Persistent Identifiers



Persistente Identifikatoren (Persistent Identifiers, PIDs) sind dauerhafte, eindeutige Referenzen auf digitale Objekte (z. B. Publikationen, Datensätze, Websites), Personen oder Organisationen. Sie erleichtern das Auffinden und Verlinken von Forschungsergebnissen sowie die zuverlässige Verknüpfung zwischen Forschenden und ihren Werken.
Die ULB Tirol unterstützt Forschende der Universität Innsbruck bei der Nutzung persistenter Identifikatoren.
Ein Digital Object Identifier (DOI) ist ein dauerhafter persistenter Identifikator, der zur Bezeichnung, Zitierung und Verlinkung von digitalen Objekten verwendet wird. Mittels eines DOI-Resolver-Links ist eine Referenzierung des Objektes auch bei Veränderungen des Speicherorts möglich.
Ein DOI ist eine eindeutige Nummer, die sich aus einem Präfix und einem Suffix zusammensetzt, die durch einen Schrägstrich getrennt sind, zum Beispiel: 10.1000/182. Dieser DOI lässt sich über den Proxy-Server von doi.org auflösen, indem man ihn als Link angibt: https://doi.org/10.1000/182.
DOI-Service der Universität Innsbruck
Die Universität Innsbruck ermöglicht die Vergabe von DOIs für einzelne digitale Objekte, die in den institutionellen Repositorien der Universität veröffentlicht werden sowie für Systeme und Plattformen, die von Angehörigen der Universität betrieben werden.
Der DOI-Service der Universität Innsbruck wird mit der Registrierungsagentur DataCite betrieben und ist kostenlos. Verantwortlich für Informationen zu DOIs und für die DOI-Vergabe an der Universität Innsbruck ist die PID-Kontaktstelle der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
Welche Vorteile hat ein DOI?
- Ein DOI macht wissenschaftliche Objekte dauerhaft zitierfähig.
- Er gewährleistet langfristigen Zugriff und Auffindbarkeit – unabhängig von Änderungen der URL.
- Die wichtigsten beschreibenden Metadaten werden bei der Registrierung gespeichert.
- Ein DOI erleichtert die Verknüpfung mit ergänzenden wissenschaftlichen Ressourcen (z. B. Forschungsdaten, Software).
- Fördergeber wie der FWF oder die EU setzen zunehmend die Vergabe von DOIs für Publikationen und Daten voraus.
DOI Vergabe für Publikationen im institutionellen Repositorium ULB : Dok
Wenn Sie für einzelne digitale Publikationen einen DOI beziehen möchten, ist der Upload der Publikation ins institutionelle Repositorium der Universität Innsbruck Voraussetzung. Nur so können wir als PID-Kontaktstelle gewährleisten, dass das Objekt permanent zugänglich bleibt. Weitere Informationen zum Repositorium ULB : Dok finden Sie hier.
Übrigens: Alle digitalen Objekte, die in ULB : Dok veröffentlicht werden, erhalten bereits automatisch einen URN (Uniform Resource Name) als persistenten Identifikator.
DOI Vergabe für Plattform-Betreibende an der Universität Innsbruck
Plattform-Betreibende der Universität Innsbruck, die eine dauerhafte, verlässliche Datenzugänglichkeit gewährleisten können, sind berechtigt, eigenständig DOIs für ihre Plattform und technischen Systeme zu vergeben. Zur DOI-Vergabe wird zwischen den Plattform-Betreibenden der Universität und der PID-Kontaktstelle eine Vereinbarung getroffen, in der das Präfix und die Struktur des Suffixes festgelegt werden sowie wie die Registrierung der DOIs erfolgen soll.
Was sind die Anforderungen an die digitalen Objekte?
Gemäß den Richtlinien zur DOI-Vergabe [vgl. Institutionelle Policy für die Registrierung von Digital Object Identifierts (DOIs)] an der Universität Innsbruck“ gelten u.a. folgende Anforderungen an die digitalen Objekte:
- Ein DOI muss auf eine Landing Page verweisen, nicht auf das Objekt selbst.
- Das Objekt muss mit den wichtigsten deskriptiven Metadaten versehen sein (Titel, Autor:in, Erscheinungsjahr).
- Jedes mit einem DOI versehene digitale Objekt muss über eine URL online zugänglich sein bzw. bei Zugangsbeschränkungen zumindest die Landing Page mit den Metadaten.
- Ein mit einem DOI versehenes Objekt darf nicht verändert werden. Für veränderte, aktualisierte Objekte müssen eigene DOIs registriert werden.
- Die Plattform-Betreibenden haben sicherzustellen, dass die Inhalte der digitalen Objekte den allgemeinen Regeln guter wissenschaftlicher Praxis entsprechen.
Wo finde ich ein Beispiel für eine Plattform, die einen DOI bezieht?
Beispiele für Plattformen, die DOIs über die PID-Kontaktstelle beziehen:
- Blog Digital Science Center https://www.uibk.ac.at/en/disc/blog
- Repositorium für Forschungsdaten https://researchdata.uibk.ac.at
- Repositorium für Bildungsressourcen (OER) https://oer-repo.uibk.ac.at/edu-sharing
Weitere Informationen zu nationalen PID-Services und zur Vergabe von DOIs an österreichischen Institutionen finden sie hier: DOI-Services Austria.
Die ORCID iD (Open Researcher and Contributor ID) ist ein kostenloser, persistenter digitaler Identifikator und besteht aus einer alphanumerischen Identifikatorkennung, der Sie als Forscher:in eindeutig von anderen Forschenden unterscheidet und es Ihnen ermöglicht, Forschungsleistungen unkompliziert zu verwalten.
ORCID wird von einer gemeinnützigen Organisation betrieben und ist international als Standard etabliert. Die Universität Innsbruck ist Teil des ORCID Austria Konsortiums. Eines der wichtigsten Ziele dieses Konsortiums ist es, die ORCID iD als primären eindeutigen Personenidentifikator für Forschende in Österreich zu etablieren. Die Universität Innsbruck empfiehlt in ihrer Richtlinie zur Angabe der Affiliation zur Universität Innsbruck allen Angehörigen der Universität, ein ORCID-Profil anzulegen und dieses aktuell zu halten.
Was muss ich tun, um eine ORCID iD zu erstellen?
Registrieren Sie sich ganz einfach auf der Website von ORCID.
Bitte beachten Sie, dass bei der Registrierung der ORCID iD als Affiliation der offizielle Universitätsname Universität Innsbruck oder University of Innsbruck zu verwenden ist. Wir als ULB Tirol empfehlen außerdem, die Universität Innsbruck als vertrauenswürdige Organisation im eigenen ORCID-Profil zu hinterlegen. Um einen personalisierten Freigabe-Link dafür zu erhalten, klicken Sie direkt auf den folgenden Button Beantragung ORCID Affiliation.
ORCID-Affiliation Universität Innsbruck – kurz & bündig
Welche Vorteile bietet eine ORCID iD?
Eine ORCID iD …
- unterstützt die eindeutige Unterscheidung von Forschenden – insbesondere bei gleichen oder ähnlichen Namen,
- stellt sicher, dass Forschungsergebnisse auch bei einem Wechsel der Institution korrekt zugeordnet bleiben,
- erleichtert die Auffindbarkeit von Forschungsergebnissen bei Fördergebern, Verlagen, Konferenzveranstaltern und anderen Forschenden.
Anders als verlagsgebundene oder plattformspezifische Identifikatoren (z. B. Scopus ID, ResearcherID, arXiv Author ID) ist die ORCID iD unabhängig von einzelnen Anbietern. Alle Forschenden können sich kostenlos eine ORCID iD erstellen und diese mit unterschiedlichen Plattformen, Repositorien und Organisationen verknüpfen.
Der Schutz persönlicher Daten hat bei ORCID einen hohen Stellenwert: Sie entscheiden jederzeit selbst, welche Informationen in Ihrem Profil öffentlich sichtbar sind und welche privat bleiben.
Weitere Informationen zu ORCID und der Registrierung einer eigenen ORCID iD finden Sie auf der ORCID-Website.
What Your ORCID Record Can Do For You
A Short Video Introduction from ORCID on Vimeo
Ähnlich wie bei Personennamen können auch die Namen von Forschungseinrichtungen in unterschiedlichen Varianten auftreten – etwa in verschiedenen Sprachen, als Abkürzung oder unter Angabe einzelner Untereinheiten (z. B. Universität Innsbruck, Uni Innsbruck, UIBK). Das erschwert die eindeutige Zuordnung wissenschaftlicher Ergebnisse zu einer Organisation.
Persistente Identifikatoren für Institutionen lösen dieses Problem: Die mit dem PID verknüpften Metadaten enthalten den offiziellen Namen der Einrichtung samt Namensvarianten, die Art der Institution, den Standort und weitere Informationen.
Identifikatoren der Universität Innsbruck:
- ROR: 054pv6659
- Ringgold: 27255
Weitere Informationen finden Sie in der Richtlinie zur Angabe der Affiliation zur Universität Innsbruck.
PID-Kontaktstelle:
Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Abteilung Digitale Services +4351250725401ulb-digitale-services@uibk.ac.at
Kontakt: Abt. Digitale Services+43 512 507 25401, ulb-digitale-services@uibk.ac.at