Nachhaltigkeitsbericht 2025

Hintergrund & bisherige Entwicklungen

Um Nachhaltigkeit glaubhaft vermitteln zu können, ist es unerlässlich, diese auf allen Ebenen der Universität vorzuleben, sie also als Teil der Universitätskultur zu etablieren und dauerhaft zu verankern. Die Universität Innsbruck setzt sich daher Nachhaltigkeitsziele in den Bereichen Forschung, Lehre und Studium, Infrastruktur und Universitätsbetrieb sowie Wirkung in die Gesellschaft. Diese Ziele bilden einen übergeordneten Leitrahmen, der kontinuierlich weiter adaptiert wird. Die Nachhaltigkeitsstrategie steht dabei im Einklang mit den weiteren als Querschnittsmaterien etablierten Themen. So sind etwa die Gleichberechtigung der Geschlechter, Inklusion oder Barrierefreiheit nicht in der Nachhaltigkeitsstrategie, sondern
in der Diversitätsstrategie verankert. In Anbetracht der globalen Klimakrise, dem Verlust der Biodiversität, der Gefährdung lebenswichtiger Ressourcen und einer bevorstehenden disruptiven Veränderung der auf fossilen Energieträgern aufbauenden Wirtschaftssysteme sowie im Sinne sozialer Gerechtigkeit ist sich die Universität Innsbruck ihrer Rolle und Verantwortung als vordenkende Zukunftswerkstätte der Gesellschaft bewusst. Daher strebt die Universität Innsbruck an, Nachhaltigkeit in all ihren Handlungsfeldern als ein leitendes Prinzip und als ethischen Kompass zu implementieren und zu realisieren. Die Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt den Rahmen für die weitere Umsetzung. Wesentlich ist hierbei unter anderem, dass für die Verankerung von Nachhaltigkeit eine breite Beteiligung und Mitwirkung von Studierenden und Mitarbeiter:innen vorgesehen ist.

Das Green Office als studentisch geführtes Nachhaltigkeitsbüro ist ein zentraler Baustein in der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der UIBK. Durch die Zielvereinbarungen 2025-27 mit den Fakultäten konnte nicht nur die Weiterführung des Green Office sondern ein Ausbau erreicht werden. Das Green Office hat seit Sommer 2025 drei Standorte und somit an jedem Campus eine Anlaufstelle. Die Büros werden durch die dortigen studentischen Koordinationsmitarbeiter:innen geführt und von der Gesamtkoordination des Green Office geleitet. Die vier studentischen Mitarbeitenden, arbeiten direkt und eng mit den studentischen Mitarbeitenden zusammen, die auf Fakultätsebene angestellt sind. Das Green Office vernetzt, koordiniert, leitet Veranstaltungen, schafft Möglichkeiten zur Partizipation für Studierende und sichert auch die Zusammenarbeit mit der ÖH-Referentin für Umwelt und Nachhaltigkeit.

Das Green Office begeistert, befähigt und handelt, um die nachhaltige Entwicklung an der Universität aktiv voranzutreiben. Sie bieten ein attraktives und vielfältiges Angebot an Veranstaltungen an und bringen studentische Perspektiven aktiv in systemische Entscheidungen und Projekte an der Universität ein. Im Jahr 2025 hat das Green Office gemeinsam und individuell zahlreiche Projekte umgesetzt, die das Ziel verfolgen, die Universität Innsbruck nachhaltiger zu gestalten.

Zu den wichtigsten Aktivitäten zählen:

  • Organisation der Woche der Nachhaltigkeit 2025
  • Monatliche Kleidertauschmärkte und Fahrradwerkstätten
  • Workshops zur Fahrrad- und Kleidungsreparatur sowie Repaircafés für Elektrogeräte
  • Betreuung des INGE-Hochschulgartens
  • Betreuung des SOFA-Raums (Ort des selbstorganisierten, politischen und universitären Austauschs, der konsumfreien Begegnung und der Bildung)
  • Mitwirkung im Forum für Nachhaltigkeits- und Zukunftsfragen
  • Initiierung und Koordination von Campus-Kino-Veranstaltungen
  • Errichtung und Betreuung des „Fairteilers“ am Campus Innrain
  • Organisation von studentisch geleiteten Kursen an der Universität Innsbruck

Nachweislich leistet das Green Office mit relativ geringen Mitteln einen großen, sichtbaren Output. So wird die jährlich stattfindende Woche der Nachhaltigkeit im Wesentlichen vom Green Office organisiert und umgesetzt - in enger Abstimmung mit dem Rektorat, der Nachhaltigkeitskoordination, dem BfÖ und dem ÖH-Referat für Umwelt und Nachhaltigkeit. Die Woche der Nachhaltigkeit ist eine der sichtbarsten Maßnahmen, um Bewusstseins- und Handlungspotenziale zu kommunizieren. Durch ein vielfältiges Programm aus Vorträgen, Diskussionen, Ausstellungen und Workshops bietet die Woche eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung von Akteur:innen und Initiativen rund um das Thema Nachhaltigkeit. So soll das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln an der Universität gestärkt, erfolgreiche Beispiele präsentiert und den Studierenden die Relevanz des Themas in den jeweiligen Fachgebieten nähergebracht werden. Erneut ist es sehr gut gelungen, auch hochrangige Vertreter:innen des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck in der diesjährigen Woche der Nachhaltigkeit einzubeziehen. So konnte die Eröffnung beispielsweise gemeinsam mit Landesrat Zumtobel und Stadträtin Bex durchgeführt werden. Im Jahr 2025 stand die Woche unter dem Motto „Wissen.Verantwortung“. In enger Zusammenarbeit mit Kooperationspartner:innen wurde eine spannende Woche voller Aktionen, Workshops und Diskussionsrunden durchgeführt und insgesamt über 30 verschiedene Veranstaltungen angeboten. In eigenen Austauschformaten und Veranstaltungen wurde 2025 die Kultur von Nachhaltigkeit an der Universität und deren weitere Konkretisierung und Umsetzung in den Fokus gestellt. Dazu wurden partizipative Formate angeboten, um die Gedanken, Ideen und Wünsche der Universitätsangehörigen zu sammeln, insbesondere im Hinblick auf die Sicherung demokratischer Entscheidungsprozesse. Im Zuge der Auftaktveranstaltung wurde zudem die Posterausstellung “Nachhaltigkeit an der Universität Innsbruck – Good Practices” eröffnet, die das Engagement und die Arbeit der Universitätsangehörigen im Bereich Nachhaltigkeit sichtbar machte. So waren alle Mitarbeiter:innen und Studierenden eingeladen, ihre Projekte, Initiativen und Aktivitäten in Form eines Posters vorzustellen.


Einleitung Übersicht Handlungsfelder der Universität Innsbruck

Nach oben scrollen