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Innsbrucker Gender Lectures 2022/23 | Gender&Digitalisierung

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Programm


  25. Oktober 2022

  18:00 Uhr

Lisa Nakamura
Department of American Cultures, University of Michigan

"Histories of Online Racism and Gendered Harassment: Women of Color Digital Diversity Work as Community Defense."  

  Online (without registration) 

  Further information 

This talk traces the history of women of color's participation in online gaming forums, anti-racist social media posts, and Zoom meetings as examples of community defense. Black and Latinx female Xbox players who engage in "resistance griefing," to use game scholar Kishonna Gray's formulation, Generation Z women who post video documentation of their encounters with racism and xenophobia in public places, and women of color resisting racist zoombombing share an understanding of their efforts as digital diversity work. This talk argues that women of color online were engaging in community defense models as alternatives to traditional policing and the carceral state years before the mainstream left in the U.S. deployed them as part of a populist politics.

Lisa Nakamura is the Gwendolyn Calvert Baker Collegiate Professor in the Department of American Cultures at the University of Michigan, Ann Arbor. Lisa Nakamura is a member of the DISCO (Digital Inquiry, Speculation, Collaboration, and Optimism) Network along with André Brock, Stephanie Dinkins, Rayvon Fouché, Catherine Knight Steele, and Remi Yergeau. She is also the founding Director of the Digital Studies Institute at the University of Michigan and has been writing about digital media, race, and gender since 1994. Lisa Nakamura wrote books and articles on digital bodies, race, and gender in online environments, on toxicity in video game culture, and the many reasons that Internet research needs ethnic and gender studies. In November 2019 she gave a TED NYC talk about her research called “The Internet is a Trash Fire. Here’s How to Fix It.”

 

Comment: Doris Allhutter, Institute of Technology Assessment, Austrian Academy of Sciences 

Doris Allhutter is a senior researcher at the Institute of Technology Assessment of the Austrian Academy of Sciences. She was a Fellow at the Digital Curation Institute, University of Toronto this year, and a visiting researcher at Vassar College, New York (2019), UC Berkeley (2013) and Lancaster University, UK (2011).

She studies how computing practices are entrenched in power relations and how social inequality and ideologies of human difference co-emerge with digital infrastructures. From this perspective she has published on a book on computer-generated pornography and papers on common-sense ontologies and public sector algorithms. Her current research focuses on the automation of welfare services in Europe and related questions of social justice, equity and the transformation of social systems and the welfare state.


Moderation: Gundula Ludwig, Center Interdisciplinary Gender Studies Innsbruck, University of Innsbruck

 

  13. Dezember 2022

  18:00 Uhr

Bianca Prietl
Institut für Soziologie, Johannes Kepler Universität Linz

"Das Geschlecht der Datafizierung. MachtWissen im digitalen Zeitalter."

  Hörsaal 6, Campus Innrain

Innrain 52e, 6020 Innsbruck

  Weitere Informationen

Digitale Datentechnologien wie algorithmische Entscheidungssysteme oder Künstliche Intelligenz halten in immer mehr Bereiche der Gesellschaft Einzug und beeinflussen hier, wie und was wir wissen (können). Die damit einhergehenden Verschiebungen in der gesellschaftlichen Wissensordnung sind – so die These dieses Vortrags – nicht geschlechtsneutral. Vielmehr ist der in digitalen Datentechnologien verobjektivierte, datafizierte und datafizierende Zugriff auf die (soziale) Welt gesellschaftlich höchst voraussetzungsvoll wie folgenreich. Im Zentrum des Vortrags steht deshalb die Frage, welche Weltzugänge, Wahrheitsregime und Denkformen mit digitalen Datentechnologien verknüpft sind, wie diese die Verfahren, Subjekte und Möglichkeiten von Erkenntnis regulieren und in diesem Sinne als zugleich machtförmig wie machtvoll verstanden werden können.

Die im Anschluss an Foucault aufgeworfene Frage nach dem MachtWissen im digitalen Zeitalter leistet einen Beitrag zur Geschlechteranalyse aktueller digitaler Transformationen, unter Fokussierung auf das wechselseitig konstitutive Verhältnis von Technik, Macht und Wissen. Damit geht es weder zentral um Frauen und ihre Karrierechancen im Zuge der Digitalisierung, noch um die diskursprägende Auseinandersetzung über sexistische oder rassistische Biases. Stattdessen wird die Aufmerksamkeit auf die viel grundlegendere Frage gerichtet, wie eine auf digitale Datentechnologien gründende Wissensordnung überhaupt verfasst ist und was dies für unsere Möglichkeiten des in der Welt Seins – gerade aus einer an Geschlechterverhältnissen interessierten Machtperspektive – bedeutet. Denn: Wer sich an der Produktion von Wissen beteiligen kann, wessen ‚Stimme Gewicht hat‘ und welche Instrumente – seien sie kognitiver oder materieller Art – dafür legitimerweise zur Verfügung stehen, ist nicht unabhängig von der gesellschaftlichen Geschlechterordnung, sondern zutiefst mit der historisch etablierten strukturell-symbolischen Dominanz des Verhältnisses von Technik und Männlichkeit verflochten. Wie sich das Zusammenspiel von Wissen, Macht und Technik im Kontext aktueller Digitalisierungsbestrebungen gestaltet, neu festzieht, lockert oder gar löst, möchte ich im Rahmen dieses Vortrags sondieren.

Bianca Prietl ist promovierte Soziologin und derzeit als Assistenzprofessorin für Gesellschaftliche Auswirkungen von Digitalisierung an der Johannes Kepler Universität Linz tätig. Ihre Forschungsinteressen entfalten sich an der Schnittstelle von Frauen- und Geschlechterforschung einerseits und Wissenschafts- und Technikforschung andererseits. Rezente Forschungsthemen umfassen die akademische Institutionalisierung von Data Science und damit verbundene Verschiebungen in der gesellschaftlichen Wissensordnung, Männlichkeitskonstruktionen der Digitalen Avantgarde, Feministische Kritik an big data, algorithmischen Entscheidungssystemen und maschinellem Lernen.

 

Kommentar: Silvia Rief, Institut für Soziologie, Universität Innsbruck

Moderation: Flavia Guerrini, Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck und Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Innsbruck
 

  17. Januar 2023

  18:00 Uhr

Julia Dück
Rosa-Luxemburg-Stiftung

t.b.a. 

  Hörsaal 4, Campus Innrain

Innrain 52e, 6020 Innsbruck

  Weitere Informationen

t.b.a.

Kommentar: Carla Ostermayer, Doktoratskolleg "Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation: Räume - Relationen - Repräsentationen", Universität Innsbruck

Moderation: Zoe* Steinsberger, Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck und Doktoratskolleg "Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation: Räume - Relationen - Repräsentation", Universität Innsbruck

  28. März 2023

  18:00 Uhr

Ricarda Drüeke
Fachbereich Kommunikationswissenschaft, Universität Salzburg

"Dissonante Öffentlichkeiten: Digital vernetzte Medien und rechte Akteur:innen."

  t.b.a

Der Ort dieser Veranstaltung wird noch bekanntgeben.

  Weitere Informationen

Mein Beitrag beleuchtet mittels welcher digitalen Medienstrategien rechte Akteur:innen die „Grenzen des Sagbaren“ ausweiten und sich affektiver Formen sowie Teilöffentlichkeiten bedienen. Ich greife dabei drei Strategien heraus: Diskurspiraterie und Mimikry als Aneignung von Themen und Symbolen feministischer und demokratischer Bewegungen. Als Hijacking werden die Umdeutungen durch antifeministische und rechte Akteur*innen von queer_feministischen Hashtags und Inhalten bezeichnet. Diese Strategie verdeutliche ich am Beispiel von #metoo und #120db. Die Ausweitung des Sagbaren findet insbesondere durch Abwanderung ins sogenannte „Dark Net“ statt; ein Beispiel dafür liefert die Plattform Telegram.

Diskutieren möchte ich dabei, wie wir mit der Dynamik digitaler Medien umgehen könnten, gerade in Bezug auf entsolidarisierende und exkludierende Kommunikationsformen und -foren sowie welchen Stellenwert solch dissonante Öffentlichkeiten für Fragen der Demokratiegestaltung haben.

Ricarda Drüeke ist habilitierte Assoziierte Professorin am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg und Co-Leiterin des Programmbereichs Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion der interuniversitären Einrichtung Wissenschaft und Kunst. Sie forscht und lehrt zu Inklusions- und Exklusionsprozessen in und durch Medien, digitalen Öffentlichkeiten (insbesondere mit einem Schwerpunkt auf Protestartikulationen und -bewegungen sowie Dynamiken der Empörung am Beispiel von Hate Speech) sowie im Bereich Gender Media Studies. In ihrer Habilitation beschäftigte sie sich mit queer_feministischem Aktivismus mittels digitaler Medien unter Berücksichtigung der Ausdifferenzierung von Öffentlichkeiten.


Kommentar: Matthias Kettemann, Institut für Theorie und Zukunft des Rechts, Universität Innsbruck

Moderation: Judith Goetz, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Innsbruck

  9. Mai 2023

  18:00 Uhr

Hannah Fitsch
Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, TU Berlin 

"Extreme brains. Körpernormierungen, neue Bezüglichkeiten und Subjektivierungsweisen des Digitalen am Beispiel der Neurowissenschaften."

  t.b.a.

Der Ort dieser Veranstaltung wird noch bekanntgeben.

  Weitere Informationen

Der Vortrag stellt die historische Entwicklung einer Mathematisierung der Wahrnehmung (Fitsch 2022) vor und zeigt auf, wie sich deren vermessenden und probabilistischen Logiken mittels Digitalisierung in gegenwärtige Körpernormierungen und Subjektivierungsweisen einschreiben konnten. Den Wunsch, das komplexe Gefüge von Körpern, Gehirnen und Denkprozessen zu formalisieren gibt es schon seit Jahrhunderten. Durch die Implementierung einer mathematischen Logik in binäre/informatische Technologien des Digitalen und künstlicher Intelligenz, konnten epistemologische Methoden und Modelle aus der Mathematik und der Informatik Eingang in die Neurowissenschaften, die Ideen des Denkens und dem Konzept des freien Willens erhalten.

Hannah Fitsch (Dr. phil.) ist feministische Wissenschafts- und Techniksoziologin mit Schwerpunkt auf Neurowissenschaften, Digitalisierung, (Technik-)Museen, Bildwissen/ Bildpraktiken, Ästhetik und feministischer Theorie. Zusätzlich zu ihren theoretischen Forschungsarbeiten sucht Hannah Fitsch immer auch nach anderen Ausdrucks- und Vermittlungsformaten, etwa in Museen, im Theater, als Video-, Audio- und/oder visuelle Arbeiten. 2022 erhielt sie den Emma Goldmann Snowball Award. Aktuell erschienen: "Die Schönheit des Denkens. Über die Mathematisierung der Wahrnehmung am Beispiel der Computational Neurosciences." sowie "Der Welt eine neue Wirklichkeit geben. Feministische und queertheoretische Interventionen" (gemeinsam mit Greusing, I., Kerner, I., Meißner, H., Oloff, A.), beides im Transcript-Verlag/open access.


Kommentar: Denise Bergold-Caldwell, Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck, Universität Innsbruck

Moderation: Verena Sperk, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Innsbruck


  13. Juni 2023

  18:00 Uhr

Ute Kalender
Charité Berlin und Universität Paderborn

"Kontroll- oder Überlebensmedien? Queer-feministische Perspektiven auf Digitalität."

  t.b.a.

Der Ort dieser Veranstaltung wird noch bekanntgeben.

  Weitere Informationen

Der Cyberspace ist heute zweifelsohne ein stark kommodifizierter Raum, der keineswegs per se gerechte Lebensbedingungen für alle Körper, Geschlechter und Begehren bietet. Digitale, rassistische und sexistische Gewalt sind an der Tagesordnung und auch Initiativen wie Facebooks 60 Genderoptionen scheinen nur eine weitere, perfide Spielart eines neoliberalen Repräsentationsspekakels zu sein. 

Dennoch weisen aktuelle Cyberfeminismen wie der Glitch oder Xenofeminismus auf queere, intersektionale Aneignungsmöglichkeiten digitaler Technologien hin und empirische Arbeiten der Transgender Studies zeigen, wie gerade für Trans*jugendliche digitale Räume gleichsam zu Überlebens- und Gesundungsräumen werden, wenn sie dort wichtige Gesundheitsinformationen finden oder Möglichkeiten sich mit Jugendlichen mit ähnlichen Erfahrungen auszutauschen. Diese Ansätze bilden den Ausgangspunkt des Vortrags, um einen einführenden Streifzug durch zeitgenössische queer-feministische sowie Transgender Studies Ansätze zum Thema Digitalität zu unternehmen.

Dr. Ute Kalender vertritt ab Oktober 2022 die Professur Medien, Algorithmen und Gesellschaft in den Medienwissenschaften der Universität Paderborn. Sie wird dort zu ihren Schwerpunkten Digitale Sorgearbeit, Künstliche Intelligenz aus intersektionaler Perspektive und Feministische Digitalmanifeste forschen und lehren. Sie ist ferner als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Charité in einem partizipativen Forschungsprojekt zur gesundheitlichen Versorgung von intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen sowie von Kindern und Jugendlichen mit AGS, Turner und Klinefelter Syndrom nebentätig beschäftigt. Sie arbeitete ferner als Praktiker*in im BMBF-Projekt Digitale Akademie Pflege 4.0. Mehr Informationen gibt es hier utekalender.de


Kommentar: Katharina Klappheck, Heinrich-Böll-Stiftung

Katharina Klappheck, M.A., ist behinderte Politikwissenschaftler*in. They beschäftigt sich mit Behinderung, Queernes und KI, sowie Design als Politik. Katharina Klappheck arbeitet hierzu unter anderem an der Technischen Universität Dresden und dem deutschen Bundestag. Momentan ist Katharina Klappheck Head of Feminist Internet Policy am Gunda Werner Institut der Heinrich Böll Stiftung.


Moderation: Lisa Pfahl, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Innsbruck


 

Konzept und Organisation
Gundula Ludwig, Silvia Rief, Verena Sperk und Julia Tschuggnall

 

Kontakt
Julia Tschuggnall, julia.tschuggnall@uibk.ac.at
+43 512 507-39862


Veranstaltet von
CGI - Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck, Universität Innsbruck
www.uibk.ac.at/geschlechterforschung 

Logo FZ Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck


In Kooperation mit
Radio Freirad, www.freirad.at

Logo Radio freirad

 

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