Wallpaper-Bild: Archeologische Exkursion

Bachelorstudium Archäologien

Du möchtest vergangene Realitäten aller Epochen rekonstruieren und interessierst dich für praktische Feldforschung?

Online bewerben

Archäologie beschäftigt sich mit den materiellen Hinterlassenschaften des Menschen. Die Untersuchung und wissenschaftliche Erschließung archäologischer Quellen in Form von Bodenbefunden und Funden bildet die Basis für eine objektive Rekonstruktion vergangener Realitäten.

Das Institut für Archäologien an der Universität Innsbruck deckt, einmalig in Österreich, sowohl in der Forschung als auch in der Lehre alle Epochen der Menschheitsgeschichte in räumlich umfassender Breite ab.

Bachelor of Arts

Dauer/ECTS-AP
6 Semester/180 ECTS-AP

Studienart
Vollzeit

Unterrichtssprache
Deutsch

Voraussetzung
Matura/Äquivalentes Zeugnis und Sprachnachweis

Zusatzprüfung
Latein

Fakultät
Philosophisch-Historische Fakultät

Niveau der Qualifikation
Bachelor (1. Studienzyklus)
ISCED-11: Stufe 6, EQR/NQR: Stufe 6

ISCED-F
0222 Geschichte und Archäologie

Studienkennzahl
UC 033 591

Termine und Fristen zur Zulassung:
Bachelorstudium Archäologien

Alle StudienStudienberatungErweiterung

FAQ

Zu einer fundierten theoretischen Ausbildung finden angewandte Methoden insbesondere im praktischen Bereich im Sinne einer forschungsgeleiteten Lehre Eingang in die universitäre Ausbildung der Studierenden.

Ein bedeutender Schwerpunkt liegt daher in der praktischen Feldforschung, also Prospektionen und archäologischen Ausgrabungen im In- und Ausland und der Konservierung, Restaurierung, wissenschaftlichen Bearbeitung und anschließenden musealen Präsentation der dabei gewonnen Funde. Dabei werden die Vorbereitung, Organisation, Leitung und Durchführung von archäologischen Ausgrabungen und Forschungsprojekten, die eigenständigen Bearbeitung archäologischer Fundkomplexe, die Erstellung von wissenschaftlichen Manuskripten sowie Öffentlichkeitsarbeit gelehrt.

Die Absolvent:innen sind somit befähigt, wissenschaftliche Weiterentwicklungen zu erarbeiten, zu beurteilen, anzuwenden sowie die erworbenen Kompetenzen fächerübergreifend einzusetzen. Sie verfügen über wissenschaftlich fundierte theorie- und methodengestützte Problemlösungskompetenzen.

Archäologie beschäftigt sich mit den materiellen Hinterlassenschaften des Menschen. Der Informationsgewinn erfolgt dabei aus unterschiedlichen Spuren, die vergangene Ereignisse und Handlungen hinterlassen haben. Dazu zählen in erster Linie archäologische Quellen in Form von Bodenbefunden und Funden, deren Überprüfung und wissenschaftliche Erschließung in Hinblick auf ihre Entstehung, Erhaltung und Veränderung die Basis für eine objektive Rekonstruktion vergangener Realitäten liefert.

Während für die schriftlosen Epochen ganz auf die materiellen Hinterlassenschaften fokussiert wird, können aus den Zeiten mit dichterer Überlieferung durch die komplementäre Analyse von Objekten, Bildern und Texten aufschlussreiche Erkenntnisse gewonnen werden.

Das Institut für Archäologien an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck deckt – einmalig in Österreich – sowohl in der Forschung als auch in der Lehre alle Epochen der Menschheitsgeschichte in räumlich umfassender Breite ab und behandelt somit den Zeitraum vom ersten Auftreten des Menschen vor ca. vier Millionen Jahren bis in die Gegenwart.

Teilgebiete sind die Archäologie von Jägern und Sammlern (Paläolithikum und Mesolithikum / Alt- und Mittelsteinzeit), die ältere Urgeschichte (Neolithikum / Jungsteinzeit), die Metallzeiten (Bronze- und Eisenzeit), die Klassische Archäologie von der minoischen und mykenischen Kultur Griechenlands über das materielle Erbe der Griechen und Römer und deren Nachbarkulturen bis in die Spätantike sowie die Zeit des frühen Christentums, die Provinzialrömische Archäologie, die Frühgeschichte sowie die Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit. Geographische Schwerpunkte liegen vor allem im Alpenraum mit den römischen Provinzen Noricum und Raetien sowie in Italien.

Das Studium dient im Sinne der forschungsgeleiteten Lehre besonders der praktischen Berufsausbildung entsprechend den primären Berufsbildern und bereitet damit auf die Tätigkeit an Universitäten, anderen Forschungsinstitutionen (Akademien), Denkmalämtern, Museen und bei Grabungsfirmen vor. Da das Studium das Verständnis für gesellschaftliche, wirtschaftliche, historische und kulturpolitische Prozesse fördert, kommen neben der eigentlichen fachwissenschaftlichen Arbeit in der Archäologie aber auch Tätigkeitsfelder im Tourismus, Kunsthandel, Archiv- und Dokumentationswesen, Kulturmanagement, Journalismus sowie Verlagswesen in Frage.

  • Wissenschaft und Forschung (Universitäten, Akademien, Forschungsprojekte)
  • Museologie, Sammlungs- und Ausstellungswesen
  • Denkmalpflege und Kulturgüterschutz
  • Private archäologische Dienstleister (Ausgrabungsfirmen …)
  • Tourismus, Kulturreisen, Kulturvermittlung
  • Kunsthandel (Galerien, Auktionshäuser)
  • Archiv- und Dokumentationswesen
  • Öffentlicher Dienst (Kultur, Erziehung und Bildung, Diplomatie)
  • Kulturmanagement und Öffentlichkeitsarbeit
  • Journalismus, Presse- und Medienarbeit (Print- und audiovisuelle Medien)
  • Verlagswesen und Buchhandel, Publizistik
  • Politik, Politikberatung, Recht und Wirtschaft, Versicherungen

Absolvent:innentracking: Zeigt, in welche Berufsfelder Studierende nach dem Studienabschluss einsteigen 

Philosophisch-Historische Fakultät Prüfungsreferat Informationen für Studierende mit Behinderung

 

 

Warum Archäologien in Innsbruck studieren?

„Weil wir uns die Hände schmutzig machen, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Egal wie tief sie liegen.“
Lisa Niederwieser

„Weil wir das materielle Erbe aller Epochen der Menschheitsgeschichte erforschen und eine spezialisierte Ausbildung sowohl in Theorie als auch in Praxis bieten.“
Daniel Haumer

„Weil wir Objekte der Vergangenheit für die Zukunft erhalten wollen und unter Einsatz von modernsten Methoden zum Sprechen bringen.“
Katja Tinkhauser

Warum Archäologien studieren?

Studierende der Universität Innsbruck beschreiben, warum es sich lohnt, Archäologie in Innsbruck zu studieren.

Curriculum

Aus der Praxis

„Rostiger Schatz“ aus der Donau gibt Einblick in prähis­to­ri­sche Eisen­pro­duk­tion

Bei Kiesab­bau­ar­beiten in Ober­ös­ter­reich wurde 2019 eine große Menge verros­teter Eise­nob­jekte entdeckt. Die von Archäo­lo­g:innen um Peter Treb­sche von der Univer­sität Inns­bruck durch­ge­führten Analysen und Radio­kar­bon­da­tie­rungen iden­ti­fi­zierten den „rostigen Schatz“ als Europas größten bekannten Massen­fund eisen­zeit­li­cher Eisen­bar­ren. Detail­lierte Ergeb­nisse zu dem eine Tonne schweren Sensa­ti­ons­fund wurden im renom­mierten briti­schen Fachjournal Anti­quity publi­ziert.

35 Jahre Ötzi-Fund – 35 Jahre Wissen­schafts­ge­schichte

Der Archäo­loge Walter Leitner beglei­tete die wissen­schaft­liche Aufarb­ei­tung rund um den Fund der Glet­scher­mumie von Beginn an. Er hielt über 600 Vorträge zum „Mann im Eis“, war jahre­lang Mitglied im archäo­lo­gi­schen Beirat des Südti­roler Archäo­lo­gie­mu­seums in Bozen und ist wissen­schaft­li­cher Leiter des Ötzi-Dorfs in Umhau­sen. Zum Jubi­läum erzählt er die bewegte Geschichte der Stein­zeit­mu­mie.

Neue Erkennt­nisse und Stand­ort­lei­tung in Aguntum

Aguntum ist die einzige Römer­stadt Tirols und nimmt unter den römi­schen Sied­lungen Öster­reichs eine beson­dere Stel­lung ein. Gra­bungs­leiter Martin Auer berichtet über die Schwer­punkte der archäo­lo­gi­schen Arbeiten in Aguntum 2026. Direktor Andreas Rudi­gier stellt Elisa De Gaetani, die neue Stand­ort­lei­terin für Agun­tum, vor.

Buch­tipp: Zur Präsen­ta­tion archäo­lo­gi­scher Baube­funde

Wie die Archäo­logie die komplexe Heraus­for­de­rung zwischen dem Erhalt histo­ri­scher Origi­nal­sub­stanz und einer modernen Vermitt­lung meis­tert, zeigt dieser von Florian Müller heraus­ge­ge­be­ne Band. Exper­tinnen und Experten präsen­tieren anhand konkreter Beispiele aktu­elle Fall­bei­spiele und Lösun­gen.

Ähnliche Studien

Nach oben scrollen