Gru­seln

Am Halloweenabend lud die Forschungsgruppe Game Studies Horror- und Videospiel-Enthusiast:innen zur Spielung des Horrortitels „Until Dawn“ ein. Passend zum Anlass bot der Cinematograph einen geeigneten Ort, um mit den Teilnehmer:innen in die spannende Atmosphäre des Spiels einzutauchen und gemeinsam Nervenkitzel zu erleben. Abgerundet wurde das Event durch eine nicht weniger spannende Analyse des Spiels durch ein Expert:innenpanel mit anschließender Publikumsdiskussion.

Eduard-Wallnö­fer-Preise ver­lie­hen

In diesem Jahr gingen die Auszeichnungen der Eduard-Wallnöfer-Stiftung der Tiroler Industrie wieder an zwei Forschungsprojekte von der Universität Innsbruck, die sich mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung den Migrationsbewegungen, ausgelöst durch die Südtiroler Option 1939, und der Entwicklung neuer Sensorentechnik für die Überwachung von Betonbauwerken beschäftigen.

Bara­cken­reste am Areal des ein­sti­gen NS-Lagers Rei­chenau

Im Zuge von archäologischen Grabungen auf dem Areal des ehemaligen „Arbeitserziehungs- und Zwangsarbeiterlagers Reichenau“ wurden Überreste aus der NS-Zeit entdeckt. Ein Team des Instituts für Archäologien der Universität Innsbruck konnte in einer Tiefe von circa 1,7 Metern Reste der Unterkonstruktion einer sogenannten RAD-Baracke (RAD steht für Reichsarbeitsdienst) freilegen.

Neue Podcast-Serie „History Exchange“

Seit 26. Oktober ist mit einem neuen Podcast ein österreichisch-amerikanischer Querschnitt durch die zeithistorische Fachwelt vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck und dem Department of History, University of New Orleans, USA online.

Museumsnacht 2023 im Archäologischen Universitätsmuseum

Anfang Oktober fand wieder eine „Lange Nacht der Museen“ statt, an der sich auch das „Archäologische Universitätsmuseum“ beteiligte. In der 1869 gegründeten Sammlung begaben sich über 200 interessierte Besucherinnen und Besuchern auf eine Zeitreise in die Vergangenheit.

Wie sich Alpen­tran­sit­pro­teste ent­wi­ckel­ten

Mit dem Bau der großen alpenüberschreitenden Autobahnen in Österreich und der Schweiz entstanden ab den 1970er-Jahren da wie dort Protestbewegungen. Herangehensweisen und Erfolge der Aktivist:innen waren in beiden Ländern jedoch sehr unterschiedlich und eine Vernetzung blieb weitgehend aus. Historiker:innen in Innsbruck, Basel und München haben die beiden Umweltschutzinitiativen in vergleichender Weise aufgearbeitet. 

Ver­schüt­tete Sen­sa­tion

Ein Tunnel und ein verschütteter Stiegenabgang führen ein internationales Team an Archäolog:innen in Tel Shimron im Norden Israels zu einem ganz besonderen Gewölbe. Erstmals wurde ein vollständig erhaltenes, 3800 Jahre altes Kraggewölbe aus Lehmziegeln in dieser Region entdeckt. Mario Martin von der Uni Innsbruck ist einer der Leiter der Grabung.

Neue Entdeckungen zu Urartu in Armenien

Bei den jüngsten Ausgrabungen haben Forscher:innen der Universität Innsbruck in Zusammenarbeit mit dem Erebuni Historical & Archaeological Museum bemerkenswerte Entdeckungen von bislang unbekannten monumentalen Gebäuden aus der urartäischen Zeit gemacht. Die aufschlussreichen Funde wurden während der Ausgrabungen in Karmir Blur getätigt, einst eines der wichtigsten urartäischen Verwaltungszentren.

Neu: Wahl­pa­ket „Altorientalische Sprachen“

Mit dem neuen Wahlpaket „Altorientalische Sprachen“ ist es ab Herbst 2023 möglich, am Institut für Sprachwissenschaft Sprachkompetenzen in verschiedenen Sprach- und Schriftsystemen des Alten Orients und seiner Kontaktzonen zu erwerben oder zu vertiefen.

Fei­ern zwi­schen Tra­di­tion und Inno­va­tion

Feste feiern in Sizilien – das haben die Menschen bereits vor über 2500 Jahren gemacht. Eine verflochtene Welt zwischen Tradition und Weltoffenheit am zentralen Kultplatz der Siedlung am Monte Iato wird im Rahmen von kollektiven Festen deutlich. Die umfassenden Ergebnisse der Forschungsarbeiten wurden nun anschaulich aufbereitet.

Nach Berg­bau gra­ben

Wie wurde Bergbau in der späten Bronzezeit betrieben, wie sah die Arbeitsorganisation aus und in welcher Form wurde das gewonnene Kupfer verhandelt? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich Aydin Abar und Markus Staudt, die sich gerade mit Studierenden auf eine montanarchäologische Spurensuche im Trentino begeben. 

Exkur­sion zu archäo­lo­gi­schen Insti­tu­ti­o­nen und Orga­ni­sa­ti­o­nen in Wien

Kürzlich unternahm eine Gruppe von 22 Studierenden unter der Leitung von assoz.-Prof. Mag. Dr. Florian Müller vom Institut für Archäologien eine einwöchige archäologische Exkursion nach Wien um dort bedeutende archäologische Institutionen und Organisationen zu besuchen.

Ein Perspektivenwechsel auf antike Globalisierungstendenzen

Der Althistoriker Robert Rollinger hat den Ausonius-Preis der Universität Trier erhalten. In seinem Festvortrag wendet er sich gegen vorherrschende Standpunkte – etwa, dass die Globalisierung in der Antike erst mit mit dem Hellenismus begonnen habe.

Erfolgreiche Tagung für Studierende in Vardzia

Vom 1. bis 6. Juni fand die 14. Internationale Tagung für Young Archaeologists in Vardzia, Georgien statt. Knapp 30 Studierende von zehn Universitäten nahmen daran teil, mit dabei auch Studierende und Lehrende der Universität Innsbruck.

Viel mehr als Karl May

„Habsburg Encounters with Native America“, unter diesem Titel fand am 22. und 23. Juni eine Tagung an der Universität Innsbruck statt, die sich der Beziehung zwischen Habsburgern und indigenen Amerikanern widmete. „Wir denken an die amerikanischen Ureinwohner im Sinne von Karl May und davon müssen wir wegkommen“, plädierte der Historiker Jonathan Singerton gegenüber der APA für einen akkurateren Blick abseits von Populärkultur und Co.

Archäo­lo­g:in­nen erfor­schen urzeit­li­chen Waren­um­schlag­platz

In Traunkirchen am Traunsee in Oberösterreich erforschen Archäolog:innen der Universität Innsbruck die urzeitliche Siedlungsgeschichte. Mit modernen Prospektionsmethoden wird die einzige derzeit in Österreich bekannte eisenzeitliche Seeufersiedlung erfasst. Einerseits um die genaue Ausdehnung des prähistorischen Siedlungsareals festzustellen, andererseits um die Kulturschichten präzise zu datieren. 

Best-Paper-Awards von his­to­ria.scri­bere 15 ver­lie­hen

Am 13. Juni 2023 durfte ein kleines Jubiläum gefeiert werden: Es erschien die bereits 15. Ausgabe des eJournals historia.scribere. Zwölf Arbeiten von Studierenden der Universität Innsbruck konnten so über dieses Medium der drei historischen Institute (Alte Geschichte und Altorientalistik, Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Zeitgeschichte) publiziert und der Fachwelt sowie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

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