E-Learningtag 2010 " Universität - Schule - Neue Medien - Schnittstelle und Brüche"

07.05.2010

 

Universität - Schule - Neue Medien - Schnittstelle und Brüche

Wann: 22.06.2010

Wo: Universitätshauptgebäude, Aula, Innrain (Google-Maps)

Die Präsentationen werden vorerst hier veröffentlicht. Die Videos zu den Vorträgen stehen in den nächsten Tagen zur Verfügung und werden dann auf folgender Seite veröffentlicht: http://elearningtag-uibk.tsn.at/.

 

09:00 - 09:30
Registrierung + Kaffee 
09:30 - 09:45
Begrüßung 
VR Friedrich (aus Sicht Lehre/TIBS)  
Prof. Mag. Dr. H. Lintner (Landesschulratspräsident)
Dr. Dirk Draheim (ZID-Leiter)

09:45
-
10:30

Vortrag 1 + anschließende Diskussion 
Prof. Dr. Heinz Moser (PHZ): Grundlegung Medienkompetenz 
(Lehrerinnenausbildung allgemein) 
Vortragstitel: Welche Standards braucht die Medienbildung

http://www.phzh.ch/personen/heinz.moser
Pädagogische Hochschule Zürich 

EMail IconPräsentation

10:30 - 11:15

Vortrag 2 + anschließende Diskussion 
Dipl.-Ing. Dr. techn. Martin Ebner
"Was können unsere Studierenden?" Transfer vom Wissen zum Umgang mit Medien? Digital Natives? Visionen für die Zukunft? 
Thema Schule (VS, HS, Gym mit erhöhtem Einsatz von neuen Medien im Unterricht. Was lernen unsere Kinder? Was können die Jugendlichen, die in Zukunft an die Universität kommen?) 
Einsatz von Whiteboards/interaktiven Tafeln im Unterricht 
(Spezieller Blick auf die Uni. Eher technische Kompetenzen) 
Vortragstitel: * RT @twitter ist die Uni auf Facebook? #DigitalUniversity #l3t *

Die Digital Natives, die Netgeneration, die Generation @ oder wie man sie auch immer bezeichnen möchte stehen am Übertritt zur Hochschule. Oder ist dies nur ein Mythos einer von technologischen Neuerungen geprägten Zeit? Dieser Vortrag beleuchtet das Thema einer möglicherweise völlig digitalisierten Jugend anhand von Daten, die auf Umfragen aus den letzten drei Jahren basieren. Aufgrund dieser Befragungen an der Technischen Universität Graz kann ein Bild der heute Erstemstrigen gezeichnet werden, welches sowohl infrastrukturelle, organisatorische als auch didaktische Entscheidungen beeinflusst. 


http://www.martinebner.at
TU Graz

EMail IconPräsentation

11:15 - 12:00

Vortrag 3 + anschließende Diskussion 
Dr. Sven Kommer
edialer habitus v. Lehramtstudierenden 
(Verhaltensmuster) 
Vortragstitel: Der mediale Habitus von Lehramtsstudierenden. Oder: warum die neuen Medien oft nicht im Unterricht ankommen.

kommer@ph-freiburg.de
(0049(0)761-6008929) 
Pädagogische Hochschule Freiburg 

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12:00 - 13:00
Mittagspause 
Warmes Buffett 
Marktplatz: Whiteboards, OLAT, Fachdidaktikzentrum + Good Practice - Beispiele, ev. Second Life 
(Praxisbeispiele) 
13:00 - 13:45

Vortrag 4 + anschließende Diskussion 
Dir. Othmar Gasser (VS Mils bei Hall) 
Vortragstitel: Thema Schule (Volksschule, Hauptschule, Gymnasium mit erhöhtem Einsatz von neuen Medien im Unterricht) 
Was lernen unsere Kinder? Was können unsere Jugendlichen, die in Zukunft an die Universität kommen?


Einsatz von Whiteboards/interaktiven Tafeln im Unterricht 
(Reflexion aus der/über die Praxis)

EMail IconPräsentation

13:45 - 14:30

Vortrag 5 + anschließende Diskussion 
Stud.-Ass. Christiane Buchholtz:
Gestaltung von schulischem Unterricht - LehrerInnenfortbildung 
Vortragstitel: Neue Medien: neues Lernen - neues Handeln
Wie kann Fortbildung eine Neuorientierung im unterrichtlichen Handeln wirkungsvoll unterstützen?


(Theorietsche Aufarbeitung + Ausblick Fortbildung) 
http://schultheorie.hu-berlin.de/didaktik/mitarbeiter/1509465
Humboldtuniversität Berlin


EMail IconPräsentation

14:30 - 15:00
Abschluss 

 

 




Abstract- und Bildersammlung der Vortragenden

 

Dipl.-Ing. Dr. techn. Martin Ebner

martinebner

Zur Person:

Martin Ebner studierte an der Technischen Universität Graz Bauingenieurwissenschaften und promovierte zum Thema „eLearning im konstruktiven Ingenieurbau". Seit 2006 leitet er die Abteilung Vernetztes Lernen des Zentralen Informatikdienstes der TU Graz (http://elearning.tugraz.at).
Neben der Verantwortlichkeit für eLearning an der TU Graz, forscht und lehrt Martin am Institut für Informationssysteme und Computer Medien (IICM) rund um die Themen e-Learning, m-Learning, u-Learning und Web 2.0 und führt hierzu auch einen Weblog (http://elearningblog.tugraz.at).

Titel: ** RT @twitter ist die Uni auf Facebook? #DigitalUniversity #l3t **

Abstract:

Die Digital Natives, die Netgeneration, die Generation @ oder wie man sie auch immer bezeichnen möchte stehen am Übertritt zur Hochschule. Oder ist dies nur ein Mythos einer von technologischen Neuerungen geprägten Zeit? Dieser Vortrag beleuchtet das Thema einer möglicherweise völlig digitalisierten Jugend anhand von Daten, die auf Umfragen aus den letzten drei Jahren basieren. Aufgrund dieser Befragungen an der Technischen Universität Graz kann ein Bild der heute Erstemstrigen gezeichnet werden, welches sowohl infrastrukturelle, organisatorische als auch didaktische Entscheidungen beeinflusst.

Stud.-Ass. Christiane Buchholtz

christiane-buchholtz

zur Person:

seit 2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Systematische Didaktik und Unterrichtsforschung, Institut für Erziehungswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin
2001 - 2002 Projektmanagement und Konzeption bei der Entwicklung von E-Learning-Systemen bei Fa. digital spirit
seit 2000 Leitung von Lehrerfortbildungskursen für das Berliner Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) und Computer in die Schulen (CidS)
1999 Zweite Staatsprüfung für das Amt des Studienrats mit den Fächern Sozialkunde (Politische Wissenschaft) und Englisch

 

Titel: Neue Medien: neues Lernen - neues Handeln
Wie kann Fortbildung eine Neuorientierung im unterrichtlichen Handeln wirkungsvoll unterstützen?

Abstract:

Lehrerfortbildung zielt als dritte Säule der Lehrerbildung auf die Erweiterung und Aktualisierung der professionellen Kompetenzen von Lehrpersonen. Der in den letzten Jahren durch Reformen initiierte Wandel des schulpädagogischen Feldes und die neuartige Möglichkeiten, die neue Informations- und Kommunikationstechnologien für den Unterricht bieten, unterstreichen die Notwendigkeit der kontinuierlichen Weiterqualifizierung im Berufsleben.  Der gewinnbringende Einsatz neuer Medien im Unterricht setzt allerdings die Veränderung sowohl der traditionellen Unterrichtsorganisation als auch der Formen, Methoden und Rollen des Lehrens und Lernens voraus. In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, wie eine Lehrerfortbildung gestaltet sein muss, um sich wirkungsvoll im pädagogischen Alltagshandeln niederzuschlagen und eine solche Umorientierung anzustoßen. Geleitet von Erkenntnissen der Handlungs- und Professionsforschung setzt das im Rahmen der hier vorgestellten Studie konzipierte Fortbildungskonzept an der Veränderung bekannter bzw. bestehender unterrichtlicher Routinen, aufgefasst als Unterrichtskripts, an. Diesem Ziel dient ein dreischrittiges Verfahren, das den Erwerb neuen Wissens mit dessen praktischer Erprobung und der Reflexion des eigenen Unterrichtshandelns verbindet. Die vor und nach der Fortbildung erfassten unterrichtlichen Handlungsmuster der teilnehmenden Lehrpersonen des Unterrichtsfaches Englisch weisen darauf hin, dass bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Veränderungen des Unterrichts festgestellt werden können, zeigen aber auch, dass diese in Ausmaß und Art unterschiedlich sind.

 

Dr. Sven Kommer

sven-kommer

Zur Person:

Studium des Lehramtes für Realschule mit den Fächern Deutsch, Musik und Mathematik an der PH Ludwigsburg.
Danach (1995) Promotion an der Universität Bielefeld mit dem medienpädagogischen Thema 'Kinder und Werbung'.

2001-2007 Hochschuldozent für Medienpädagogik an der PH Freiburg
2009 Habilitation an der PH Freiburg

 

Titel: Der mediale Habitus von Lehramtsstudierenden. Oder: warum die neuen Medien oft nicht im Unterricht ankommen.

Abstract:

Trotz vielfältiger Initiativen, streckenweise umfangreichen Investitionen und vieler Konzepte zeigen die aktuellen Daten, dass insbesondere die digitalen Medien in den Schulen noch immer nicht im notwendigen Maße angekommen sind. Während für die Mehrheit der Heranwachsenden aktuelle Medien und Medieninhalte (Web 2.0; Smartphones etc.) längst in ihren Alltag integriert hat, dominiert in der Schule noch immer eine stark printorientierte Schriftkultur. Eine Befragung von Lehramtsstudierenden zeigt, dass sich auch bei diesen unreflektierte Dispositionen (im Sinne von Bourdieu) finden, die einem adäquaten Medienumgang in der Schule nicht förderlich sind.

Das in den vergangenen Jahren entwickelte Konzept des ‚medialen Habitus' ermöglicht es, die medienbezogenen Dispositionen, Wertekanons und Handlungsmuster der Lehramtsstudierenden theoriegeleitet zu untersuchen und Konsequenzen für die LehrerInnenbildung zu formulieren.

Der Vortrag stellt zunächst das Konzept des medialen Habitus sowie die zu Grunde liegenden theoretischen Überlegungen vor. In einem zweiten Schritt werden dann Befunde aus der Befragung von Lehramtsstudierenden vorgestellt und diskutiert.

Dir. Othmar Gasser


gasser

Zur Person:

Othmar Gasser leitet seit 12 Jahren die Volksschule Mils in Tirol. Mit seiner 24-jährigen Berufserfahrung begleitete er den Prozess des Neubaus der Schule, die wohl zu den modernsten Volksschulen im deutschsprachigen Raum zählt. Durch seine Vorbildung im architektonischen Bereich konnte er alle seine Vorstellungen erfolgreich in den neuen Bau einfließen lassen. Dem Schulraum als dritten Pädagogen (Münsteraner Erklärung 2009) wurde in vielen Details der notwendige Platz eingeräumt. Die Architektur greift spürbar in den Schulalltag ein und ermöglicht neue Wege in der Pädagogik. Othmar Gasser arbeitet in der Praxis an der so genannten Basis, die er als Grundstein für den Erfolg unserer Gesellschaft erachtet.


Titel: Thema Schule (Volksschule, Hauptschule, Gymnasium mit erhöhtem Einsatz von neuen Medien im Unterricht)
Was lernen unsere Kinder? Was können unsere Jugendlichen, die in Zukunft an die Universität kommen?

Abstract:

Der dritte Pädagoge (Architektur & Ausstattung) ist entscheidend für die Ausbildung unserer Kinder! Durch die gehobene Ausrüstung mit neuen Medien kommt es zu einer Renaissance des Frontalunterrichts! Diese beiden Statements bilden das Grundgerüst meines Vortrags.

Umfragen an unserer und vergleichbaren Schulen haben ergeben, dass die Eltern einen verstärkten Einsatz von so genannten neuen Medien befürworten. Die öffentliche Meinung scheint also hinter uns zu stehen. Unser oberstes Gebot ist zur Stunde, die pädagogische und technische Fortbildung im Bereich der interaktiven Tafeln zu verstärken. Studien haben ergeben, dass gerade im Primärbereich die Erfolge mit den neuen Medien am größten sind.

In diesem Vortrag soll mit Beispielen aus der Praxis veranschaulicht werden, wohin wir uns im Pflichtschulbereich bewegen, was Kinder leisten können und was Kinder und Jugendliche wollen. In der anschließenden Diskussion gilt es vor allem, kritisch auf die Rolle der Schule einzugehen, inwieweit sie die Balance und Vielfalt der Pädagogik unter dem Druck der neuen Medien wahrnimmt.

Prof. Dr. Heinz Moser


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Zur Person:

Prof. Dr. Heinz Moser arbeitet als Abteilungleiter an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Daneben ist er Honorarprofessor für Medienpädagogik an der Universität Kassel und im Vorstand der Sektion Medienpädagogik in der deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE.). In der Online-Zeitschrift Medienpädagogik hat er die Aufgabe eines geschäftführenden Herausgebers inne. Hauptveröffentlichungen: EInführung in die Medienpädagogik, 5. Aufl., Wiesbaden 2010,  Einführung in die Netzdidaktik, Hohengehren/ Zürich 2008

Titel: Welche Standards braucht die Medienbildung

Abstract:

Im Rahmen der Diskussion um Bildungsstandards ist auch die Medienpädagogik/ Medienbildung anzufragen, wie Standards in dieser Domäne auszusehen hätten. Dabei stellt sich die Grundfrage, nach welchen Grundmuster eine solche Entwicklung vor sich gehen könnte. Im Vortrag werden zwe Möglichkeiten diskutiert. Einmal der domänenorientierte Ansatz von Klieme, der sich im deutschsprachigen Raum weithin durchgesetzt hat, . Verglichen wird er mit den Konzepten der Debatten in der Erwachsenenbildung, wobei das Konzept von Erppenbeck aufgenommen wird. Daraus werden Folgerungen für eine praktische Umsetzung von Bildungsstandards gezogen.