Co­rona­virus: Weitere Maßnahmen

Alle Lehrveranstaltungen an der Universität Innsbruck werden von Präsenzlehre auf Fernlehre (distance learning) umgestellt. Alle Standorte der Universitätsbibliothek bleiben für die Studierenden und Benutzer/innen geschlossen, Kurse des Universitäts-Sportinstituts (USI) bis auf weiteres eingestellt.
Illustration eines Coronavirus
Bild: Illustration eines Coronavirus (Credit: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM)

Update (27. März 2020): 

  • Ein weiterer Mitarbeiter wurde positiv auf das neue Coronavirus getestet. Damit sind 39 Uniangehörige infiziert. 

Update (26. März 2020): 

  • Seit gestern wurden drei weitere Studierende in Studentenheimen positiv auf das neue Coronavirus getestet.

Update (25. März 2020): 

  • Seit gestern ist die Zahl der infizierten Universitätsangehörigen sprunghaft von 21 auf 35 gestiegen. Dieser unverhältnismäßige Anstieg hängt damit zusammen, dass die zuständige Gesundheitsbehörde nunmehr alle Bewohner/innen jener Studentenheime auf das neue Coronavirus getestet hat, in denen sich in den vergangenen zwei Wochen bereits erkrankte Studierende aufgehalten haben. Dabei wurde bei 12 weiteren Studierenden der Universität Innsbruck das Virus nachgewiesen. Weitere Studentenheime sind aktuell großflächig in der Testung, weswegen es in den kommenden Tagen zu weiteren Steigerungen kommen könnte.
    Aktuell sind 31 Studierende infiziert, wovon 2 auch als Mitarbeiter/innen tätig sind, sowie 4 weitere Mitarbeiter/innen der Universität. Die Zahl der infizierten Mitarbeiter/innen ist aufgrund der erfolgten Maßnahmen (Fernlehre und Minimalbetrieb bzw. Home Office) nach wie vor sehr niedrig.   

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Inhalt:

Aktuelle Maßnahmen

Alle Lehrveranstaltungen an der Universität Innsbruck werden von Präsenzlehre auf Fernlehre (distance learning) umgestellt. Das bedeutet, dass seit 10. März keine Lehrveranstaltungen mehr in den Universitätsräumlichkeiten stattfinden, sondern soweit möglich mit Hilfe von digitale Technologien durchgeführt werden. 

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die keine dringend notwendigen Aufgaben an den Universitätsstandorten zu verrichten haben, werden aufgrund der Verkehrsbeschränkungen in Tirol bis 13. April zuhause bleiben und von dort aus arbeiten.

Alle Standorte der Universitätsbibliothek bleiben für die Studierenden und Benutzer/innen geschlossen. Sowohl die Lernplätze sind nicht verfügbar, als auch Vor-Ort-Services (Ausleihe, Buchrückgabe, Schulungen) werden nicht angeboten.

Alle Standorte der Universitätsbibliothek sind geschlossen. Nutzen Sie das umfassendes Angebot an elektronischen Medien. Derzeit wird die weitere Vorgehensweise zur Ausleihe von physischen Medien geprüft. Weitere Informationen in den FAQs.

Kurse des Universitäts-Sportinstituts (USI) werden eingestellt. Die Freiplätze und die Sauna bleiben gesperrt. 

Kurse des Sprachenzentrums (ISI) werden nach Möglichkeit digital angeboten und ansonsten ebenfalls ausgesetzt.

Der Parteienverkehr von Studienabteilung,  Fakultätenservicestelle/Prüfungsreferate und ZID-Benutzerservice wird auf E-Mail und Telefon umgestellt.

Die Poststellen am Innrain, an der Sowi und an der Technik bleiben bis auf weiteres täglich von 07.30 – 12.00 Uhr geöffnet, um Poststücke anzunehmen und auszugeben.

Alle Standorte der Mensa sind geschlossen.

Diese Maßnahmen gelten bis auf weiteres, die Situation wird täglich evaluiert und entsprechend neu bewertet.

Haben Sie Fragen? Dann schreiben Sie an die Coronavirus-Hotline: corona@uibk.ac.at.

FAQ zum Coronavirus und den Maßnahmen

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Nach bisher vorliegenden Informationen besteht die Möglichkeit einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Das Übertragungsrisiko von Mensch zu Mensch ist relativ gering und liegt nach derzeitigem Informationsstand etwas höher als jenes der Influenza. Häufige Anzeichen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind unter anderem Fieber, Halsschmerzen, Husten, Atembeschwerden. In schwereren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, Nierenversagen und vor allem, wenn schwere andere Erkrankungen bereits vorbestehen, den Tod verursachen. Am meisten treten milde Verlaufsformen (Symptome einer Erkältung) auf. 

Wann besteht ein Verdachtsfall?

A. Personen mit akuten Symptomen einer respiratorischen Infektion (plötzliches Auftreten von mindestens einem der folgenden Beschwerden: Husten, Fieber, Kurzatmigkeit) ohne andere plausible Erklärung oder Ursache für das Erscheinungsbild UND in den 14 Tagen vor Auftreten der Symptome Aufenthalt in einer Region in der von anhaltender Übertragung des Coronavirus ausgegangen werden muss.

ODER

B. Personen mit jeder Art von Symptomen eines akuten respiratorischen Infektes, die in den 14 Tagen vor Auftreten der Symptome Kontakt mit einer nachweislich infizierten Person hatten.

Bestätigter Fall: Person mit labordiagnostischem Nachweis von Coronavirus, unabhängig der Symptomatik

Risikogebiete (Regionen, in denen von anhaltender Übertragung von SARS-CoV-2 ausgegangen werden muss, Stand: 20.03.2020):

  • China
  • Südkorea
  • Iran
  • Hongkong
  • Japan
  • Singapur
  • Italien 
  • In den USA: Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York
  • In Deutschland besonders betroffene Gebiete: Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen)
  • In Frankreich: Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne)
  • In Spanien: Madrid
  • In Österreich:
    • Tirol: alle 279 Gemeinden;
    • Vorarlberg: gesamte Arlberg-Region mit Lech, Warth, Schröcken, Ortsteil Stuben der Gemeinde Klösterle;
    • Kärnten: Gemeinde Heiligenblut;
    • Salzburg: Gemeinde Flachau, Gasteinertal mit den Gemeinden Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein sowie das Großarltal mit den Kommunen Großarl und Hüttschlag.

Mit dem  Online-Fragebogen der Leitstelle Tirol kann mit wenigen Fragen geklärt werden, ob jemand laut der aktuellen Definition des österreichischen Gesundheitsministeriums als Verdachtsfall eingestuft wird oder nicht. 

An wen kann ich mich wenden?

Erkrankte sollten sich an die österreichische Gesundheitsberatung unter der Telefonnummer 1450 (ohne Vorwahl aus allen Netzen) wenden. Sollte bei Ihnen eine meldepflichtige Erkrankung festgestellt worden sein oder ein dringender Verdacht bestehen, informieren Sie bitte sofort Frau Dr. Elisabeth Oberrauch-Genser, Arbeitsmedizinerin der Universität Innsbruck: arbeitsmedizin@uibk.ac.at, +43 664 3206062 sowie die zentrale Hotline: corona@uibk.ac.at.

Mit dem Online-Fragebogen der Leitstelle Tirol kann mit wenigen Fragen geklärt werden, ob jemand laut der aktuellen Definition des österreichischen Gesundheitsministeriums als Verdachtsfall eingestuft wird oder nicht. Bei Unklarheiten oder Fragen können Sie sich auch an die Coronavirus-Hotline des Landes Tirol unter +43 800 80 80 30 oder die 24-Stunden-Infoline der AGES unter +43 800 555 621 wenden. Psycholog/inn/en und Lebensberater/innen stehen unter der Corona-Sorgen-Hotline 0800 400 120 von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung. 

Muss ich es melden, wenn ich mit dem Coronavirus infiziert bin oder Kontakt mit Infizierten hatte?

Im Sinne der Fürsorgepflicht der Universität bitten wir alle Personen, die mit einer/einem COVID19- Infizierten in Kontakt waren bzw. bei denen eine COVID19-Infektion nachgewiesen wurde, sich bei der Arbeitsmedizinerin der Universität Innsbruck unter Angabe folgender Daten per Mail (arbeitsmedizin@uibk.ac.at) zu melden:

Vor- und Nachname, Telefonnummer, Adresse, kurze Eckdaten zum Kontakt (wann, wie lange bzw. Kontakt in welcher Form).

Ich kehre aus einem Risikogebiet zurück. Was muss ich beachten?

Personen, die aus den von der Landessanitätsdirektion benannten Risikogebieten zurückkehren, werden aufgefordert, während der ersten 14 Tage nach Rückkehr aus diesen Gebieten ihre sozialen Kontakte freiwillig stark zu reduzieren.  Falls es durch diese Maßnahmen zum Ausfall von Lehrveranstaltungen kommen sollte, bitten wir Sie mit dem Vizerektor für Lehre und Studierende mögliche Flexibilisierungsoptionen zur Überbrückung der Abwesenheit zu diskutieren (bspw. durch den Einsatz von digitalen Medien). Chronisch Kranke, die durch eine Infektion mit dem Coronavirus besonders betroffen wären, werden gebeten, sich direkt an Arbeitsmedizinerin Dr. Elisabeth Genser-Oberrauch (arbeitsmedizin@uibk.ac.at, 0664 3206062) zu wenden.

Die Landessanitätsdirektion für Tirol fordert in ihrem Informationsblatt für Hochschulen (PDF) zudem dazu auf, dass Reiserückkehrer/innen aus den Risikogebieten ihre Kontaktdaten, insbesondere ihre Telefonnummer, bekanntgeben, um sie erforderlichenfalls direkt über weitere Maßnahmen informieren zu können. Sollten Sie betroffen sein, bitten wir daher um freiwillige und formlose Meldung via Online-Formular.

Ist Südtirol als Risikogebiet eingestuft?

Italien hat mit 10. März 2020 das ganze Land zur roten Zone erklärt. Das österreichische Gesundheitsministerium sowie die Tiroler Landessanitätsdirektion führen Südtirol seit 9. bzw. 10. März als Risikogebiet.

Kann ich derzeit mein Gemeindegebiet verlassen?

Mit 19. März 2020 sind umfassende Verkehrsbeschränkungen in Kraft getreten. Aktuelle Informationen finden Sie in den FAQ zur Quarantäneverordnung des Landes Tirol.

Wie kann man sich vor den Coronaviren schützen?

Als allgemeine Schutzmaßnahme vor einer Infektion waschen Sie sich bitte mehrmals täglich und gründlich die Hände und vermeiden Sie es, als Begrüßung die Hände zu schütteln. Um diese Maßnahmen zu unterstützen, wurde zudem veranlasst, dass in der nächsten Zeit alle Türklinken in den Universitätsgebäuden regelmäßig gereinigt werden.

Werden in nächster Zeit an der Universität öffentliche Veranstaltungen stattfinden?

Alle Veranstaltungen, die von der Universität Innsbruck oder ihren Einrichtungen bis 20. April organisiert und ausgerichtet werden, sind abgesagt. 

Welche Regelungen gelten an der Universitätsbibliothek?

Alle Standorte der ULB Tirol haben bis auf weiteres geschlossen. Bitte nutzen Sie unser umfassendes Angebot an elektronischen Medien. Derzeit wird die weitere Vorgehensweise zur Ausleihe von physischen Medien geprüft, bis zu einer endgültigen Lösung gelten folgende Bestimmungen:

    • Ausgeliehene Werke (auch vorgemerkte) werden für die gesamte Schließzeit verlängert.
    • Vormerkungen auf ausgeliehene Werke bleiben erhalten.
    • Bereitstellungen bleiben bis eine Woche nach Wiederaufnahme des Betriebes stehen.
    • Fernleihebestellungen sind derzeit nicht möglich.
    • In der Schließzeit fallen keine neuen Mahn- und Überziehungsgebühren.
    • Ablaufende Bibliotheksausweise werden verlängert (erster Öffnungstag + 1 Monat), sofern Werke ausgeliehen sind.
    • Bitte retournieren Sie keine Medien mit der Post an uns.
    • Alle Führungen und Schulungen werden bis auf weiteres abgesagt.
    • Viele Verlage bieten aufgrund der Corona-Krise E-Books und E-Journals kostenlos an.
    • Online Tutorials zur Literaturrecherche 

Bitte überprüfen Sie laufend Ihr Bibliothekskonto. Bei Unstimmigkeiten kontaktieren Sie den Kundenservice. Die Webseiten der ULB TIrol werden laufend aktualisiert. Der Kundenservice ist telefonisch und per E-Mail von Mo-Fr 8-17 Uhr erreichbar: +512 507 2410, ulb-kundenservice@uibk.ac.at.

Sind die Poststellen weiterhin geöffnet?

Die Poststellen am Innrain, an der Sowi und an der Technik bleiben bis auf weiteres täglich von 07.30 – 12 Uhr geöffnet, um Poststücke anzunehmen und auszugeben. Individuelle Zustellungen sind derzeit leider nicht möglich. Bitte beachten Sie den Sicherheitsabstand, wenn Sie Post holen bzw. bringen. Bitte bestellen Sie derzeit nur das wirklich Nötigste!

Das Leben in der Quarantäne belastet mich. Was kann ich tun?

Lesen Sie die Leitlinien für den Umgang mit Angst, das Leben in Quarantäne und die Ängste von Kindern (von Pia Andreatta, Barbara Juen, Karin Unterluggauer).

FAQ für Studierende

Statement Vizerektor Bernhard Fügenschuh

Der Vizerektor für Lehre und Studierende, Bernhard Fügenschuh, wendet sich an die Studierenden.


Weitere Informationen ...

... finden Sie auf den Webseiten des Gesundheits- und Wissenschaftsministeriums und des Landes Tirol:

 

 

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