INNALP Education Hub

Das INNALP Education Hub war ein interdiszipläneres Forschungs- und Entwicklungsprojekt im Bereich innovativer Bildungsforschung. Von Oktober 2021 bis Dezember 2025 arbeiteten mehrere Hochschulen und zahlreiche Bildungsforscher:innen gemeinsam daran, neue Lehr- und Lernkonzepte sowie innovative Bildungstechnologien zu entwickeln und wissenschaftlich zu evaluieren. Ziel war es, evidenzbasierte Bildungsangebote zu schaffen und deren Transfer in Schule, Hochschule und Gesellschaft zu unterstützen.

Im Rahmen des Projekts entstand ein breit angelegtes Forschungsnetzwerk mit mehr als 35 Bildungsforscher:innen, zahlreichen Innovationslaboren sowie einem Partnernetzwerk aus Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen. Ingesamt wurden 18 Innovationsprojekte umgesetzt, zahlreiche Praxistests mit Schulklassen durchgeführt und eine Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen, Abschlussarbeiten und Konferenzbeiträge hervorgebracht.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts war der Aufbau gemeinschaftlicher nutzbarer Forschungsinfrastrukturen. Aus diesen Strukturen heraus entstanden unter anderem die Forschungslabore für Empirische Verhaltensforschung und Medienbildung (EVM), die als nachhaltige Nachfolgeeinrichtung dienen und die im Projekt aufgebauten Netzwerke, Ressourcen und Forschungsaktivitäten weiterführen.


Im Projekt learning by design wurde ein FabLab an der Pädagogischen Hochschule Tirol (PHT) aufgebaut, in dem Schulklassen digitale Fabrikation wie 3D-Druck, Programmierung und Kunststoffrecycling praktisch kennenlernen konnten. Die entwickelten Workshops wurden mehrfach durchgeführt und hinsichtlich Interesse, Motivation und BNE-Bezug wissenschaftlich evaluiert.

Projektleitung
Goreth Sebastian

Publikationen
Goreth, S. (2023). Der Heiße Draht. Ein Klassiker mittels Informationstechnik neu entdeckt. In M. Starzacher & A. Liebhart, Praxishandbuch Technik Design Werken (19-22). Horn:
Berger.

Siller, E., Sausgruber, A. & Rösch, A. (2023). Von der Ketchupflasche zum Karabiner − Sensibilisierung für Kunststoffrecycling. MNU-Journal 6, 486-490.

Vorträge
Goreth, S., Ginthum, S. & König, L. (19.09.2024). Digital meets Analog. Fachraumkonzept für einen technischen Unterricht von heute. Fachraumkonzept für einen technischen Unterricht von heute. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der DGTB. Halle (Saale): Frankesche Stiftungen.

Goreth, S. (09.09.2024). Innovative Messungen im MINT-Unterricht. Vortrag im Rahmen der Veranstaltung Digitale Datenanalyse meets Quite quiet an der PH Luzern (Schweiz).

Goreth, S. (03.05.2025). MakerSpaces und Co – Ein Raumkonzept für Technik & Design. Vortrag im Rahmen des MNU-Bundeskongresses. Uni Bochum.

In Vorbereitung
Schorn, L. H. (eingereicht). Interesse und Motivation beim Programmieren und Recyclen. Tedu-Journal.

Im Projekt Verteilte & Nachhaltige Produktion wurde ein physischer Escape Room entwickelt, um Themen der nachhaltigen Produktion praxisnah zu vermitteln. In Workshops mit Schulklassen und Kindergartenkindern in den Innovationslaboren der FH Kufstein Tirol konnten Teilnehmende Produktionsprozesse mit Technologien wie 3D-Druck und Lasercutter kennenlernen. Dabei standen insbesondere Kreislaufwirtschaft, Rohstoffwiederverwendung und praktische Gestaltung im Mittelpunkt.

Projektleitung
Schmiedinger Thomas

Im Projekt Technisches Problemlösen in der Primarstufe wurde ein mobiles Entwicklungslabor Holz für die Primarstufe aufgebaut, um technisches Problemlösen im Unterricht zu fördern. Schulklassen entwickelten dabei eigene Lösungen für technische Aufgabenstellungen und setzten diese in einem iterativen Prozess praktisch um. Die Ergebnisse wurden wissenschaftlich ausgewertet und bilden die Grundlage für weitere Unterrichtsmaterialien sowie mehrere Masterarbeiten.

Projektleitung
Kosler Thorsten

Vorträge
Kosler, T. (08.03.2025). Problemlösen im Sachunterricht mit Papier und Holz. GDSU-Jahrestagung: Perspektiv(en)wechsel - Sachunterricht neu denken, Universität zu Köln.

Abschlussarbeiten
Egger, M. (2023). Technisches Problemlösen in der Primarstufe mit Holz. Masterarbeit an der Pädagogischen Hochschule Tirol, Innsbruck.

In diesem Projekt wurde das Wunderstiftlabor entwickelt, in dem Kinder mithilfe digitaler Stifte und eines offenen Lernsettings ihre Schreibkompetenzen und Schreibmotivation erforschen und verbessern konnten. Erste Praxistests zeigten, dass selbstbestimmtes Lernen und flexible Lernorte die Motivation der Schüler:innen deutlich steigern. Die Ergebnisse fließen in weitere Forschungsprojekte, Unterrichtsentwicklungen und wissenschaftliche Arbeiten ein.

Projektleitung
Gerth Sabrina

Publikationen
Gerth, S. & Primus, P. (2025). Digitale Stifte kompetenzorientiert im Unterricht einsetzen. In J. Knopf, & E. Wagner (Hrsg.), Schriftspracherwerb und Digitalisierung(S. 68-73). Schneider Verlag.

Im Projekt Hörmodell 2.0 wurde ein Modell des Hörvorgangs für die Primarstufe weiterentwickelt, das mit Technikbaukästen wie Matador und Fischertechnik nachgebaut werden kann. Das Modell veranschaulicht die Weiterleitung von Schallwellen vom Ohr bis zur Cochlea und wurde im Rahmen eines mobilen Primar-Hör-Labors bereits in mehreren Volksschulen erprobt. Die Materialien ermöglichen Schüler:innen, den Hörprozess experimentell zu erforschen und im Unterricht praktisch nachzuvollziehen.

Projektleitung
Kosler Thorsten

Publikationen
Reiter, C., Rehm, W. & Kosler, T. (2025).Hören als Thema im Sachunterricht – Eine Videostudie über Unterricht zur Funktionsweise des Hörens.In: Schomaker, C., Peschel, M. & Goll, T. (Hrsg.), Mit Sachunterricht Zukunft gestalten?! Herausforderungen und Potenziale im Kontext von Komplexität und Ungewissheit, Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

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