Manus­cripta mona­sti­ca. Vir­tu­elle Hand­schrif­ten­bi­blio­thek der Bene­dik­ti­ne­r­ab­tei St. Geor­gen­berg-Fiecht und des Inns­bru­cker Ser­vi­ten­kon­vents

Mit dem Projekt „Manuscripta monastica. Virtuelle Handschriftenbibliothek der Benediktinerabtei St. Georgenberg-Fiecht und des Innsbrucker Servitenkonvents“ führt die ULB Tirol ihre Initiative fort, das einzigartige Tiroler Handschriftenerbe digital zu sichern und der Forschung und interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 

Der Bestand des Benediktinerklosters St. Georgenberg, der sich auch nach dem Rückzug des Konvents an den Wallfahrtsort St. Georgenberg 2018 weiterhin in den ehemaligen Stiftsräumen in Fiecht befindet, umfasst heute rund 180 Handschriften. Etwa 70 dieser Codices stammen aus dem Mittelalter. Ergänzt wird dieser Bestand durch eine Sammlung abgelöster handschriftlicher Fragmente. Viele Bücher der ehemaligen Sammlung gingen über die Jahrhunderte verloren oder gelangten über Umwege in andere Hände, ein beachtlicher Teil im 19. Jahrhundert in das British Museum (heute British Library) in London. 

Weiterführende Informationen zum St. Georgenberger Handschriftenbestand

In der historischen Büchersammlung des Innsbrucker Servitenkonvents, die sich seit 2008 als Depot (seit 2025 als Schenkung) an der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol befindet, ist ein Bestand von etwa 500 Handschriften bemerkenswert. Rund 40 davon sind ins Mittelalter zu datieren. 

Weiterführende Informationen zum Handschriftenbestand des Innsbrucker Servitenkonvents

Zwischen 2024 und 2026 wird der mittelalterliche Handschriftenbestand dieser beiden klösterlichen Einrichtungen an der ULB Tirol digitalisiert: Neben der Bildherstellung werden kodikologische und inhaltliche Metadaten erhoben, die als Basis für eine lohnende künftige Tiefenerschließung dienen sollen. Für die Papierhandschriften wird eine Wasserzeichenanalyse durchgeführt, die wertvolle Erkenntnisse zu Datierung und Lokalisierung der Handschriften liefert. Die Ergebnisse werden über das österreichische Handschriftenportal manuscripta.at sowie die Plattform für digitalisiertes österreichisches Kulturgut Kulturpool und die Europeana zugänglich gemacht. 

Zugleich wird versucht, verstreute ehemalige Handschriftenbestände der beiden Institutionen in öffentlichen und privaten Sammlungen nachzuweisen und digital wieder zusammenzuführen. 

Eine geplante virtuelle Ausstellung „Bibliotheca Montis sancti Georgii digital. Auf den Spuren verstreuter Bücherschätze“ wird künftig eine bestandsübergreifende Recherche und anschauliche Einblicke in diesen bedeutenden Quellenkomplex ermöglichen. Ebendies ist für die Historische Bibliothek des Innsbrucker Servitenkonvents unter „Bibliotheca Conventus S. Josephi Oeniponti digital. Die Historische Bibliothek des Innsbrucker Servitenkonvents“ angedacht.

Das Projekt „Manuscripta monastica. Virtuelle Handschriftenbibliothek der Benediktinerabtei St. Georgenberg-Fiecht und des Innsbrucker Servitenkonvents“ wird ermöglicht durch eine Förderung des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport im Rahmen des Förderprogramms „Kulturerbe digital“ 2024–2026, finanziert aus dem EU Fonds NextGenerationEU, sowie durch Eigenleistung der ULB Tirol.

 

Projektteam: 

Eva Ramminger (Projektleitung/Leitung der ULB Tirol) 

Anna Pinter, Claudia Schretter-Picker, Maria Wilhelm (Projektkoordination) 

Vera-Maria Kathrein, Felix Mairhofer, Anna Pinter, Claudia Schretter-Picker, Hanna Seisenbacher, Lav Šubarić, Sophia Watschinger (Datenbankarbeit, Erschließung) 

Claudia Ebner, Valentin Grave, Anna Pinter, Christian Mang-Wilhelm, Samira Niederkofler, Maria Wilhelm, Paul Volz (Digitalisierung und Bildbearbeitung)

 

Wasserzeichenanalyse und Präsentation in manuscripta.at erfolgen in Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Maria Stieglecker, Regina Cermann) 

Die Erschließungsarbeit zu den Handschriften des Innsbrucker Servitenkonvents erfolgt in Kooperation mit dem Institut für Klassische Philologie und Neulateinische Studien der Universität Innsbruck (Lav Šubarić) 

Restauratorisch-konservatorische Begleitung: Judith Emprechtinger

 

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