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Börsen versus Banken – Unterschiede in der strategischen Wettbewerbsarena Dr. Theodor Weimer

Mit einer spannenden Veranstaltung ging die Fakultät für Betriebswirtschaft am 17.Oktober an den Start: Wir konnten Dr. Theodor Weimer für einen Vortrag an unserer Fakultät gewinnen. Dr. Weimer, der seit 2018 Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Börse AG ist, referierte zu den Unterschieden in der strategischen Wettbewerbsarena.

Zur Begrüßung betonte Rektor Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Tilmann Märk, dass der Kaiser-Leopold-Saal noch nie so voll gewesen sei und man über die große Resonanz zu diesem hochkarätigen Event besonders erfreut sei. Die Fakultät für Betriebswirtschaft habe mit der Business Leaders Lecture Services ein sehr hochkarätiges Format geschaffen, das seit einigen Jahren herausragende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft an die Universität Innsbruck bringe. Besondere Bedeutung werde dabei dem Teilen des Wissens mit den jungen Studierenden und auch den MitarbeiterInnen zuteil.  

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Dekan Univ. Prof Matthias Bank erklärte, dass man sich sehr über die Fortführung der Business Leaders Lecture Series freue. Zur Person von Weimer erläuterte er, dass man hier einen der einflussreichsten Top Manager in Deutschland und Europa vor sich habe.

Weimer bedankte sich für die Einladung zu diesem auch für ihn besonderen Tag und ging in seinem Vortag vor unter anderem auf die Evolution der Business Modelle auf der gesamten Welt, smarte Geschäftsmodelle und Software Modelle ein, welche strukturell jedem industriellen Geschäftsmodell überlegen seien. Die USA hätten Softwareentwicklung und Plattformentwicklung verstanden und überholten damit die europäischen Konkurrenten. Man sei weg vom Polypol und Oligopol, denn tatsächlich, so Weimer, sähen wir heute das Monopol. Diese neuen Formen hätten Fans und nicht mehr nur Kunden. Brands stellten heute den Wert des Unternehmens dar. Laut Weimer liegt die Zukunft im Partnering von Unternehmen mit anderen Unternehmen.

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Weiterhin seien produktive Modelle die auf Gewinnerzielung ausgerichtet seien inferior zu Wachstumsmodellen: Heutzutage zähle vor Allem das Wachstum und nicht die Profibilität. Wiederkehrende faktische Umsätze, Recurring Revenue, seien von großer Bedeutung und diese werden vor allem durch Daten und Datengeschäfte geschaffen.  Klassische Steuerungsmodelle, die vor allem auf Strategie basierten seien ‚überbewertet‘: Man müsse anstelle dessen in Form von Road Maps denken, um zu wissen in welche Richtung man gehe wenn die Situation von Unsicherheit gerieben sei. Es gehe dabei insbesondere um ein bestimmtes Mindset, denn das Format Strategie, Budget, KPO sei nicht mehr zukunftskonform. Um junge Menschen zu motivieren, sei es vor allem nötig, einen Zweck zu kreieren, denn damit treibe man ein Unternehmen an. Der Purpose sei das, was die jungen Leute bewege.

Der Unterschied zwischen Banken und Börsenliege vor Allem darin, das Banken Endkunden haben, und großes Risiko aufs eigene Buch nehmen. Sie würden, so Weimer, dafür bezahlt Risiken zu transformieren und um diese besser einzuschätzen als der Markt.  Börsen seien auch Unternehmen, die sich frei am Kapitalmarkt bewegen und mit einem robusten Geschäftsmodell agieren: Vorhandel Handel, und Nachhandel.

Weimer schloss, mit Bezug auf das Thema Blockchain und digitale Disruption, dass es auf der technologischen Seite Leuten bedürfe, die sich selbst vertrauen. An der Börse brauche man junge Leute, die unangenehme Fragen und die klassischen Paradigmen in Frage stellten.

 

 

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